Das Jahr ist zwar noch nicht vorüber, aber ich kann schon jetzt zwei Rekorde vorweisen! Allerdings nicht mit stolz geschwellter Brust, sondern eher mit knirschenden Zähnen und ein bisschen Frust:

  • Rekord Nr. 1: ich bin meinen bisher langsamsten Marathon gelaufen
  • Rekord Nr. 2: ich habe das höchste Gewicht seit meiner Aufzeichnung
Marathonbilanz

Marathonbilanz

Einen kausalen Zusammenhang zwischen beiden Rekorden erkennt man natürlich auch ohne die Fähigkeiten eines Sherlock Homes…  8-)

Keine Sorge: Ich werde jetzt nicht in Selbstmitleid versinken und Euch um Trost spendende Kommentare bitten.

Gewichtsbilanz

Gewichtsbilanz

Ja sicher: mein Blog ist mein Wohnzimmer und ich kann hier schreiben, was ich will. Aber ich möchte ja, dass es auch Euch bei mir gefällt. ;-)

Und außerdem ist mir meine Zeit zu schade, um sie mit Jammern und Heulen zu verbringen. Und Eure Zeit ist zu wertvoll, um so einen Mist dann lesen zu müssen…  :-D

Motivation statt Frustration!

Nee, ich schreibe aus einem anderen Grund. Aber die beiden Rekorde sind die Vorgeschichte für den heutigen Beitrag. Also folgendes:

Wenn ich meinen Bekannten vom Rekord Nr. 1 berichte, nämlich dass ich im September beim Marathon in Bremen knapp 5 Stunden unterwegs war, bekomme ich Reaktionen in dieser Art:

  • Hui, das ist ja … bestimmt ziemlich anstrengend gewesen, was?
  • Toll… aber Du warst auch mal wesentlich flinker, oder nicht?
  • Läuft man da überhaupt noch, oder geht man da mehr?
  • Da war im Ziel bestimmt nix mehr los, oder doch?
Bremen Marathon 2014

Bremen Marathon 2014

Was ich sagen will: man bekommt überwiegend ein, nennen wir es mal eher verhaltenes Lob für die absolvierte Leistung. Wenig bis keine Schulterklopfer. Und wenn, dann nicht aus reiner Anerkennung, sondern eher aus Mitgefühl.

Gute Bekannte sprechen dann auch ganz offen meinen Rekord Nr. 2 als Ursache für den Rekord Nr. 1 an. Weniger gute sind in dieser Hinsicht zurückhaltender…

Hey? Hallo? Ich bin doch einen Marathon gelaufen?! :roll:

Völlig unabhängig von den geschilderten Reaktionen (wirklich!) habe ich für mich jetzt entschieden: wenn ich fast 5 Stunden laufen kann, dann schaffe ich auch 6 Stunden. Und darum habe ich mich für den nächsten 6-Stunden-Lauf von Christian Pflügler angemeldet. Am 14. März 2015 geh ich das mal an. Man muss schließlich Ziele haben. Tschakka!

Das ist meine persönliche Motivation: wenn ich schon nicht schneller laufen kann, dann wenigstens länger!  :-)

Und was soll ich Euch sagen. Wenn ich erzähle, dass ich demnächst 6 Stunden laufen will, sind die Reaktionen komplett anders:

  • Boah – das ist echt eine Hammer-Leistung!
  • Hut ab – so lange, das würde ich auf keinen Fall schaffen!
  • Respekt – das muss man erst mal machen!
  • …  8-O

Ich find’s lustig. Und was meint Ihr?

Wer hat schon mal Mitleid nach einem Marathon geerntet? Wer ist schon mal 6 Stunden gelaufen? Und wer findet beides völligen Blödsinn und hat eine ganz andere Meinung? – Erst Eure Kommentare machen mein Wohnzimmer so richtig gemütlich! Also bitte: Feuer frei!  :-D

Ich brauche Deine Hilfe, bitte!
Laufziele 2015 - wo lauft Ihr denn?

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