Streak-Running: was soll das?

GemĂ€ĂŸ der United States Running Streak Association lĂ€uft ein Streak-Runner ohne fremde UnterstĂŒtzung oder Hilfsmittel jeden Tag mindestens eine Meile (1,6km) und dokumentiert diese Serie.

Kontrolliert wird das nicht: ein Streaker soll ehrlich sein, wenn er seinen Erfolg an die Association ĂŒbermittelt, wo das Ergebnis dann archiviert wird. Den Rekord im Streak-Running hĂ€lt ĂŒbrigens der 75jĂ€hrige Ron Hill: er lĂ€uft seit Dezember 1964 jeden Tag.

Was aber sind das fĂŒr Menschen, diese TĂ€glichlĂ€ufer? Warum laufen sie jeden Tag? Sind sie sĂŒchtig danach? Und ist dieses TĂ€glichlaufen eigentlich nicht eher schĂ€dlich, als nĂŒtzlich?

VerrĂŒckte TĂ€glichlĂ€ufer:

In einem Forum fĂŒr Streakrunner habe ich einige BeitrĂ€ge gelesen, bei denen ich mich doch sehr wunderte – um es mal zurĂŒckhaltend zu formulieren.

  • Einer ist ein Jahr tĂ€glich gelaufen, obwohl er dabei 10 Monate lang Schmerzen in der Achillessehne hatte
  • Ein anderer ist tĂ€glich 10 Minuten in der Wohnung umher gelaufen, wĂ€hrend er krank geschrieben war
  • Eine ist (wegen VerspĂ€tung des Flugs) im Wartebereich des Flughafens hin und her gelaufen, um den Streak nicht zu unterbrechen

Das sind sicher Ausnahmen. Hoffentlich. So wie diejenigen, die auch mit einer Grippe laufen, weil Sie meinen, sie könnten den Infekt weglaufen. Hauptsache, der Streak reißt nicht ab. Diesen Menschen droht eine HerzmuskelentzĂŒndung! Und die kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Streak? Ende!

Welche Motivation hat ein Streak Runner?

Streak-Runner

Im Streakrunner-Forum sind dies die beiden am meisten genannten GrĂŒnde fĂŒr das TĂ€glichlaufen:

  • Überwinden des Schweinehunds
  • TĂ€glich Zeit fĂŒr sich selbst haben

Meine Gedanken und Fragen dazu:

Die HĂŒrde fĂŒr den Schweinehund wird wohl umso höher, je lĂ€nger ein Streak dauert. Schließlich kann man laut Regelwerk weder im Voraus laufen, noch einen Lauf nachholen. Ein Streak fĂ€ngt wieder bei Null an, sobald ein einziger Tag fehlt. Setzt sich ein TĂ€glichlĂ€ufer vor diesem Hintergrund nicht unnötig selbst unter Druck?

Auch ich lasse beim Laufen die Gedanken fliegen, habe Zeit fĂŒr mich selbst. Aber es gibt Tage, da lese ich in dieser Zeit lieber ein Buch, schreibe einen Blog-Beitrag, drehe ein Video. Will sagen: fehlt die Zeit fĂŒr das TĂ€glichlaufen nicht an anderen Stellen?

Nicht wenige der Streaker laufen tĂ€glich 2 oder 3 Kilometer. Da ist man doch mit Umziehen und Duschen lĂ€nger beschĂ€ftigt, als mit dem Laufen. Warum lĂ€uft man nicht stattdessen am Wochenende 2 x 10km am StĂŒck?

Noch mehr Fragen – an aktive und ehemalige TĂ€glichlĂ€ufer:

Fragen ĂŒber FragenNimmt man sich einen Streak eigentlich vor? Oder fĂ€ngt man einfach mal an, tĂ€glich zu laufen; und will dann irgendwann nicht mehr aufhören?

Wann beendet man einen Streak? Nach Erreichen eines festgelegten Ziels, wegen Krankheit, oder weil man einen Tag aussetzen musste?

Welche Ergebnisse hat der Streak gebracht? Welche Erkenntnisse hast Du gewonnen? Gibt es Empfehlungen fĂŒr (Noch-) Nicht-Streaker?

Ich hoffe auf eine anregende Diskussion. Feuer frei!  😀


WeiterfĂŒhrende Links zu diesem Beitrag:
United States Running Streak Association, Inc.
Forum fĂŒr Streakrunner
Wikipedia: Ron Hill
Apotheken-Umschau: Wie gefÀhrlich ist Sport bei Infekten?


 

91 comments

  • Ich kann die Vorteile eines Steak-Laufes durchaus nachvollziehen. Man bekommt eine gewisse RegelmĂ€ĂŸigkeit und ĂŒberwindet seinen persönlichen Schweinehund, weil man auch lĂ€uft, obwohl man gar keine Lust dazu hat. Aber ist es wirklich so gravierend, einmal ausnahmsweise einen Tag auszusetzen, statt wie erwĂ€hnt, im FluhafengebĂ€ude herumzulaufen? Ich denke nicht. Es kann ja sein, dass man wirklich einmal keine Zeit hat oder den Muskeln vielleicht eine Regenerationspause gönnen möchte. Sich deswegen ein schlechtes Gewissen zu machen, wĂ€re bestimmt der falsche Weg.

  • HI,

    ich habe Ende Dezember / Anfang Januar einen 10 tĂ€gigen Streak hinter mich gebracht. Ich bin dabei alle zwei Tage die volle Distanz von 10 bis 12 km gelaufen, am 7 Tag dann einen kleine Trainingsultra ĂŒber 46 km. Alles in allem habe ich mich ziemlich gut gefĂŒhlt dabei, wobei ich auch ein paar “FĂŒlleinheiten” von 3 oder 4 km gelaufen bin.
    In den 10 Tagen habe ich festgestellt das das Streakrunning (noch) nichts fĂŒr mich ist, wenn ich laufe dann will ich auch mindestens 60 Minuten laufen damit es sich “lohnt”. Immerhin laufe ich zur Entspannung und die habe ich nicht bei 2 oder 3 km.

  • Hi,

    also ich stimme da Benni zu, bin auch oft gelaufen und das nicht wenig…Mein Knie ist auch ziemlich mitgenommen und ich muss echt aufpasssen. Laufen ist super, solange man es nicht ĂŒbertreibt und achtet auf welchem Boden man lĂ€uft…

    • Wie sagt man so schön: “Die Dosis macht das Gift”. Das zĂ€hlt sicherlich auch fĂŒrs Laufen. Insofern gebe ich Dir da absolut recht, Philipp.

      Danke fĂŒr Deinen Besuch und fĂŒr Deinen Kommentar!

  • Ich muss gestehen, dass mich das ĂŒberhaupt kein bisschen reizt. Ich bin im Jahr 2012 an 100 Tagen gelaufen. Als Wiedereinsteiger. Ich habe es letztlich ĂŒbertrieben und laboriere immer noch mit Knieschmerzen rum. Okay, selbst Schuld.

    Letztlich ist es irgendwann auch einfach etwas fĂŒr das Ego. Mag nicht auf alle zutreffen, aber fĂŒr mich war das Erreichen der 100 LĂ€ufe ein klares Ego-Ding (ich kann was, was andere nicht können).

    Auf jeden Fall wĂŒrde mir persönlich vollkommen die Zeit fehlen.
    Ich laufe, fahre Rennrad und MTB, spiele Tischtennis, mache Kraft- und StabilisierungsĂŒbungen fĂŒr Rumpf und Knie, nutze (wenn auch noch nicht regelmĂ€ĂŸig) den Crosstrainer, habe gleichzeitig eine Familie mit Kind und pendle jeden Tag zwei Stunden (1+1) zur Arbeit.

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich auch an den Tagen, wo keine LĂ€ufe anstehe auch noch laufen wollte … tja, dann wĂ€re ich meine Familie wahrscheinlich relativ schnell los. 😉

    Aus dem Grund habe ich kein Interesse daran (auch wegen der schlechten Erfahrungen mit dem Viellaufen in 2012) und werde wohl niemals ein Streakrunner werden.

    Aber wem es hilft gesund, fit und glĂŒcklich zu bleiben .. tjoa, macht es. Es ist nur wichtig was du @Eddy auch schreibst. Man muss auch mal wissen, wann man aufhören muss.
    Das erscheint mir die grĂ¶ĂŸte Leistung zu sein.

    Ich kenne das gut.
    Ich habe in den letzten Jahren fast 800 Fußballspiele meines Vereins gesehen. Profis, U23, A-Jugend, …, F-Jugend. In der Saison 2012/13 habe ich alle Pflichtspiele der ersten Manschaft (Regionalliga SĂŒdwest) gesehen und jedes Pflichtspiel der zweiten Mannschaft (Rheinlandliga).

    Bis zum vorletzten Spieltag der Regionalliga. Ein Dienstagsspiel in Worms .. aber mein Sohn hatte Geburtstag. Und dann muss die Entscheidung einfach getroffen werden.
    Jetzt mag man denken “ja gut, das ist ja nur Fußball”. Aber man kann der Ehefrau auch erklĂ€ren, dass man jetzt gerade noch ‘ne Runde laufen muss, wenn die Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaft bereits am Tisch sitzt. Naja, … ich mache das nicht. 🙂

    • Ganz ehrlich: ich frage mich, wie Du so viele AktivitĂ€ten (MTB, Rennrad, Tischtennis, Fitness-Training, Crosstrainer, ) PLUS Frau und Kind PLUS Job in 24 Stunden organisieren kannst.

      Dass dabei nicht auch noch Zeit fĂŒr das Streakrunning bleibt, finde ich nachvollziehbar, auch wenn die TĂ€glichlĂ€ufer sagen, es sei lediglich eine Frage der Selbstdisziplin und genauen Planung. 😉

      Danke fĂŒr Dein Statement, Benni!

      • Nunja, ich mache ja nicht jeden Tag alles. 🙂

        Einen Nachtrag habe ich aber noch.
        Was ich positiv am Streakrunning finde ist die Tatsache, dass man sich jeden Tag vor die TĂŒr wagt. Wenn man mal davon ausgeht, dass man das nur tut, wenn man es sollte (bei Krankheit z.B. nicht), dann sehe ich das als sehr guten Weg an, um das eigene Immunsystem zu stĂ€rken.

        Das wird in der heutigen Gesellschaft glaube ich immer wichtiger.

  • Also … ich laufe erst seit 2011 und hatte dann aus persönlichen GrĂŒnden Mitte /Ende 2012 bis Mitte 2013 einen völligen Einbruch beim Laufen … Ich hab immer wieder versucht anzufangen und wieder regelmĂ€ĂŸig zu laufen, aber mein Kopf sagte mir oft, die Woche hat noch XXX Tage, Du kannst ja auch morgen noch den Lauf und aus morgen wurde dann ĂŒbermorgen u.s.w.. Dann hab ich vom Streaken gehört ĂŒber Anja und Lutz, hab mich informiert ĂŒber die Bedingungen und gedacht 1,7 km, dass kannst Du doch schaffen Tag irgendwie … und so habe ich vor 191 Tagen angefangen, erst mit 1,7 bis 5, dann auch mal 10 km. Seit Anfang des Jahres mit einer Wochenleistung von 60-75 km. Mittlerweile denke ich nicht mehr darĂŒber nach, ob ich laufe, höchstens wie lange … und es tut mir gut! Keine Ausreden, kein “ach, das kann ich auch morgen noch”. Keine Ahnung, wie lange ich das durchhalte, ob ich mal krank werde, ob ich vielleicht die km-Leistung wieder reduziere … ich weiß nur … es hat mir geholfen wieder das zu tun, was mir gut tut … nĂ€mlich mich zu bewegen! Es ist auch egal … im Moment ist es fĂŒr mich richtig! Aber jeder muss selber fĂŒr sich sehen, was ihm gut tut und was in seiner momentanen Situation fĂŒr ihn richtig ist !

    • Danke fĂŒr Deine Meinung, Barbara! Das wichtigste hast Du am Schluss gesagt: jeder muss so handeln (und laufen / oder eben nicht), dass es ihm gut tut. Das ist das wichtigste. Und wenn auch der Spaß dabei nicht auf der Strecke bleibt, ist doch alles gut.

      Toll, dass fĂŒr Dich das Streakrunning funktioniert hat, um dem Schweinehund zu zeigen, wer sein Frauchen ist! Und ich wĂŒnsche Dir, dass Du weiterlaufen kannst, so lange Du willst!

  • Ich laufe seit nun 27 Jahren ziemlich ambitioniert! Ich trainiere teilweise relativ viel und habe schon einige ganz gute Ergebnisse vorzuweisen.
    Im Moment laufe ich meinen 4. Streak. Zwei davon gingen weit ĂŒber ein Jahr.
    Dieses Streaken hat mit meinem Training eigentlich nicht viel zu tun.
    Ich halte es nur fĂŒr sehr gut, sich tĂ€glich zu bewegen. DafĂŒr reichen bereits die geforderten knapp 1,7 km.
    Die Tage, an denen ich nur diese Streakerhaltung laufe, wÀren im normalen geplanten Lauftraining Ruhetage gewesen.
    BelastungsmĂ€ĂŸig sind es eigentlich auch solche – aber man bewegt sich!
    Ich bin ĂŒberzeugt, dass dies die beste Medizin fĂŒr jeden Menschen ist!
    Bei einer fiebrigen ErkĂ€ltung wird der Streak abgebrochen – ohne wenn und aber! Genauso bei einer BeeintrĂ€chtigung des Bewegungsapparates.
    Streaken ist fĂŒr mich auch eine ganz kleine Übung fĂŒr den Willen und die Disziplin.
    Es als Sucht zu bezeichnen halte ich fĂŒe völlig abwegig – wenn es denn so wĂ€re, dann wĂ€re es eine Sucht, die unglaublich gesund ist und die man nur empfehlen kann.
    Es sollte nur nicht so weit gehen, dass man den Streak als etwas sieht, dass durchgehalten wird, auch wenn es der Gesundheit abtrÀglich sein könnte.
    Zumindest Fieber und Laufen schliessen sich aus – absolut!

    • Herzlich Willkommen und vielen Dank fĂŒr Deinen Beitrag, lieber Gerd! Ich hab mir gerade auch Deinen Blog angesehen und bin beeindruckt von den Zahlen, die ich dort gefunden habe: alle Achtung! Ich hoffe, auch ich bekomme noch so viele Lauf-Kilometer wie Du auf meinen Tacho! 😉

      Deine Einstellung zum Streak kann ich nachvollziehen. Und Du zĂ€hlst nicht zu den Ausnahmen, von denen ich in meinem Bericht geschrieben habe: einen Streak aus gesundheitlichen GrĂŒnden aufgeben halte ich fĂŒr essentiell und richtig. Und ansonsten ist Streakrunning sicherlich ein gutes Mittel, um in Bewegung zu bleiben!

  • Ich habe es noch nie probiert und kann mir desshalb auch kein Urteil erlauben-aber was ich weiß, dass ich wenn ich ab und zu einen Tag Pause mache-oder auch mal zwei-“besser” laufe. Mag sein, dass im Alter der Körper einfach mal Ruhe braucht, obwohl das bei meinem Beruf eh Quatsch ist. Aber wer es kann und will-bitteschön. Jeder weiß am besten wie sein Körper reagiert.

    • Es ist wohl so, wie Christian es formuliert hat: jeder sollte laufen, wie er will. Wichtig ist eben, dass man Streakrunning nicht mit Training verwechseln darf, so wie Elke es richtigerweise gesagt hat.

      Danke fĂŒr Deinen Besuch und Deine Meinung, Martin!

          • Doch auch das ist es. Ich laufe jetzt auch wieder tĂ€glich und versuche meine tĂ€gliche 6,5 km Runde immer ein wenig schneller zu laufen. Ich bin dadurch in den letzten 14 tagen um 2:14 min schneller geworden. Aber ich lasse es auch mal langsam angehen und stehe nicht immer auf den Gaspedal. 🙂

  • Hallo Eddy,
    Sehr interessant Dein Beitrag, der ja kontrovers diskutiert wird. Beim Lesen der BeitrĂ€ge habe ich einiges ĂŒber Streak-Running erfahren. ICH selbst habe noch nie lĂ€nger als 5 Tage am StĂŒck geschafft, dann beginnt der Bewegungsapparat zu streiken. Was ich nicht wusste, dass nur ca. 2km ausreichen um die Serie zu halten. Ich kann die Leidenschaft der Streakrunner schon nachvollziehen, ich stelle ja selbst fest, dass direkt nach einem Lauf die Motivation am GrĂ¶ĂŸten ist und je lĂ€nger man Pause macht der Schweinehund immer mĂ€chtiger wird. Vielleicht versuche ich ja nochmal ein Mini-Streak, so 30 Tage wĂ€re ja mal ein Anfang.

    GrĂŒĂŸe -TIMEKILLER-

    • Auch ich konnte durch die zahlreichen Meinungen meinen Horizont ganz erheblich erweitern, Heimo. Ganz besonders freue ich mich darauf, nĂ€chsten Sonntag drei Streakrunner kennen zu lernen und bei einem gemeinsamen Lauf das Thema noch weiter zu bequatschen 🙂

      Denk daran, den Streak zu dokumentieren, wenn Du einen Selbstversuch startest: sonst gilt es bekanntlich nicht! 😉

  • Ein Streak beginnt am 2. Tag.
    in Deutschland gibt es dann verschienÂŽden Stufen
    < 50 tage greenhorn
    < 100 tage bronze- Status
    Hall of fame gold-Status
    regeln:
    FĂŒr aktive ‘TĂ€glich LĂ€ufer’ unseres Forums gelten folgende Regeln:

    1.Definition der Laufserie:

    Man muß tĂ€glich mindestens 1,6 Km am StĂŒck in der Zeit zwischen 00:00 – 23:59 Uhr ohne technische Hilfsmittel laufen.

    ‘TĂ€glich Laufen’ kann sowohl in der freien Natur als auch auf dem Laufband im Fitness-Studio erfolgen. Walken, Gehen etc. werden nicht gewertet. Ein “Auf-Vorrat-Laufen” ist ebenso wenig gestattet, wie das Nachholen eines verpassten Laufes am nĂ€chsten Tag.

    Wird ein Lauf nachdem die Mindestanforderungen an eine Laufserie (1,6 Km) erfĂŒllt wurden, danach mit Gehpausen fortgesetzt, zĂ€hlt die gesamte zurĂŒckgelegte Wegstrecke als ‘Streak-Km’. Auch ein Splitten von LĂ€ufen, also mehrmaliges Laufen am Tag ist möglich, nachdem die Mindestanforderungen erfĂŒllt wurden. Die zurĂŒckgelegte Strecke wird dann ebenfalls als ‘Streak-Km’ gewertet.

    Ron Hill ist umstritten, weil er mal an krĂŒcken die Strecke absolviert haben soll.

  • Es stimmt doch gar nicht, dass viele tatsĂ€chlich nur 2-3 km laufen. Die meisten haben einen deutlich höheren Schnitt.
    Ich gehöre zu den Ausnahmen, die wirklich nur Ministrecken laufen. Seit ĂŒber einem Jahr schaffe ich selten mehr als die eine Meile. (Hat gesundheitliche GrĂŒnde. ich bin aber nicht schwer krank und schade mir mit der Lauferei auch nicht.)
    Der Aufwand beschrÀnkt sich aufs Laufschuh anziehen. Duschen nach einer Meile im Schneckentempo ist nicht nötig.
    Und ja, ich habe auch schon bekloppte Sachen gemacht, damit der Streak nicht reißt. Hin und her laufen im FĂ€hrhafen zum Beispiel.
    Warum mache ich das ĂŒberhaupt? Mit Training hat mein Laufen zur Zeit nix zu tun. Ob ich die Meile nun laufe (schleiche) oder nicht ist rein sportlich betrachtet wirklich wurscht.
    Also warum? Weil ich es kann! So! Und gerade deshalb, weil ich zur Zeit vieles nicht so kann, wie ich gerne wĂŒrde. Aber tĂ€glich laufen, das bekomme ich hin. Außerdem bin ich davon ĂŒberzeugt, dass mir das gut tut. Nicht sportlich sondern mental. Denn wenn ich nichtmal mehr das kann, was bleibt mir dann?? Neee, das ist meins, das gebe ich nicht her!
    Klar hab ich ab und zu keine Lust. Ich habe auch ab und zu keine Lust mir die ZĂ€hne zu putzen, mach ich dann aber ja auch trotzdem. (WĂŒrde jetzt jemand behaupten, ich sei zĂ€hneputzsĂŒchtig?)
    Außerdem hat mein Streak schon einiges ĂŒberstanden (ExamensprĂŒfung, Umzug, Hausbrand, Radreisen, Skiurlaube, Unwetter….) Da bleib ich doch nicht auf dem Sofa, nur weil ich gerade keine Lust habe.
    Es gibt rein sachlich wahrscheinlich nichts, was (bei mir) wirklich dafĂŒr spricht, weiterhin tĂ€glich zu laufen. Aber es gibt erst recht nichts, was dagegen spricht. Also mache ich weiter.
    Wie lange? Keine Ahnung. So lange, wie es geht? Oder bis ich wirklich gar keine Lust mehr habe?
    (Bisher sind es ĂŒber 4 Jahre.)

    • Willkommen in meinem Blog, und ganz herzlichen Dank fĂŒr Deinen Beitrag, Bianca! Deine Zeilen machen mich nachdenklich, geben mir einen neuen Denkanstoß – und sind darum eine echte Bereicherung. Genau solche Erkenntnisse habe ich mir erhofft. Also nochmal Danke dafĂŒr.

      Auch Dir wĂŒnsche ich, dass Du Deinen Streak so lange fortsetzen kannst, wie Du willst!

      • Danke 🙂
        Mir ist auch noch was eingefallen (beim Laufen natĂŒrlich):
        Es gibt mir mehr, als es mir nimmt.

        Was nimmt es ĂŒberhaupt? Zeit, ein winziges bißchen davon. Einige schrieben, sie hĂ€tten nicht die Zeit zum (tĂ€glich?) laufen.
        Das glaube ich nicht. Wer diesen Blog gefunden hat, hat ganz sicher Zeit.
        Außerdem kostet mich das Laufen selbst nichtmal wirklich Zeit. Ich muss fĂŒr meinen Job oft ĂŒber Dinge nachdenken. Das mache ich beim Laufen.
        Umziehen: 1 Minute, Duschen : Habe ich auch ohne Laufen schon getan 😀

        Nur mit Sucht hat das alles nichts zu tun.

  • Eine interessante Diskussion ist das hier.
    Dann werde ich auch mal meine Motivation hier kurz dalegen. Ich bin bereits seit 1938 Tagen tĂ€glich laufend mit einem Durchschnitt von 8,67 km unterwegs. Meine tĂ€glichen Laufeinheiten beinhalten von 2,2 km bis 100 km die gesamte Bandbreite. Genau so gerne, wie ich die Ultrastrecken laufe, bin ich auch auf den so genannten lĂ€ppischen 2-3 km unterwegs. Vorzugsweise laufe ich die 2-3 km morgens zum wach werden, und es ist ein unheimlich gutes gefĂŒhl, danach unter der Dusche zu stehen und in den Tag zu starten. Das werden mir die MorgenlĂ€ufer unter uns bestĂ€tigen. Dies sind dann auch meine lĂ€uferischen Ruhetage. FĂŒr mich gehört das tĂ€gliche laufen zum Tagesablauf, wie das ZĂ€hne putzen. Ich lebe das Laufen, und ich liebe es. Allerdings darf man tĂ€gliches laufen nicht mit tĂ€glich trainieren verwechseln. Der Körper benötigt auch die Ruhephasen. Solange es meine Gesundheit erlaubt, werde ich tĂ€glich laufen. Es ist mir ein BedĂŒrfnis.

    • Danke fĂŒr Deinen Beitrag, Elke: finde ich richtig gut, was Du da geschrieben hast. Insbesondere gefĂ€llt mir Dein Hinweis, Streakrunning nicht mit Training zu vergleichen!

      100 km am StĂŒck laufen ist ein Ziel, das ich mir in den nĂ€chsten Jahren auch noch setzen möchte: ich bin schwer beeindruckt!

      Ich wĂŒnsche Dir, dass Du Deinen Streak fortsetzen kannst, so lange Du auch immer willst: Hab Spaß und bleib gesund!

  • Also ich habe schon einige Streak-Serien hinter mir. Wenn man es bewusst planen will geht es meistens in die Hose. Ich bin einfach immer losgelaufen und hatte kein festes Ziel vor Augen. Alleine nur so kann man eine Streak aufrecht halten finde ich.

    Eine Sucht ist es nicht. Es ist ja auch keine Sucht sich jeden Tag vor den Fernseher zu setzen oder Ă€hnliches. Wenn ich leicht krank war habe ich meistens aufgehört mit meiner Streak. Ich hatte mal den versuch gestartet dann nur leichte 2-3 Kilometer zu laufen aber das machte mir keinen Spaß.

    Ich bin nicht fĂŒr eine Streak-Serie geschaffen denke ich. Ich habe auch noch viele andere Interessen (Klettern, Slacklining, Fitness usw.) Dann liege ich ab und zu nach der Arbeit auch gerne nur auf der Couch und sehe meine Serien auf DVD. Nichts muß – Alles kann !

    Jeder wie er kann und will denke ich.
    http://vimeo.com/66599377

    • Ich kenne ja Deine “beachtliche Lauf-Historie” Marco – jedenfalls einen Teil davon. 😉 Bedenke jedoch, dass ein Streak nur dann also solcher gilt, wenn er entsprechend dokumentiert wird. Ich glaube, hier ist ein wesentlicher Unterschied zwischen uns – ich bezeichne uns mal als “Zufalls-Streaker” – und den wirklich ambitionierten TĂ€glichlĂ€ufern.

      Tolles Video: Danke fĂŒr den Tipp!

      • Kann es ĂŒberhaupt ambitionierte TĂ€glichlĂ€ufer geben?
        TĂ€glichlaufen ist eine Lebenseinstellung oder auch ein Lifestyle.
        Wie schon gesagt, ich glaube man kann nicht sagen jetzt laufe ich mal los und starte eine Streakserie. Man geht einfach tĂ€glich vor die TĂŒr und lĂ€uft seine Runde.

        LG
        Marco

  • FĂŒr mich ist das nichts und es reizt mich auch nicht. LĂ€ppische 2-3 Kilometer zu laufen, nur damit man den Streak nicht unterbricht, dazu wĂ€re mir der Aufwand zu hoch und der Nutzen zu gering. Ich denke, es ist eher eine mentale Herausforderung, als eine physische. Und das dies schnell zur Sucht wird, kann ich mir gut vorstellen. Ich muss heute laufen, da ich sonst von vorne anfangen muss und alles fĂŒr die Katz war. Wie gesagt, ich dem Ganzen nichts abgewinnen. Ich glaube auch, dass es einige nur machen, um anders zu sein. Vielleicht weil sie sich sonst nicht lĂ€uferisch abheben können. Ich verurteile deswegen aber niemanden. Jeder soll so laufen, wie er möchte und es ihm Spaß macht. Ich persönlich freue mich auch mal auf einen Tag Laufpause.

    • Den fĂŒr mich wichtigsten Satz hast Du am Schluss geschrieben, Christian: Jeder soll so laufen, wie es ihm Spaß macht. Das sehe ich ganz genau so. Schließlich verdienen wir alle ja kein Geld mit dem Laufen. Daher sollten wir uns nicht damit unter Druck setzen, sondern Spaß daran haben.

      Im ĂŒbrigen teile ich auch die Ansicht, dass 2 oder 3 Kilometer laufen fĂŒr mich nicht “befriedigend” wĂ€ren. Lieber ein oder zwei mal in der Woche viele Kilometer fressen. Aber wie gesagt: jeder so, wie er will.

      Danke fĂŒr Deinen Besuch und Deinen Kommentar, Christian!

    • Ich finde es prima, dass das Thema aus ganz verschiedenen Perspektiven kommentiert wird, Lutz. Und am besten gefĂ€llt mir, dass ich durch den Beitrag nĂ€chsten Sonntag drei Streaker kennenlernen werde, mit denen ich mich bei einem gemeinsamen Lauf noch weiter auszutauschen kann. 🙂

  • Hallo Eddy,
    von TÀglichlÀufer habe ich schon gelesen, aber dass es so etwas wie Streakrunner gibt, habe ich nicht gewusst.

    Auf der einen Seite bin ich der Meinung, lieber öfters wenig, als selten viel – dass heißt lieber jeden Tag 20-30 Minuten trainieren, als einmal die Woche 2 Stunden. Auf der anderen Seite finde ich die Einstellung ein wenig extrem, einen Streak nicht unterbrechen zu dĂŒrfen, nicht einmal wenn man Fieber oder Schmerzen hat – das kann wie du oben schon schreibst ja sogar gefĂ€hrlich werden.

    Ich könnte mir gut vorstellen, Spaßhalber als Herausforderung und Test meiner mentale und körperliche StĂ€rke einen Monat lang jeden Tag zu laufen, aber nicht auf Kosten meiner Gesundheit – wĂŒrde ich in der Zeit krank werden, wĂŒrde ich abbrechen und den Test zu einem spĂ€teren Zeitpunkt noch einmal durchfĂŒhren!

    Jeder wie er will – aber Streakrunning wĂ€re nichts fĂŒr mich! 😉

    Liebe GrĂŒĂŸe Anna

    • Es freut mich, dass ich Dir mit dem Beitrag das Streakrunning etwas nĂ€her bringen konnte, Anna! NatĂŒrlich hast Du vollkommen recht: jeder sollte nach seinen Vorlieben laufen. Hauptsache, Mensch bewegt sich! 😉

      Eine Sache am Rande: man *muss* einen Streak nicht laufen. Es steht jedem LĂ€ufer frei, einen Streak zu unterbrechen. Aus welchen GrĂŒnden auch immer. Wer es aber trotz Grippe NICHT tut, der handelt absolut unverantwortlich und gefĂ€hrdet sich selbst damit.

      Was nicht geht: man kann nach einer Unterbrechung den Streak nicht spÀter fortsetzen, sondern fÀngt dann wieder bei Null an.

  • Danke fĂŒr diesen interessanten Beitrag, lieber Eddy. Als begeisteter TĂ€glichlĂ€ufer könnte ich dazu einen “Roman” schreiben. Das mache ich vielleicht mal in abgespeckter Form in meinem Blog. Hier nur soviel:

    Ich verfolge nur ein Ziel, nĂ€mlich am nĂ€chsten Tag wieder zu laufen, wenn ich dazu gesundheitlich in der Lage bin. Ich lege daher alles daran gesund zu bleiben und mich nicht gleich durch eine ErkĂ€ltung klein kriegen zu lassen. Eine bestimmte “Zahl” zu erreichen ist nicht mein Ziel. Ich habe keinen Druck und ich bin auch nicht sĂŒchtig. Anders als ein DrogensĂŒchtiger brauche ich Willenskraft um weiterzumachen und nicht um aufzuhören. Kurze LĂ€ufe nach der Arbeit entfalten ihre Wirkung lĂ€nger als der Lauf andauert. Ich fĂŒhle mich nach dem Laufen besser als vorher. Die 2 oder 3 Km Laufstrecke sind nur Mittel zum Zweck. Viel Wirkung fĂŒr wenig Einsatz. Wer auf Leistung aus ist, persönliche Bestzeit oder so, sollte auf`s TĂ€glichlaufen verzichten. Beides passt nicht zusammen. Ich bin aber eh einer der langsamen und der allerjĂŒngste bin ich auch nicht. Diese Art von Leistung kann fĂŒr mich daher keine Motivation darstellen. Das TĂ€glichlaufen begeistert mich hingegen. Es setzt mich daher auch jeden Tag auf`s Neue in Bewegung. Zu hoch möchte ich das Ganze allerdings auch nicht aufhĂ€ngen. Das Leben besteht icht nur aus Laufen. Aber fĂŒr mich ist es allerdings schon ein wichtiger Bestandteil.

    Jetzt habe ich mehr geschrieben als ich eigentlich wollte.

    Alles Gute
    Dietmar

    • Vielen Dank fĂŒr Dein Feedback, Dietmar! Ich hab gerade gesehen, dass Du auch in der Statistik aufgefĂŒhrt wirst, von der AndreasV weiter unten den Link ĂŒbermittelt hat: große Klasse und großes Kompliment!

      Am besten gefĂ€llt mir dieser Satz: “Anders als ein DrogensĂŒchtiger brauche ich Willenskraft um weiterzumachen und nicht um aufzuhören”. Wirklich klasse formuliert! Und sehr einleuchtend!

      Ich wĂŒnsche Dir, dass Du gesund bleibst, um Deinen Streak so lange fortzusetzen, wie Du das willst. Und ich werde Dich weiterhin ĂŒber Facebook interessiert dabei “beobachten”. 😉

      • Mir gefĂ€llt besonders Satz: “Anders als ein DrogensĂŒchtiger brauche ich Willenskraft um weiterzumachen und nicht um aufzuhören”. Das trifft es…

  • Wieder einmal ein sehr schönes Diskussionsthema und es macht mir riesig Spaß, die verschiedenen Antworten, Gedanken, Ideen und Analysen zu lesen.

    Bei mir war es eher aus Versehen. Bevor ich WettkĂ€mpfe als eine schöne FreizeitbeschĂ€ftigung entdeckt habe. Da gab es Monate, in denen ich jeden einzelnen Tag auf der Laufstrecke war. Ohne aber das GefĂŒhl einer Sucht zu haben, ganz ohne Plan, einfach, wie es Spaß machte, mal sehr lang, mal etwas kĂŒrzer, aber nie so kurz, wie es fĂŒr einen Streaker(?) angesetzt wird…

    Seit den WettkĂ€mpfen möchte ich aber meinem Körper etwas mehr Ausgleich gönnen und dazu gehört auch, dass ich nicht total erschöpft auf die Strecke torkele und jeder Schritt eine Qual wird. Ich wĂŒsste nicht, wie ich nach einem richtigen harten Triathlon oder Marathon so richtig laufen sollte. Also so irgendwie ginge das sicher, aber wĂ€re es gut fĂŒr mich? Da laufe ich ja meist die Treppen rĂŒckwĂ€rts hoch und runter…

    Interessant fand ich fĂŒr mich die Entdeckung, dass ich nach einer Zwangspause mit extrem viel Stabilisation, Yoga und Pilates meine Laufleistung verbessert habe. Meinen Laufstil und meine Geschwindigkeit konnte ich durch das Laufen so nicht verbessern. Aber darum geht es den Streak-LĂ€ufern gar nicht so, denke ich.

    Wie auch immer. Momentan wĂ€re es fĂŒr mich nichts. Vielleicht spĂ€ter mal wieder. Wenn ich einfach mal nur wieder laufe. Wichtig ist, dass man sich wohl fĂŒhlt. Da ich einige Streaker kenne, kann ich nur sagen, die fĂŒhlen sich genauso gut, wie ich mich momentan mit all den anderen Alternativen fĂŒhle – und das ist super so.

    • Ich freue mich auch ĂŒber die vielen unterschiedlichen Statements zu diesem Thema. – Und ich danke Dir auch fĂŒr Dein Feedback, Din!

      Kurz gesagt spiegelt es meine Meinung wieder: entweder Streakrunner, oder leistungsorientierter LĂ€ufer. Wobei das aber keine Wertung darstellen soll!

  • … ĂŒbrigens, zur obigen Umfrage:
    Ab wann gilt das denn als Streak? Schon ab dem ersten Tag? Ab zehn Tagen? Dann bin ich bestimmt schon einmal einen Streak gelaufen. Vielleicht auch schon 20 oder 30 Tage. Aber bestimmt nicht des Streaks wegen.

    • Ich wĂŒrde sagen, nach den Regeln zĂ€hlt ein Streak dann, wenn er auch dokumentiert ist. Ich habe nirgendwo gelesen, dass es eine Mindestzahl von Tagen gibt, die gelaufen werden mĂŒssen.

  • Deine obigen Gedanken zum Streakrunning wĂŒrde ich unterschreiben. Viel (unnötiger?) Druck, fehlende Zeit fĂŒr anderes und die Frage nach dem Sinn von so kurzen LĂ€ufen.

    Ich kann Streakrunner durchaus verstehen. Jede Form von TĂ€tigkeit in einem anderen Stil hat seinen eigenen Reiz. Genauso wie Trailrunning oder Ultramarathonlaufen. Beim Streakrunner beherrscht wohl der Gedanke der Motivation.

    Wenn ich aber von den positiven Folgen lese, muss ich ein wenig grinsen. Ausgleich zum Job? Innere Ruhe? Positive Auswirkungen auf den Körper? – Ja, genau das Gleiche, was auch “andere” LĂ€ufer erfahren, völlig egal ob sie nun tĂ€glich die Schuhe schnĂŒren oder nur jeden zweiten Tag.

    • Ich sehe das genau so, Hannes: um die positiven Auswirkungen des Laufens zu erleben, muss ich nicht jeden Tag die Laufschuhe schnĂŒren. Im Gegenteil: ich bin – wie schon beschrieben – davon ĂŒberzeugt, dass TĂ€glichlaufen fĂŒr mich das Gegenteil bewirken wĂŒrde.

  • Habe etwas ĂŒber 30 Tage am StĂŒck mal geschafft, aber irgendwie ging es dann nicht mehr. Habe dann auch mal Regeneration benötigt, vor allem wenn man noch schnelle Zeiten laufen will. Ansonsten finde ich die Idee wirklich gut!

    • Dein Feedback entspricht meiner Meinung, dass der Körper Erholung braucht, nachdem er gefordert wurde. Wenn man TempolĂ€ufe macht, ist eine Pause am nĂ€chsten Tag sicher nicht unsinnig 😉

  • Ich wurde per Mail auf diesen Blog hingewiesen.
    Vorweg meine aktuellen Streakdaten stehen unter Streakrunner.de:
    http://www.streakrunner.de/cgi-bin/streakliste.pl
    .

    Ich bin zum Streak laufen gekommen um etwas Neues auzuprobieren.
    Ich dacht mal schauen wie oft und weit die FĂŒĂŸe mich tragen.
    Das ist schon einige Zeit/ Tage her.
    Hier meine Fakten:

    Durch das tÀgliche Laufen habe ich einen Ausgleich zum Job ( Schicht-Wechsel-Bereitschaftsdienst der Polizei) gefunden.
    Auch die Familie mit 4 Kindern fordert ein.

    Es kommt meiner Meinung nach darauf an ein stetigen Wechsel der LĂ€ufe durchzufĂŒhren. Mal kurz,schnell oder auch lang.
    Viele Wege mache ich laufend ( z.B. Post ( Briefkasten), Geldautomat, Kinder abholen, Elternabend usw.

    Einen Trainingsplan habe ich in 2013 auch verfolgt und bin in FFM PB Marathon gelaufen und ĂŒber 3000 Km im Jahr.

    Also es geht, wenn man will.

    Die andere Seite ist, momentan mach ich mir Gedanken den Streak zu beenden, da ich auch wieder andere Sportarten intensiver betreibenmöchte. Eine Doppelbelastung fĂŒr einen Triathlon o.Ă€. hĂ€lt mein Körper nicht stand.

    Auch ich bin schon erkÀltet, mit erhöhter Temperatur, getapt, usw. gelaufen, dann aber sehr behutsam und nur ein minium von max. 2 kilometer.

    Auch wer krank ist braucht in der Regel frische Luft und Bewegung.

    Als ĂŒberaus positiv empfinde beim tĂ€gliche Laufen den mentalen Ausgleich, auch wenn es regnet, schneit, stĂŒrmt oder die Sonne vom Himmel brennt.

    Als letztes die Zeit hat man immer! Man verschiebt nur die PrioritÀten im Leben

    • Vielen Dank fĂŒr Dein ausfĂŒhrliches Statement, Andreas! Auch der Blick auf Deine Statistik ist wirklich bemerkenswert!

      Ich glaube, Du bist eine Ausnahme, was das Streaklaufen in Kombination mit Bestleistungen bei einem Marathon betrifft. Bislang kannte ich nur die Fraktion der StreaklĂ€ufer auf der einen Seite, und die Gattung der “BestzeitenjĂ€ger” auf der anderen Seite. Die letzteren verfolgen akribisch ausgetĂŒftelte TrainingsplĂ€ne, um die optimale Leistung beim Wettkampf abliefern zu können. Also hier hast Du meinen Horizont auf jeden Fall schon mal erweitert!

      Den “mentalen Ausgleich” habe ich allerdings auch ohne das TĂ€glichlaufen. Auch ich genieße Laufen im Regen, bei Schnee oder (am liebsten!) in der prallen Sonne. 😉

      • Sonntag wirst Du noch mehr von der Sorte kennenlernen, die zeigen, dass Streakrunning und Marathon sich nicht ausschließen (zwar in sehr unterschiedlichen Leistungsklassen, aber immerhin)… und wenn man sich das Streakrunner-Forum anschaut, sind sehr viele Streakrunner auch Marathon- und UltralĂ€ufer… jeder halt nach seiner Fasson.

        • Absolut richtig ist die Aussage “jeder nach seiner Fasson”. Oder, wie Christian es formuliert hat. “Lauft wie ihr wollt”. Alles andere ist ja auch KĂ€se.

          Ich bleibe dabei: Streakrunner, die gleichzeitig PB trainieren und WettkĂ€mpfe laufen, sind eine Minderheit. Mehr dazu gern am Sonntag. Das wird interessant und kurzweilig 🙂

  • Interessante Lauf-Variante. Ich hatte schon davon gelesen. FĂŒr mich wĂ€re das nichts, da ich lĂ€uferisch andere Ziele habe, helfen mir 1,6 km pro Tag gar nicht. Und bei lĂ€ngeren Distanzen brauche ich Regeneration danach. Aber wers mag, why not? Es gibt ungesundere Sachen.
    WĂ€re das nichts fĂŒr Dich, um Dein Jahresziel zu erreichen…?
    LG
    Elke

    • Nee, fĂŒr mich ist TĂ€glichlaufen keine Option, Elke. Um mein Jahresziel zu erreichen habe ich mir vorgenommen, die durchschnittliche LĂ€nge meiner LĂ€ufe zu steigern: ich möchte wieder Marathon laufen; da sind die langen LĂ€ufe angesagt. 😉

    • Die 1,6km sind die Mindest-Distanz… Wenn man sich einmal die Liste von AndreasV anschaut (http://www.streakrunner.de/cgi-bin/streakliste.pl) liegen der Schnitt bei den dokumentierten TĂ€glichlĂ€ufern bei 8,88km/ Tag. Und die Bandbreite ist riesig: von knapp 3km/ Tag bis hoch zu >22km/ Tag… Ich persönlich nutze eine 2km-Runde zur Regeneration, unterhalb der Woche i.d.R. 5+xkm und am WE 10+xkm…

      • Michael es ist ja nun auch nicht so, dass ich von 0 auf 22 direkt mit dem Streak angefangen habe. Das ist so ĂŒber Jahre gewachsen und hat mit ACHTUNG: Nordic-Walking angefangen. Meine jetzige mögliche tĂ€gliche Distanz liegt im Dauerbelastungsbereich bei etwa 40km wobei ich allerdings aus Vorsorge bei den 22+ halt gemacht habe und dafĂŒr lieber jeden Tag noch eine 11+ Wanderung dazu mache. Der Hund muss ja immer zwei mal raus am Tag und dem macht das Wandern mehr Spaß als das Laufen 8)

        • Lutz, dass das nicht von 0 auf 22 ging, ist klar… mir ging es darum, aufzuzeigen, dass es eben nicht nur 1,6km sind… sondern im Schnitt mehr gelaufen wird… fĂŒr 1,6km zieh ich auch nur ungern an, wobei bei den Temperaturen Nackedei… dann wĂ€ren wir wieder bei Deinem Post von vor ein paar Tagen…

  • Ist ein Streak eigentlich auch mit verschiedenen Sportarten möglich? Ich könnte mir das ganze auf Dauer, nur mit Laufen oder mit welcher Sportart auch immer, ziemlich öde vorstellen.
    Gerade die Abwechslung ist doch notwendig um aus dem Alltagstrott zu entfliehen. Naja, jeder so wie er will. 😉

    • Die Regeln fĂŒr das Streakrunning beziehen sich nur auf das Laufen, Frank. Du könntest aber mal ĂŒber ein erweitertes Reglement nachdenken und das im Streakrunner-Forum posten. Bin gespannt, was dabei heraus kĂ€me 😉

      Im ĂŒbrigen hast Du natĂŒrlich recht: “jedem Tierchen sein PlĂ€sierchen”, die eine Redensart treffend sagt. 😀

  • Da ich einen Streak-LĂ€ufer zu meinen Lauffreunden zĂ€hle und daher ein wenig direkteren Zugang zu dieser „Welt“ habe, kann ich nur sagen: Wie in jeder „Welt“ gibt es sicherlich ein paar VerrĂŒckte, aber die meisten sind ganz normal 😉 FĂŒr die Mehrheit der NichtlĂ€ufer ist auch jemand der 3x oder 30 km die Woche lĂ€uft oder an WettkĂ€mpfen teilnimmt („Halbmarathon? Irre! Marathon? Wahnsinn! Ultra? Du bist ja nicht mehr zu retten!“) verrĂŒckt…

    FĂŒr mich persönlich wĂ€re Streak-Running allerdings nichts, ich will zwar immer laufen, aber nicht immer laufen mĂŒssen.

    • Na klar: wir sind alle verrĂŒckt, Andreas. Manche mehr und andere weniger. Aber auf jeden Fall verrĂŒckt. Und das ist ja auch gut so!

      Ich will mit meinem Beitrag die Streakrunner ja auch nicht in Frage stellen. Mich interessieren aber die Motive fĂŒrs TĂ€glichlaufen, und die Auswirkungen, die so etwas auf Körper und Psyche haben kann.

      Dein letzter Satz zĂ€hlt fĂŒr mich im ĂŒbrigen 1 zu 1: Ich will auch laufen, aber nicht laufen mĂŒssen.

  • Bei mir ist es nicht unbedingt der Streak an sich der reizt. Er ergibt sich so ab und an bei mir und dauert dann so lange er halt dauert.
    Wenn ich unbedingt jeden Tag laufen “mĂŒsste” nur um zu laufen, dann ergĂ€be das irgendwann schon wieder Stress. Wenn ich es aber schaffe dann zu laufen wann ich Lust habe und dies noch tĂ€glich ist, dann ist es ein tolle Sache. Im Augenblick laufe ich seit dem 1. Januar tĂ€glich und fĂŒhle mich sauwohl. FĂŒr mich ist das zwar noch kein “erwĂ€hnenswerter Streak”, aber das ist auch nicht meine Motivation.
    Ich denke es ist auch nicht jeder dazu geschaffen tĂ€glich zu laufen. Weniger physisch, eher psychisch. Wichtig ist Spaß beim Laufen zu haben. Und den hat nun mal jeder auf seine Weise. Ich laufe lieber 70km am StĂŒck, als 7 Tage hintereinander 10 Kilometer am Tag! 😉

    • Schön, von Dir zu lesen Gerd! Und wie immer sprichst Du mir aus der Seele. Ich laufe auch lieber einmal “richtig lang”, als 7 mal ein paar Kilometer, nur damit ich einen Streak protokollieren kann.

      Mit dem Stress wĂŒrde es mir auch so ergehen wie Dir: sobald ich mir TĂ€glichlaufen als Ziel setzen wĂŒrde, ergĂ€be das einen Druck, eine negative Auswirkung auf mein Allgemeinbefinden – der Spaß am Laufen wĂ€re bei mir schnell vorbei. Darum mache ich das erst gar nicht. Und wenn es dann doch mal passiert, dann passiert es eben 😉

  • Hm, mein lĂ€ngster Streak waren wohl so um die vier Tage 🙂

    Denke dass es hier um die tĂ€gliche Distanz geht – bei 1,6 km am Tag hĂ€tte das sicherlich keine großen negativen Auswirkungen (vor allem wenn man die auch langsam lĂ€uft).

    Und Streaken hat sicherlich auch etwas mit Laufsucht zu tun – wobei ein bisschen sind wir doch alle laufsĂŒchtig, oder? 🙂

    • Wie schon im Beitrag geschrieben: mir wĂ€re der Aufwand fĂŒr eine so kurze Distanz einfach zu hoch. Klar, 1.6km schafft man jeden Tag. Aber was wĂŒrde das denn bringen, außer einem WĂ€scheberg? Ich schwitze nĂ€mlich auch bei dieser Distanz schon 😉

      Und zu Deiner Frage: ja. Ich jedenfalls bekenne mich auch als laufsĂŒchtig. Wie weiter unten schon geschrieben, finde ich das aber nicht so schlimm, wie z.B. eine Nikotinsucht. Wenn man dem Geist, Körper und Mitmenschen nicht schadet, ist doch alles gut. Also: weiter laufen. Manu! 🙂

  • Hmmm… mir fehlt die Zeit, oder besser, finde es zu schwierig Zeit frei zu machen um taglich zu rennen. Dabei, mann muss selber wissen ob man da gut bei fĂŒlht. Mein lĂ€ngster Streak ist 3 Tage. Die Streaks ohne rennen dauern meist lĂ€nger, jetzt schon 8 Tage, und das ist glaube ich der lĂ€ngste seit Ende 2012. 😉
    Aber wenn ich’s möchte, ich sollte das denke ich nicht lĂ€nger als 1 oder 2 Wochen aushalten. Vielleicht mal ‘ne Woche versuchen im Vorjahr.

    • Ich laufe auch lieber dann, wenn ich gerade Lust UND Zeit dazu habe, statt mir tĂ€glich den Wecker dafĂŒr zu stellen, Dick. Das artet sehr schnell in Stress aus und mir wĂŒrde es den Spaß am Laufen verderben.

      Einfach laufen, wenn es passt. Und wenn dabei mal ein “Mini-Streak” herraus kommt: fein. 😉

  • Meine Laufkarriere ist ja schon eine Weile her, die Knie machen nicht mehr mit, usw. In der aktiven Zeit hatte ich manchmal auch das GefĂŒhl ich mĂŒsste jeden Tag laufen, weil mir sonst etwas fehlen wĂŒrde. Da ich durch die Lauferei abgenommen hatte, setzte noch die Angst ein wieder zu zu nehmen, wenn ich jetzt nicht laufen wĂŒrde.

    Sucht ist glaube ich eine gute BegrĂŒndung fĂŒr die tĂ€gliche Lauferei, die sicherlich nicht gesund ist. Der Körper braucht Pause, die Knochen mĂŒssen sich erholen. Selbst wenn ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahre, dann merke ich manchmal, dass mein Körper keine Lust hat auf diese Form des “Sports”, und ich entscheide mich bewusst fĂŒr eine Fahrt mit der Bahn, oder laufe einfach einen Teil der Strecke.

    Sport soll Spaß machen und keine Sucht sein.

    • …das mit der Angst vor dem Zunehmen, wenn man nicht mehr lĂ€uft, kenne ich auch als Nicht-Streaker, Paddy! 😉 Und selbst, wenn ich nicht tĂ€glich laufe, wĂŒrde ich mich dennoch auch Lauf-SĂŒchtig bezeichnen. Eben weil ich diesen Drang habe und es nicht lassen kann.

      Aber das ist ja nichts schlechtes, oder? So lange man sich wohl fĂŒhlt und seinem Körper keinen Schaden zufĂŒgt – und natĂŒrlich, so lange man Spaß an der Sache hat.

      Ungesund wird’s, wenn man nicht mehr WILL, sondern meint, man MUSS. Dann setzt der mentale Stress ein. Und wirkt sich auch physisch negativ aus. Glaub ich zumindest.

  • Ich kann dazu nix Neues schreiben.

    Meine Antworten wÀren auch nicht unabhÀngig.

    Aber ich lebe noch,
    habe irgendwann damit angefangen als ich mich dafĂŒr bereit empfand,
    bin nicht verletzt,
    wurde bisher nicht ernsthaft krank,
    habe Zeit ohne Ende weil ich mein ganzes Leben planen kann,
    laufe lĂ€nger als ich fĂŒrs An- und Ausziehen brauche,
    diese Bewegung “Laufen” ist fĂŒr mich normaler geworden als sitzen oder fahren
    warum also an ein Ende denken?

    Mein Arzt sagt dass es mir gut geht und ich “ruhig weiter laufen” soll

    Ach ja und lieber Eddy Du weißt, dass meine Frau es genau so sieht

    • Lauf, Forest! Lauf! So lange nichts weh tut, so lange Anja auch so viel unterwegs ist, so lange es Paul gefĂ€llt, so lange Ihr Euch nicht kaputt macht: lauft! Ich finde es prima! 😀

  • Ich oute mich mal gleich zu Beginn. Der TĂ€glichlĂ€ufer mit den Achillessehnenproblemen bin ich 🙂

    BIn ich deswegen verrĂŒckt? Ich denke, man kann nur dann Geschmack von Erdbeeren beurteilen, wenn man selbst mal eine Erdbeere gegessen hat. Will heißen, warum urteilen eigentlich immer andere LĂ€ufer ĂŒber Streak-Runner, die selbst noch nie tĂ€glich gelaufen sind?

    Meine Achillessehnen-Probleme sind ĂŒbrigens gleich in eine NervenwurzelentzĂŒndung im Lendenwirbelbereich ĂŒbergegangen und jetzt laufe ich mit einem verspannten RĂŒcken. Bin ich verrĂŒckt? Mein Sport-OrthopĂ€de hat mir noch nie von meinen TĂ€glichlĂ€ufen abgeraten. Ihm reicht es völlig, wenn ich unterhalb der Schmerzgrenze laufe.

    Mein Rat an alle NichttÀglichlÀufer. Versucht es einfach mal selbst und dann sprechen wir uns wieder.

    Mein Streak ist 2.510 Tage, also 6 Jahre, 10 Monate und 12 Tage. Im Durchschnitt laufe ich 7,37 km pro Tag.

    • Ich wußte nicht, dass DU hinter dem Beitrag im Forum steckst: die Welt ist ein Dorf, Andreas! 🙂

      Was die Sache mit der Erdbeere betrifft, muss ich Dich mal fragen: ab wann ist ein Streak denn ein Streak? Ich bin mal 18 Tage hintereinander gelaufen. Weiß ich jetzt, wie eine Erdbeere schmeckt?

      Ich freue mich, dass wir dieses Thema zum Anlass nehmen, um uns nĂ€chsten Sonntag bei einem gemeinsamem Lauf (endlich!) kennenzulernen und darĂŒber zu quatschen! Da können wir dann gern auf die Frage, ob Du verrĂŒckt bist, zurĂŒckkommen: ich finde schon, dass Du verrĂŒckt bist! – Aber wie ich das meine, erklĂ€re ich Dir am Sonntag. 🙂

  • Da hast du dir aber gleich richtig heftige Beispiele rausgesucht. Ich denke bei den Beispielen spielt eine Laufsucht sicher eine Rolle.
    Ich denke einige Nennen sich Streakrunner nur um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu mĂŒssen, dass sie SuchtlĂ€ufer sind. Damit will ich sagen, dass ich vermute, dass viele Streaker suchtig sind.

    Übrigens ich mache gezielt 1-2km-LĂ€ufe am Vortag eines jeden Wettkampfes. Dann geht man bevor man ohnehin duschen wĂŒrde erst laufen. Kurze Hose, T-Shirt drĂŒber und in die Schuhe schlĂŒpfen und los. Also kein Zusatzaufwand. 1-2 Kilometer kann man auch frieren…

    Sport frei!
    Thomas

    • Ohne Extrembeispiele kommt ja keine Diskussion in Gang, Thomas 😉 Ich habe mir allerdings nichts ausgedacht, sondern alle Beispiel im Streakrunner-Forum gefunden!

      Ich bin bei Dir mit der Vermutung, dass Streakrunning eine Sucht werden kann: je lĂ€nger der Streak, umso schwieriger ist es, einfach wieder aufzuhören. Womit ich aber nicht sagen will, dass das eine “ungesunde Sucht” ist, wie etwa das Rauchen. So lange man sich im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten bewegt und keinen Raubbau am Körper betreibt, ist alles fein 😀

      • Da muss ich leider nochmal einhaken. Es gibt keine gesunde Sucht! Eine Sucht impliziert immer eine mittel-/langfristige BeschĂ€digung des Körpers. Irgendwann ist jeder einmal krank und sollte sich regenerieren, was Beendigung des Streaks bedeutet. Wer hier nicht aufhört ist sĂŒchtig. Ich wĂŒrde hier auch nicht mit anderen Suchtarten wie Rauchen vergleichen, weil eine HerzmuskelentzĂŒndung macht den Unterschied und jeder Raucher (und ich als Exraucher auch) kennt die Geschichten vom 90-jĂ€hrigen kettenrauchende Opa von nebenan….

        Sport frei!
        Thomas

        • Ob jetzt das WEITERMACHEN bei Krankheit Sucht oder Zwang oder Freude an der Sache benannt wird mal außen vor

          Ärzte empfehlen bei Erkrankungen an die frische Luft zu gehen. (Das war DAMALS mal anders) Wer nun im niedrigen Pulsbereich auf der Ebene seine Meile lĂ€uft schadet sich damit sicher nicht. Bedenke, dass ein Streaker einen sehr niedrigen Puls lĂ€uft.

          Also seit ich Streake war ich nicht mehr krank, aber was nicht ist kann ja noch werden

          • Da hast du genau richtig eingehakt Lutz. Ich muss das genauer definieren. Auch ich laufe bei einer ErkĂ€ltung weiter, denn ich habe sehr gute Erfahrung damit gemacht (natĂŒrliche NasenspĂŒlung und verbesserte Durchblutung). NatĂŒrlich keine langen oder schnellen LĂ€ufe! Allerdings bei einem ErkĂ€ltung die mit Fieber einhergeht, stellt auch ein noch so lockerer Lauf eine unnötige zusĂ€tzliche Belastung des Immunsystems dar, was wie gesagt in einer lebensbedrohlichen HerzmuskelentzĂŒndung enden kann.

            Sport frei!
            Thomas

  • Spannende Fragen, Eddy. Ich habe schon oft an einen “Streak” gedacht, nur weil ich mal 5 Tage hintereinander laufen war. Der Gedanke war in etwa so: “Was wĂ€re, wenn ich einfach weitermache?” FĂŒr mich wĂ€re das aber nichts. Streaklaufen ist relativ, ob ich jeden Tag “trainiere” und auch harte Einheiten wie Intervalltrainings absolviere oder eben die besagte Meile trabe, ist fĂŒr meinen Körper ein Unterschied. Es wird keine 2 Wochen dauern, dann meldet sich mein Körper und erklĂ€rt den Streak fĂŒr beendet. Ich habe das Grundprinzip der Kompensation missachtet. Ich denke, dass ein gewisser Suchtfaktor eine Rolle spielt. Streaklaufen ist sicher ein Ausdruck fĂŒr ein gutes Zeitmanagement und die Bewunderung der Sportmuffel hat man sicher.

    • Ich glaube, Du hast da etwas ganz entscheidendes angeschnitten, Henrik: Streakrunning und Wettkampf-Training passen nicht zusammen. Wenn ich so drĂŒber nachdenke, fĂ€llt mir auch niemand ein, der Streaks lĂ€uft UND gleichzeitig ein Trainingsprogramm fĂŒr WettkĂ€mpfe absolviert…

      Ergo wĂŒrde ich mal sagen: Streakrunning ist eher in der Abteilung Spaß und Leidenschaft zu verankern; nicht aber in der Kategorie der ambitionierten Zeit-Renner.

        • Du und AndreasV, ihr seid fĂŒr mich echte Ausnahmen, Toni:

          Ich glaube, dass die Mehrheit der Streaker nicht gleichzeitig an PB bei Marathons oder anderen Events arbeitet und dafĂŒr trainiert.

          • ich kann dir einige von den streakern zeigen die sogar nach Plan von Greif trainieren. Bestes Beispiel LĂ€ufer88 ist seit kurzem in Ruhestand und will die AK65 in Sachsen-Anhalt aufmischen.

            und das prominenteste Beispiel:
            Der lÀngste bekannte Streak wird von Ron Hill aus Accrington, England gelaufen, der vom 21. Dezember 1964 bis heute tÀglich lÀuft. Bis zum 6. MÀrz 1991 trainierte Hill an Wochentagen zweimal tÀglich, seitdem lÀuft er eine Einheit pro Tag. Ron Hill hat dreimal an Olympischen Spielen teilgenommen und hÀlt eine persönliche Bestzeit von 2:09:28 im Marathonlauf. (Quelle: Wikipedia)

            • Die Quelle zu den Daten ĂŒber Ron Hill habe ich im Beitrag auch angegeben. Und bin davon absolut beeindruckt.

              Ich habe in dieser Hinsicht meinen Horizont heute erweitert und weiß jetzt, dass es Überschneidungen gibt.

              Dennoch glaube ich, dass ihr Ausnahmen seid. Lass uns nĂ€chsten Sonntag gern darĂŒber sprechen, wenn wir uns beim Laufen kennenlernen: ich freu mich schon darauf! 😀

      • Hallo Eddy,
        falsche Schlussfolgerung. Unser Mitglied Hoppelchen ist 5 Jahre lang tĂ€glich gelaufen und hat LeistungsmĂ€ĂŸig fĂŒr WettkĂ€mpfe trainiert.
        Auch die Unterstellung, Streakrunner seien alle “SĂŒchtig” trifft es nicht. Wir sind genauso wenig sĂŒchtig wie jeder andere Mensch der ein Hobby mit Leidenschaft betreibt.
        Gruß,
        Michael (Admin von streakrunner.de)

        • Vielen Dank fĂŒr Dein Statement und Willkommen in meinem Blog, Michael.

          NatĂŒrlich will ich nicht alle LĂ€ufer oder Streakrunner in einen Topf werfen. Dazu habe in meinen bisherigen 8 Lauf-Jahren auch schon die unterschiedlichsten Charaktere kennenlernen dĂŒrfen.

          Bislang habe ich dabei die Erkenntnis gewonnen, dass die meisten Streakrunner das TĂ€glichlaufen selbst als Motivation fĂŒrs Laufen zugrunde legen.

          Auf der anderen Seite kenne ich zahlreiche leistungsorientierte LĂ€ufer. Alle laufen nach TrainingsplĂ€nen – keiner davon ist Streakrunner.

          Und selbstverstĂ€ndlich gibt es dazwischen auch eine Schnittmenge. Das will ich nicht bestreiten. Aber ich glaube immer noch, dass dies die “AusnahmelĂ€ufer” sind.

          Und um noch einmal auf das Thema Sucht zu kommen: Doch, ich glaube schon, das Streakrunning sĂŒchtig machen kann. Genau so wie das Laufen selbst. Ich jedenfalls wĂŒrde schon von mir behaupten, dass ich sĂŒchtig nach Laufen bin. Und ich finde das ĂŒberhaupt nicht schlimm.

          So lange man Spaß hat, seinem Körper nicht schadet und seine Verpflichtungen erfĂŒllt, ist Laufen/TĂ€glichlaufen eine “Sucht” im positiven Sinne.

          • Sucht hat fĂŒr mein VerstĂ€ndnis etwas Selbstzerstörerisches. Alkohol, Drogen,… jemand der TĂ€glich lĂ€uft, vor allem wenn er dies schon sehr lange tut wĂŒrde mit selbst zerstörendem Verhalten nicht weit kommen. Das einem ohne Laufen (TĂ€glich Laufen) etwas fehlt…. ok. 😉

    • Hmm,
      im Grunde am 2ten Tag. Die meisten Streaker, die ihre Serie neuanfangen beginnen bei 5-10 Tagen mit dem ZÀhlen, manche auch erst nach einem Monat, um zu sehen ob es hÀlt und nicht gleich wieder Abbruch zu melden.

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Da wo ich laufe, ist auch meine GoPro mit am Start: Ich versuche, die unvergleichlich tolle Stimmung beim Laufen einzufangen. Die Videos gibt es hier und bei Youtube.

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Hier habe ich eine Seite versteckt, die an mein erstes Startup 1Apreis.de erinnert.

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