Das Jahr ist zwar noch nicht vorĂŒber, aber ich kann schon jetzt zwei Rekorde vorweisen! Allerdings nicht mit stolz geschwellter Brust, sondern eher mit knirschenden ZĂ€hnen und ein bisschen Frust:
- Rekord Nr. 1: ich bin meinen bisher langsamsten Marathon gelaufen
- Rekord Nr. 2: ich habe das höchste Gewicht seit meiner Aufzeichnung

Einen kausalen Zusammenhang zwischen beiden Rekorden erkennt man natĂŒrlich auch ohne die FĂ€higkeiten eines Sherlock Homes… đ
Keine Sorge: Ich werde jetzt nicht in Selbstmitleid versinken und Euch um Trost spendende Kommentare bitten.

Ja sicher: mein Blog ist mein Wohnzimmer und ich kann hier schreiben, was ich will. Aber ich möchte ja, dass es auch Euch bei mir gefĂ€llt. đ
Und auĂerdem ist mir meine Zeit zu schade, um sie mit Jammern und Heulen zu verbringen. Und Eure Zeit ist zu wertvoll, um so einen Mist dann lesen zu mĂŒssen… đ
Motivation statt Frustration!
Nee, ich schreibe aus einem anderen Grund. Aber die beiden Rekorde sind die Vorgeschichte fĂŒr den heutigen Beitrag. Also folgendes:
Wenn ich meinen Bekannten vom Rekord Nr. 1 berichte, nÀmlich dass ich im September beim Marathon in Bremen knapp 5 Stunden unterwegs war, bekomme ich Reaktionen in dieser Art:
- Hui, das ist ja … bestimmt ziemlich anstrengend gewesen, was?
- Toll… aber Du warst auch mal wesentlich flinker, oder nicht?
- LĂ€uft man da ĂŒberhaupt noch, oder geht man da mehr?
- Da war im Ziel bestimmt nix mehr los, oder doch?

Was ich sagen will: man bekommt ĂŒberwiegend ein, nennen wir es mal eher verhaltenes Lob fĂŒr die absolvierte Leistung. Wenig bis keine Schulterklopfer. Und wenn, dann nicht aus reiner Anerkennung, sondern eher aus MitgefĂŒhl.
Gute Bekannte sprechen dann auch ganz offen meinen Rekord Nr. 2 als Ursache fĂŒr den Rekord Nr. 1 an. Weniger gute sind in dieser Hinsicht zurĂŒckhaltender…
Hey? Hallo? Ich bin doch einen Marathon gelaufen?! đ
Völlig unabhĂ€ngig von den geschilderten Reaktionen (wirklich!) habe ich fĂŒr mich jetzt entschieden: wenn ich fast 5 Stunden laufen kann, dann schaffe ich auch 6 Stunden. Und darum habe ich mich fĂŒr den nĂ€chsten 6-Stunden-Lauf von Christian PflĂŒgler angemeldet. Am 14. MĂ€rz 2015 geh ich das mal an. Man muss schlieĂlich Ziele haben. Tschakka!
Das ist meine persönliche Motivation: wenn ich schon nicht schneller laufen kann, dann wenigstens lĂ€nger! đ
Und was soll ich Euch sagen. Wenn ich erzÀhle, dass ich demnÀchst 6 Stunden laufen will, sind die Reaktionen komplett anders:
- Boah – das ist echt eine Hammer-Leistung!
- Hut ab – so lange, das wĂŒrde ich auf keinen Fall schaffen!
- Respekt – das muss man erst mal machen!
- … đŻ
Ich find’s lustig. Und was meint Ihr?
Wer hat schon mal Mitleid nach einem Marathon geerntet? Wer ist schon mal 6 Stunden gelaufen? Und wer findet beides völligen Blödsinn und hat eine ganz andere Meinung? – Erst Eure Kommentare machen mein Wohnzimmer so richtig gemĂŒtlich! Also bitte: Feuer frei! đ





[…] Marathon-Ergebnis neue Motivation schöpfen und daraus sozusagen eine Tugend machen kann, lernen wir auf âEddys […]
Ich nehme einmal den Satz her: “Ja sicher: mein Blog ist mein Wohnzimmer und ich kann hier schreiben, was ich will. Aber ich möchte ja, dass es auch Euch bei mir gefĂ€llt!” und das gelingt dir immer wieder! Man sieht ja an der Vielzahl der Kommentare wie hier die Post abgeht!! Du bist authentisch und schreibst wie du lĂ€ufst und lebst und deshalb besuche ich dich immer wieder gerne!
Wie du weiĂt musste ich selbst die Marathonschuhe an den Nagel hĂ€ngen, denke aber mich in dem Segment auszukennen. In meiner aktiven Zeit war mir alles unter vier Stunden willkommen, alles darĂŒber (nur zweimal in der Anfangszeit) ein Greuel. Welche Ziele aber jeder einzelne bei einem Wettbewerb hat sind eben eigene Entscheidungen, aber auch Vorgaben des Körpers. Meine Anatomie lieĂ mich nie zur Gazelle werden. Punkt! Dass ich mit der schlechtesten aller Noten im Unterrichtsfach Turnen ein passabler LĂ€ufer wurde betrachte ich als eine Mischung aus Geschenk und eigenem Willen. Und einen Marathon laufen, oder gar sechst Stunden am StĂŒck, das ist jene harte Arbeit, die die wenigsten beherrschen. Dass es auch besser geht wissen wir alle*schmunzel*!
Liebe GrĂŒĂe und schöne Ostern – Reinhard
Sorry fĂŒr die spĂ€te Antwort, lieber Reinhard, aber ich war ĂŒber Ostern auĂerhalb einer Netzabdeckung, die das Surfen im Web in ertrĂ€glicher Geschwindigkeit erlaubt hĂ€tte. Also quasi noch langsamer als ich beim Laufen… đ
Ich freue mich, dass Du mir als Leser immer noch die Treue hĂ€lst und ich finde es klasse, dass Du Deinen Optimismus auch ohne die Laufschuhe behalten hast: damit bist du ein echtes Vorbild, Reinhard! Wie schon bei frĂŒheren Kommentaren erwĂ€hnt, kann ich es hier nur wiederholen: ich hoffe, wir treffen uns auch mal “im richtigen Leben” – und ich bin sicher, wir hĂ€tten eine Menge zu quatschen… đ
Jeder hat mal Tiefs – aber Hauptsache, man hĂ€lt durch. Es kann doch nich immer nur bergauf gehen đ
Vielen Dank fĂŒr Deinen Besuch und natĂŒrlich auch fĂŒr Deinen Kommentar, liebe Evy!
Dass es nicht immer nur bergauf gehen kann, ist sicherlich absolut korrekt. Wichtig ist, dass es immer vorwĂ€rts geht đ
Hi Eddy,
da ich mich gerade fĂŒr Hamburg vorbereite bin ich mal wieder auf dein Blog gestoĂen.
Ich hatte ihn schon mal vor einiger Zeit besucht.
Da ich meine Erfahrungen auch gerne in einem Blog fassen möchte wĂŒrde ich gerne wissen wie Du die Grafiken bzgl. deinem Gewicht und deiner Laufleistung erstellt hast. Ich habe auch die Withings Waage und die Garmin Forerunner.
WĂ€re toll wenn Du mir ein paar Tipps geben kannst.
Ich wĂŒnsche dir eine schöne Weihnachtszeit und ein Gesundes Jahr 2015.
Vielleicht laufen wir uns in Hamburg ja ĂŒber den Weg. Ich werde nach dir ausschau halten đ
GruĂ Dirk
Danke fĂŒr Deinen Besuch und Deinen Kommentar, Dirk. Sag mir auf jeden Fall bescheid, wenn Dein Blog online ist, damit ich auch bei Dir vorbei kommen kann! đ
Die Grafiken sind alle mit Excel erstellt.
WĂŒrde mich freuen, wenn wir uns in Hamburg treffen! đ
[…] Die geringe Ausbeute an sportlichen Highlights basiert auf der Tatsache, dass ich 2014 meine beruflichen Weichen neu gestellt habe. Seit dem FrĂŒhjahr habe ich diese Idee im Kopf, eine Plattform zu schaffen, um Bloggern zu mehr Lesern und Anerkennung zu verhelfen. Monatelang habe ich am Konzept gearbeitet, statt mich sportlich zu betĂ€tigen. Wer im Harz dabei war, weiĂ das ja schon. Der “Erfolg” sind 10 Kilo mehr auf den Rippen. Darum gibt es auch nichts zu sehen von meinem Bremen Marathon (aber ich hatte ja schon darĂŒber geschrieben). […]
[…] habe ich nĂ€mlich nicht verĂ€ndert. Als Beispiel habe ich einen Screenshot vom Beitrag “Lieber lĂ€nger statt schneller laufen” (vom 9. November) eingefĂŒgt. Ein Klick darauf öffnet den Beitrag in einem neuen Tab, so […]
Hallo Eddy,
nun gut – einen Marathon zu finishen ist immer eine gute Leistung. Punkt! Aber ich glaube eher, Du lĂ€ufst immer mehr vor Dir selbst davon – vor Deiner eigenen Courage! Da wird auch die “Flucht” ins “Ultra-Lager” nix bringen. Klar – Du darfst dann ganz offiziell 6h im Schlappschritt absolvieren. Bravo! Aber ist das wirklich ein Ziel? Bring Dich doch lieber mal richtig in Form und versuche mal Dein Gewicht langfristig in den Griff zu bekommen. Alles andere ist doch nur “fauler Zauber”!
Gruà aus Köln!
Mario
Ich mag es, wenn Menschen Tacheles reden, Mario! Und ja: Du hast recht – ich muss mich unbedingt wieder in eine bessere Form bringen. Das steht ganz oben auf meiner ToDo-Liste fĂŒr 2015. Danke fĂŒr den Arschtritt – ich weiĂ das sehr zu schĂ€tzen!
[…] Jahr bin ich frĂŒh dran mit dem ZurĂŒckblicken (siehe letzter Beitrag) und mit der Planung des nĂ€chsten Lauf-Jahrs. Habt Ihr Euch auch schon Gedanken ĂŒber Eure […]
Bei mir zĂ€hlt meine persönliche Leistung. Aber da kann ich mit 3:45 h laufen gar nicht mitreden, wenn es um 6 Stunden geht. Das sind dann schon ein paar zu grosse Schuhe fĂŒr mich….
Langsam kann ich sehr, sehr gut!
Deinen letzten Satz mag ich sehr, Chris! Ich hoffe, den darf ich bei passender Gelegenheit mal kopieren?! đ
Marathon ist Marathon. Wer das als FreizeitlĂ€ufer auf sich nimmt, hat Respekt verdient. Egal mit welcher Zeit er in’s Ziel kommt.
Ich persönlich habe sogar mehr Respekt vor denen, die kurz vor dem Besenwagen reintrudeln, als vor den Sub3ern. Aber nicht weiter verraten – wir sind ja unter uns. đ
Wahre Worte, Martin: und weil ich es gerade in Deinem Blog gelesen habe: Herzlichen GlĂŒckwunsch zum erfolgreichen ersten Marathon, Herr F-I-N-I-S-H-E-R! Bravo, bravo!
Gefinisht ist gefinisht! GlĂŒckwunsch! Zeit egal, du warst dabei. Man muss auch mal genieĂen können đ
Und 6h-LĂ€ufe … hab ich auch schon gemacht. Mal ganz langsam mit wenig Kilometern mal schneller mit dann eben vielen Kilometern. Egal, man ist dabei, dass zĂ€hlt. SpaĂ haben, dass ist das Wichtigste!
Und Gewicht wird total ĂŒberbewertet đ
Noch was: sie Langsamen nennen sich Radiergummi, find ich ne schöne Bezeichnung! Und fĂŒr einen 6h Lauf brauchst du auch nicht anders zu trainieren, wie zu einem Marathon. Schade, dass ich am 14. MĂ€rz unterwegs bin, sonst hĂ€tte ich dich begleitet. Wer den Rennsteig rockt, schafft so “lĂ€ppische” 6h auch!
Radiergummi find ich richtig gut, Kerstin: Danke fĂŒr die Anregung! đ
Ăh, zum Rennsteig: das war vor zwei Jahren und vor 10 Kilo… đź
Hallo Eddy!
Respekt fĂŒr deinen Mut. An Motivation zu trainieren wird es dir also im Winter wohl nicht fehlen. Hast du schon ĂŒberlegt, wie du trainieren möchtest?
Ich kenne Ultra-Training nur aus BĂŒchern. đ
WĂŒnsch auf jeden Fall viel Erfolg. Bleib gesund!
Jan
PS: Sorry wenn das direkt ist, aber auch an Rekord 2 solltest du vermutlich arbeiten bis du an der Startlinie stehst. Pass auf dich auf!
Einen genauen Plan habe ich nicht, Jan. Ich möchte versuchen, meine Laufeinheiten einfach immer lĂ€nger zu machen. – Und hoffentlich wird dabei auch der “Rekord 2” positiv verĂ€ndert.
Danke fĂŒr Deine direkten Worte: meine Lieblingssprache ist TACHELES. đ
[…] Marathon-Ergebnis neue Motivation schöpfen und daraus sozusagen eine Tugend machen kann, lernen wir auf âEddys […]
Also ick kenne die Kommentare nicht, da ich versuche in ambitionierten LĂ€uferkreisen meineMarathonteilnahme zu verschweigen. Zudem bin ich natĂŒrlich in den USA wo die Stimmung doch anders ist und oftmals jedeR respektiert wird. Ob gegangen, gelaufwandert oder schnell gerannt, generell ist jede Leistung anerkennungswĂŒrdig. Das mit dem sechs Stundenlauf finde ich aber eine interessante Idee.
Zum Gewicht: das einzige was mir hilft ist konsequentes ErnĂ€hrungstagebuch fĂŒhren. Einfacher gesagt als getan…
Ich habe auch den Eindruck, dass die Amerikaner sich mehr “fĂŒr andere freuen” können, statt sie zu bewerten und im schlimmsten Fall “klein zu machen”. Das hat mir nach dem Marathon in New York unglaublich imponiert. Ich denke auch zwei Jahre danach noch immer gern zurĂŒck und grinse, wenn ich daran denke, dass mir wildfremde Leute gratuliert haben, als ich Montags mit der Medaille durch die Stadt spaziert bin đ
Der einzige, der mich fĂŒr âzu langsamâ gelaufene Marathons bemitleidet hat, war ich bisher selbst. In meinem Umfeld herrscht eher UnverstĂ€ndnis darĂŒber, warum es auch noch eine spezielle Zeit sein soll, wenn ich nun schon wieder einen Marathon laufe. Mittlerweile habe ich aber einen Umgang mit meinem âVersagenâ gefunden. Nachzulesen ist das fĂŒr das jĂŒngste Beispiel hier: daspulsmesser.blogspot.de/2014/09/die-harte-in-herten.html
An einem 6h-Lauf habe ich noch nicht teilgenommen. Meine Erfahrung mit StundenlĂ€ufen beschrĂ€nkt sich auf 24h-LĂ€ufe. FĂŒr Distanzen jenseits der 60-km-Marke brauchte ich aber (leider) mehr als 6 Stunden.
Viele GrĂŒĂe!
Gut, dass Du “Versagen” in AnfĂŒhrungszeichen gesetzt hast, sonst hĂ€tte ich dazu jetzt eine Diskussion losgetreten. đ Vor allem, wenn ich dabei Dein unfassbares Tempo berĂŒcksichtige: Hammer! Und: Respekt!
Hi Eddy,
ich kenne das zur GenĂŒge: Seitdem ich Marathon laufe habe ich auch jedes Jahr mindestens einen dabei der ĂŒber 5 Stunden gegangen ist. Dumme Kommentare kommen aber in der Regel von den NichtlĂ€ufern die nicht einschĂ€tzen können was es ĂŒberhaupt heiĂt einen Marathon zu finishen.
Ich Ă€rgere mich zwar noch manchmals ĂŒber ne 5 vor dem Rest aber letztendlich zĂ€hlt doch nur die Leidenschaft … đ
LG: Didi
Mensch Ă€rgere Dich nicht, Didi! Versuche doch einfach beim nĂ€chsten mal, die 6 vorn zu haben! Glaub mir: auch dazu brauchst Du einen eisernen Willen! Beim ĂŒbernĂ€chsten mal wirst Du davon zehren, da bin ich absolut sicher đ
Watt is: kommste im MĂ€rz mit nach MĂŒnster? đ
Moin Moin.
Also wenn ich mir so die (negativen) Kommentare zu den “langsamen Zeiten” so ansehe…habe ich noch einen Grund mehr, mich niemals fĂŒr einen Marathon anzumelden…der erste Grund heiĂt: “Oh Gott, 42,2km!”, der zweite Grund ist mein Bruder, der schon einen Marathon in 2h59m gefinished hat und der dritte Grund: “Oh gitt, 42,2km!” đ
…und jeden besch…km auch noch soÂŽn “Ătsch, erst km xy-Schild” đ
Hut ab vor jedem, der es mit nem Marathon aufnimmt! Und Eddy: Mich interessiert brennend wie Du es im November 2012 gemacht hast…Du warst so nah dran…an der ultimativen Formel “Abnehmen mit wenig Sport” đ
Lass Dich nicht von anderen Menschen oder Meinungen davon abhalten, so lang und so weit zu laufen, wie DU das willst, liebe Melli. Dein Bruder und die anderen schnellen LĂ€ufer sollten uns alle Respekt zollen – siehe dazu meinen Beitrag “Wahre Helden laufen langsam”.
Und: Die Formel zum Abnehmen in 2012 heiĂt “Disziplin”. đ
So ein 6 Stunden-Lauf wĂŒrde mich auch mal reizen. MĂŒnster ist nur ein bisschen zu weit. Aber, wer weiĂ, was sich hier mal mehr in der NĂ€he ergibt. đ Bisher bin ich noch keinen Marathon gelaufen, wĂŒrde aber sicher auch 5 Stunden und lĂ€nger benötigen. Manche sind dann der Ansicht, dass man es gleich lassen soll. Egal. Wichtig ist, ob man selbst mit sich zufrieden ist.
Die Leute, die meinen, dass man keinen Marathon laufen soll, wenn man den nicht in max. 4 Stunden schafft, scheint es wirklich ĂŒberall zu geben (siehe Kommentar von Stephan Lehmann). Lass Dich davon nicht beeinflussen, Christiane. Was zĂ€hlt, ist nur die Leidenschaft. Und Dein Wille, den Marathon zu schaffen. Und warum soll man dazu nicht auch 6 Stunden brauchen? Wozu gibt es denn die Regeln, die das erlauben? DarĂŒber sollten manche Menschen mal nachdenken. Und uns Schnecken mehr Respekt zollen đ
Ach Eddy,
warum sind Deine Themen (meist) auch meine Themen? Auch ich bin in diesem Jahr meinen langsamten Marathon gelaufen. Ich war damit aber absolut zufrieden, da an dem Tag eine irre Hitze auf Mallorca vorherrschte und ich nichts riskieren wollte. Drei Wochen vorher in Berlin war ich eine halbe Stunde schneller und kreuzunglĂŒcklich: das Rennen war bei wietem nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt/ erhofft hatte. Viele Leute (u.a. auch Du) haben mich aber wieder aufgerichtet, denn 42 Kilometer sind immer noch 42 Kilometer und wieviele Menschen schaffen diese Distanz niemals zu FuĂ???
Ich bin vor einigen Jahren mal fĂŒr eine gewisse Zeit in einer recht ambitionierten Trainingsgruppe gelaufen. Dort herrschte hinter vorgehaltener Hand die Meinung vor, dass ein Marathon >4 Stunden kein Marathon mehr sei. Diese Meinung konnte ich nie teilen, geschweige denn verstehen. Ich bin dieses Jahr in New York fast auf die Sekunde genau 1 Stunde langsamer gewesen als bei meiner Bestzeit. Hier kommen bei mir einige Faktoren zum Tragen: Gewicht, Alter und verschobene Lebensschwerpunkte. Laufen ist fĂŒr mich GenuĂ und wer lĂ€nger genieĂen kann hat logischerweise mehr davon…
Dein 6 Stunden-Vorhaben finde ich absolut respektabel und ich hatte vor einiger Zeit auch mal daran gedacht, an so einem “Wettbewerb” teilzunehmen. Bisher hat sich das leider nie so wirklich ergeben, aber vielleicht kommt das ja noch.
Auf jeden Fall finde ich die unterschiedlichen Betrachtungsweisen eines 5-Stunden-Marathons und eines 6-Stunden-Laufes wie Du sie geschildert hast, höchst amĂŒsant
Danke fĂŒr diese Betrachtung, Stephan! Deine Faktoren sind auch meine Faktoren: Gewicht, Alter und verschobene Lebensschwerpunkte. Und Deine Meinung ist auch meine Meinung: Laufen ist Genuss – und wer lĂ€nger genieĂen kann hat auch mehr davon. Das ist doch klasse!
Und, am Rande: Trainingsgruppen mit so merkwĂŒrdigen Ansichten gibt es anscheinend in jeder Stadt… đ
Hallo Eddy, beim Golfen gibt es die (Benimm-)Regel, dass du ander Leute SchlĂ€ge nicht loben oder kritisieren sollst, weil du nicht weiĂt, ob es fĂŒr sie ein guter oder nicht so guter Treffer war. Das finde ich eine gute Einrichtung. Was wissen denn schon andere, was das fĂŒr eine persönliche Leistung war.
Zum 6-Stunden-Lauf: Tut es nach sechs Stunden einen Knall und alle bleiben stehen, wo sie sind? Und dann wird ausgemessen? Oder wie funktioniert das? Bin schon gespannt.
Viele GrĂŒĂe,
Alexandra
Golf finde ich jetzt nicht sooo spitze – aber diese Regel ist sehr klasse, und ich noch nie davon gehört: Danke fĂŒr diese Erkenntnis, Alexandra!
Zu Deiner Frage: genau so isses. Es knallt, alle bleiben stehen, markieren ihre Position; und dann wird gemessen. đ
Servus Eddy,
bei meinem letzten Marathon in MĂŒnchen, den ich in 3:13h gefinisht habe, gab es auch eher Mitleidsbekundungen wie Lob ĂŒber die erbrachte Leistung. Klar hatte ich mein Ziel vom Sub 3:00 h Marathon verfehlt, aber mich trotzdem ins Ziel gekĂ€mpft und bin neue Bestzeit gelaufen. Ich empfand das auch als ungerechtfertigt, zumal ein Marathon einfach auch eine unmenschliche Herausforderung ist.
Wenn ich ĂŒberlege, dass du vielleicht mit gleicher IntensitĂ€t gelaufen bist wie ich, dann muss ich meinen Hut vor dir ziehen, ich hĂ€tte es keine 4:00 h ausgehalten!!!
Ich traue mir auch keinen 6.00h-Lauf in Ă€hnlicher IntensitĂ€t zu…
Sport frei!
Thomas
Mitleidsbekundungen bei einer Zeit von 3:13h?! Unfuckingfassbar – wĂŒrde jetzt jemand anders an dieser Stelle sagen! Aber auch ich finde solche Menschen nicht nur peinlich, sondern auch dĂ€mlich.
Ich darf eben mal einen bekannten Lauf-Blogger zitieren đ :
“Es ist nicht die Zeit, die zĂ€hlt â es ist Deine Leidenschaft!”
Ich habe just meinen ersten Marathon geschafft. Die Distanz bleibt das Ziel. AuĂerdem: Wenn Du mal M70 startest und immer noch unter 5 Std. bleibst – sehen die 5 Std. wieder ganz anders aus…
6 Stunden-Lauf: Cool! Viel Erfolg! Das packst Du! đ
Das erste Zitat finde ich super! Kenne ich irgendwo her. Lass mal ĂŒberlegen… đ Und wenn Du im zweiten Satz danach statt “Distanz” “Weg” geschrieben hĂ€ttest, hĂ€tte ich angenommen, dass Konfuzius meinen Blog entdeckt hat! đ Ich werde berichten, ob ich es tatsĂ€chlich gepackt habe…
Ich bin zwar schlank, aber seit meinem “Comeback” nach 6 Jahren laufe ich den Marathon auch “nur” mehr ĂŒber 5 Stunden. Ich bemĂŒhe mich zwar, aber Hitze, Steigungen und gerade ĂŒberstandene Infekte bremsten bisher meine ohnehin bescheidenen Leistungen halt doch ein.
Bekam auch schon einiges zu hören:
-Das ist doch peinlich!
-Das ist ja Gehtempo.
-Warum lĂ€ufst du nicht ordentliche Zeiten auf kĂŒrzeren Distanzen?
-Wenn ich kein Talent hĂ€tte, wĂŒrde ich keinen Marathon laufen.
-Ăber 5 Stunden? Da gratulier ich nicht.
-Ăber 5 Stunden? Das ist eine gewaltige orthopĂ€dische Belastung.
-Mein Gott, du bist ja fast eine Stunde langsamer als frĂŒher! Mich wĂŒrde das frustrieren.
Na, ja. ich wĂŒnsche mir schon, etwas schneller zu werden, aber solang ich innerhalb des Zeitlimits das Ziel erreichen kann, laufe ich weiter die Marathondistanz! (Ohren zu und durch)
LĂ€nger laufen? Ja, kann ich mir durchaus vorstellen.
Liebe GrĂŒĂe
Gabi, die Langsame
Danke vielmals fĂŒr diese Liste, liebe Gabi: mir kommen solche SprĂŒche sehr bekannt vor. Und wie ich sehe, stehe ich mit meiner Wahrnehmung keineswegs alleine da. Meist sind es andere LĂ€ufer, die so einen Mist verbreiten, richtig? Meine Meinung: es sind arme Menschen, die andere Menschen nach Zielzeiten beurteilen. đ
Yep, es sind andere LĂ€ufer. Und wĂŒrde ich gestehen, dass ich beim Trinken auch noch Gehpausen mache, brĂ€uchten sie wahrscheinlich Riechsalz……
Da gebe ich dir mal recht. Also bei allem.
Einen 6h Lauf bin ich dieses Jahr zum ersten Mal gelaufen. Und zwar wie einen Marathon, nur etwas langsamer. Und dann eben am Ende geschaut was noch geht. Es gingen 64km đ FĂŒr mich mehr als genug. Und wĂ€re MĂŒnster nicht so weit weg wĂ€re ich im MĂ€rz dabei,
Ich hĂ€tte mich sehr gefreut, Dich in MĂŒnster zu treffen, Markus! Naja, vielleicht klappt es bei einem anderen Event an einem anderen Ort. – 64km werde ich sicherlich nicht schaffen. Aber hoffentlich 6 Stunden! đ
Ein Marathon ist ein Marathon und nur weil man etwas langsamer unterwegs war, wird einem kein Kilometer geschenkt. Soviel zu den Schlaumicheln đ
6 Stunden werden ich wohl im kommenden Jahr auch laufen, wenn ich die 51 km bei der Harzquerung unter die Laufschuhe nehmen will.
In diesem Jahr war ich ja schon fast 9 Stunden unterwegs und kann daher sagen: Langsam und weit, das lohnt sich!
Liebe GrĂŒĂe
Volker
Ich habe auch schon mal eine “9-Stunden-Erfahrung” gemacht, nĂ€mlich beim Rennsteiglauf. Aber das war vor zwei Jahren und 10 Kilo… Insofern muss ich mich jetzt erst mal wieder von unten nach oben arbeiten, was die Zeit betrifft – und von oben nach unten, was das Gewicht angeht đ
Die Harzquerung nehme ich auch garantiert noch mal auf meinen Zettel. Aber erst lese ich mal bei Dir, wie es gelaufen ist – bzw. wie Du gelaufen bist, Volker. đ
Hallo Eddy,
mh, also bei Rekord 1 wĂŒrde ich, in Anbetracht Deiner frĂŒheren Zeiten, selber wohin beiĂen wollen. Deine Laufkumpels sollen mal solche Kommentare stecken lassen, die hatten wohl noch nie ein Tief? Tja, zur Relation zwischen Rekord 1 und 2 brauche ich ja nichts sagen, hast Du selber schon erkannt. Aber da finde ich es gerade prima, dass Du Dir neue Motivation mit dem 6er-Lauf gibst! Genau, nicht nachlassen!!! Und witzig erkannt, dass dann plötzlich ganz andere Reaktionen kommen… vielleicht erzĂ€hlst Du nach einem weiteren Marathon ganz einfach, Du seiest X Stunden am StĂŒck gelaufen … dann sind Dir positive Kommentare ja sicher … lach …
Liebe GrĂŒĂe
Elke
Danke fĂŒr die gute Idee, Elke: ich erzĂ€hle einfach kĂŒnftig gar nicht mehr, dass ich Marathon gelaufen bin, sondern von den vielen Stunden an einem StĂŒck. Das können sich manche Leute eh besser vorstellen, als 42,195 Kilometer… đ
Hut ab, Eddy, 6-Stunden-Lauf als Ziel fĂŒr 2015! Da kannst Du ja 1,3 Marathon laufen, oder?
Ich lass mich mal von mir selbst ĂŒberraschen, Dirk: In erster Linie will ich die 6 Stunden “voll machen”, und erst danach auf den Tacho schauen.
Das Ergebnis wird sicher auch entscheidend von dem dann aktuellen Gewicht beeinflusst: Ich will gern Deinen (auf Facebook geposteten) Rat beherzigen und bis dahin meine Kurve nach unten korrigieren. đ
Ein Marathon ist immer eine tolle Leistung! Und 5 Stunden auf den Beinen zu sein ist fĂŒr die meisten Top-MarathonlĂ€ufer selber unvorstellbar. Also: Alles Gute fĂŒr die 6 Stunden!
Ich bin auf jeden Fall ganz Deiner Meinung, Andreas: Danke Dir fĂŒr Deinen Kommentar! Ăber die Erfahrung beim 6-Studnen-Lauf werde ich natĂŒrlich berichten. NĂ€chstes Jahr… đ
Lieber Eddy,
jeder der einen Marathon lĂ€uft, egal in welcher Zeit !! verdient gröĂte Respekt!! Ich bin bis jetzt noch keinen Marathon gelaufen und ich finde, dass alle die solche Kommentare fallen lassen, auf jeden Fall zuerst selbst mal die 42,195 km laufen sollten!
Liebe GrĂŒĂe Anna
Die Kommentare kommen fast immer von LĂ€ufern, die andere LĂ€ufer in Leistungs-Schubladen stecken – und sie danach beurteilen. Diese Menschen brauchen das subjektive GefĂŒhl, “besser” zu sein, um sich gut zu fĂŒhlen. Seltsam, aber war đ
Also, ich bin ja damals ich New York knapp unter 6 Stunden gelaufen. Hab natĂŒrlich auch viele Bilder und Videos gemacht, unterwegs angehalten usw. aber ich wĂ€re auch ohne das alles vermutlich nicht wahnsinnig viel schneller gewesen. Wie stolz ich damals war und auch immer noch bin weisst Du ja. Ich finde zurecht! Alle, die schnell laufen bekommen ja gar nix mit :-)) und hey, den 6 Stunden Lauf wĂŒrde ich also auch schaffen! Da wĂŒrden sich die Schnell-LĂ€ufer mal ordentlich umsehen. Und ja, auch mit 6 Stunden Marathon ist man den immer noch gelaufen und nicht spaziert. Ich kenne so viele, die wĂŒrden noch nicht mal 500Meter schaffen….also, irgendwie schon lustig, was Du da schreibst ;-))
LG
Der 6-Stunden-Lauf wĂ€re fĂŒr Dich sicher ein Horror, Jules. Denn dabei gibt es kein Sightseeing, nix zu fotografieren – und man lĂ€uft immer nur im Kreis (1 Kilometer oder so was). Dann lauf lieber noch mal 6 Stunden durch New York, oder? Ich wĂ€re sofort wieder dabei đ
Also erst einmal: Eddyyyyy. 1km Runden. Das ist ja schon bei 10km echt eine Herausforderung. Bin mal einen HM mit 9 Runden gelaufen und dachte, ich muss ausflippen! Ich bin gespannt, was du berichten wirst! Was fĂŒr eine Herausforderung. Wie lang seid ihr beim Blogger Camp noch gleich unterwegs gewesen? War doch auch so fast in dem Dreh… Na wie auch immer. Respekt habe ich vor sechs Stunden und auch vor jedem einzelnen Marathon Finisher, egal wie schnell er war oder wie lang er gebraucht hat. Ich schrieb ja neulich auch: ein Marathon ist und bleibt ein Marathon ein Marathon…
Egal, ob 3 oder 6 Std, jeder, der einen Marathon lÀuft, hat Respekt verdient. Jeder der heil durchs Ziel kommt, ist ein finisher
Das sehe ich ganz genau so wie Du, Claudia. Aber leider ticken einige Zeitgenossen da ein wenig anders. Insbesondere “Kollegen” der laufenden Zunft sind es, die gerne andere LĂ€ufer gern nach Leistungsklassen beurteilen… :-/
Hallo Eddie,
auch ich bin mit knapp unter 5 Std. in NY meinen langsamsten Marathon gelaufen. Gewichtstechnisch bin ich mit knapp 90 Kilo zwar 7 Kilo leichter als zu Beginn meiner Aufzeichnungen aber 3 Kilo ĂŒber meinem Minimalzielgewicht. Ich nehme Deinen Ball auf und melde mich auch an. Das sichert (m)eine Motivation fĂŒr den Winter. Ich bin kein ZeitjĂ€ger aber einen Marathon unter 4 Stunden möchte ich nochmal laufen. Da gehören lange LĂ€ufe ja zur Vorbereitung. Vielleicht fĂ€llt die Marke ja auf Helgoland đ
Hey cool: wir sehen uns also im MĂ€rz in MĂŒnster, Matthias? Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Dir, Tiger!! – Bis dahin viel SpaĂ bei der Vorbereitung: Wir bekommen dabei sicher beide noch ein paar Kilo runter… đ
Hey eddy. Ich bin mal einen 12er gelaufen. Ich bin ohne Ambitionen rein.(ja das kann ich ab und zu) und wollte gucken ob es geht und was geht. Immerhin sind das meist sehr kurze Runden 1-3km und die Strecke ist nicht wirklich spannend…
Persönlich hat es mir viel SpaĂ bereitet, weil man einfach irgendwann in einen TranceZustand gleitet und sich an markanten Punkten erschreckt, dass man ja schon wieder eine Runde rum ist. Bei mir war dieser “Punkt” eine festgetrettene Böllerverpackung auf der Strecke.
Du kannst ohne Ambitionen laufen, Toni?! Da hab ich doch tatsĂ€chlich eine neue Facette von Dir kennengelernt! đ Ich hoffe, ich werde ein Ă€hnliches Erlebnis haben, wenn ich stundenlang eine kleine Runde laufe: mal sehen, was bei mir die Böllerverpackung sein wird… đ
Ein mal dieses Jahr. War ein tolles erlebnis, durch den Rundkurs ganz anders, und tatsĂ€chlich fĂŒr die meisten Leute völlig surreal. Viel Erfolg, tolle begegnungen und spass dabei!
Du sprichst bestimmt von einem 6-Stunden-Lauf, nicht wahr? Hast Du in einem Blog darĂŒber geschrieben, Ruben? Ich wĂŒrde gern mehr darĂŒber lesen.
Aber natĂŒrlich
ĂŒber den Lauf hier:
http://www.getfitter.de/laufbericht-6-stundenlauf-2014-schwaebisch-gmuend/
und mit diesem guten Zweck:
http://www.getfitter.de/fuer-die-demenzstiftung/
Danke fĂŒr den Bericht, Ruben: ich starte jetzt mal mit LiegestĂŒtze, RĂŒckenĂŒbungen und Sit-ups… đ
Hat mir wirklich wahnsinnig geholfen weil man doch eben nur auf Asphalt unterwegs ist und das Gewicht doch eben immer auf die gleichen Körperregionen drĂŒckt…
…das glaube ich Dir gern – und ich meinte das auch absolut ernst – trotz des Zwinker-Smileys đ (da isser wieder)
Hey Eddy!
Ich bin bisher weder 5 Stunden gelaufen noch ĂŒberhaupt mal einen Marathon. Aber ich finde jeder der einen Marathon lĂ€uft hat Lob verdient, ganz egal ob der LĂ€ufer dafĂŒr 2:10Std. oder 5:10Std. braucht. 42km sind ja fĂŒr beide zu absolvieren.
6 Stunden unterwegs zu sein finde ich total verrĂŒckt. Ich bin aber sicher, dass Du das locker schaffen wirst und ich freue mich schon auf Deinen Blogbereicht darĂŒber.
Viele GrĂŒĂe, Claudi
Danke fĂŒr Dein Feedback, Claudi! Ich bin ja auch Deiner Ansicht: jeder LĂ€ufer hat Lob verdient – aber das sehen leider noch nicht alle Menschen (vor allem andere LĂ€ufer) so đ Ich werde berichten, wie der 6-Stunden-Lauf war!