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1, 2 oder 3Als ich darüber nachgedacht habe, wie ich diesen Blogpost anfangen soll, fiel mir das Titellied der Sendung 1,2 oder 3 ein: » Du musst Dich entscheiden, dann bleibt es dabei. « heißt es im Refrain. Und während ich zur Zeit überlege, ob ich mich für Polar oder für Garmin entscheiden soll, komme ich mir vor, wie eins von diesen Kindern, die auf den Antwort-Feldern hin und her springen, bis die Musik zu Ende ist. » Und Plopp heißt Stopp! « Jedenfalls früher, als Michael Schanze noch der Moderator war. Ohje, ich werde a … aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall hab ich jetzt eine passende Einleitung gefunden, finde ich. 😉

Die Wahl der Marke hat etwas endgültiges.

Ich bin einer von diesen Menschen, die alle 3 bis 4 Jahre ein neues Auto fahren und den Gebrauchten einfach wieder zurück geben. Wenn ich dabei jedes mal die Marke wechseln möchte, ist das überhaupt kein Problem. Ob Audi oder Peugeot: ich kann immer sofort mit dem jeweils neuen Wagen los fahren. Das Lenkrad ist immer auf der linken Seite, das Gaspedal immer rechts. Und auf welcher Seite ich den Tankdeckel finde, hab ich schnell begriffen.

Von Audi zu Peugeot wechseln ist einfacher, als von Polar zu Garmin!

Natürlich kann ich mir – genau so wie ein Auto – auch den nächsten Laufcomputer jederzeit nach meinen persönlichen Wünschen (sowie den Möglichkeiten meines Geldbeutels) ganz individuell auswählen. Ich entscheide mich einfach für oder gegen GPS-Funktionen, Herzfrequenzmessung, Höhenanzeige, Schrittlängenermittlung, Temperatursensor … Und dann wähle ich aus dem inzwischen großen Angebot genau das Modell, das meine Wünsche erfüllt, und das mir außerdem haptisch und optisch am besten gefällt.

Wenn das neue Modell allerdings von einem anderen Anbieter kommt, als das bisherige, dann muss man auch die Plattform wechseln, auf der die Trainingsdaten des Laufcomputers landen. Dazu hat nämlich jeder Anbieter seine eigene Lösung entwickelt. Es gibt Polar FlowGarmin Connect, TomTom MySports, Suunto Movescount und noch einige mehr.

Hier ist der Haken:

Die bisher aufgezeichneten Trainingsdaten können nicht beliebig zum neuen Anbieter „mitgenommen werden“. Eine simple Import-/Export-Funktion wird nicht überall angeboten. Und das macht mich wütend. Denn ich bin ein bekennender Statistik-Junkie. Ich liebe es, im digitalen Tagebuch zu wühlen und mir anzusehen, wie viele Kilometer ich pro Jahr gelaufen bin, wie viele Kalorien ich pro Monat verbrannt habe, wie sich meine Pace, die Trainingsdauer oder die durchschnittlichen Kilometer pro Laufeinheit entwickeln.

Meine seit 2008 (!) mit dem Forerunner 305 aufgezeichneten Daten sind bis heute bei Garmin gespeichert. Mit dem Wechsel zum V800 von Polar musste ich im Sommer 2014 meine Aufzeichnungen wieder bei Null beginnen. Der Wechsel ist mir damals aus diesem Grund echt schwer gefallen. (Statistik-Junkies wissen, was ich meine!) Und heute wechsle ich aus dem gleichen Grund nicht ganz einfach wieder zu Garmin. Obwohl die neue fenix 3 Saphir HR die von mir heiß geliebte Routen-Navigation beherrscht, die ich schon beim Forerunner so gern genutzt habe. 😥  Obwohl diese Funktion dem V800 bis heute fehlt. 😥  Obwohl sie von Polar schon vor 18 Monaten angekündigt wurde und meine Kaufentscheidung beeinflusst hatte.  😥

polar_vs_garmin

Natürlich ist kein Anbieter daran interessiert, dass ein Nutzer irgendwann wieder die Marke wechselt. Aber in meinen Augen ist es total falsch, einen Wechsel unnötig zu erschweren. Das macht Nutzer doch nur unzufrieden. Vielmehr sollte jeder Anbieter versuchen, seine Nutzer durch Leistung und Service von sich zu überzeugen. So schafft man eine positiv eingestellte Community!

Ich bleibe Polar jetzt treu. Ich bleibe jetzt bei Polar.  😕

Kein Sport ist auch keine Lösung!
JABRA Duschtest (bitte nicht nachmachen!)

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