Streak-Running: was soll das?

Gemäß der United States Running Streak Association läuft ein Streak-Runner ohne fremde Unterstützung oder Hilfsmittel jeden Tag mindestens eine Meile (1,6km) und dokumentiert diese Serie.

Kontrolliert wird das nicht: ein Streaker soll ehrlich sein, wenn er seinen Erfolg an die Association übermittelt, wo das Ergebnis dann archiviert wird. Den Rekord im Streak-Running hält übrigens der 75jährige Ron Hill: er läuft seit Dezember 1964 jeden Tag.

Was aber sind das für Menschen, diese Täglichläufer? Warum laufen sie jeden Tag? Sind sie süchtig danach? Und ist dieses Täglichlaufen eigentlich nicht eher schädlich, als nützlich?

Verrückte Täglichläufer:

In einem Forum für Streakrunner habe ich einige Beiträge gelesen, bei denen ich mich doch sehr wunderte – um es mal zurückhaltend zu formulieren.

  • Einer ist ein Jahr täglich gelaufen, obwohl er dabei 10 Monate lang Schmerzen in der Achillessehne hatte
  • Ein anderer ist täglich 10 Minuten in der Wohnung umher gelaufen, während er krank geschrieben war
  • Eine ist (wegen Verspätung des Flugs) im Wartebereich des Flughafens hin und her gelaufen, um den Streak nicht zu unterbrechen

Das sind sicher Ausnahmen. Hoffentlich. So wie diejenigen, die auch mit einer Grippe laufen, weil Sie meinen, sie könnten den Infekt weglaufen. Hauptsache, der Streak reißt nicht ab. Diesen Menschen droht eine Herzmuskelentzündung! Und die kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Streak? Ende!

Welche Motivation hat ein Streak Runner?

Streak-Runner

Im Streakrunner-Forum sind dies die beiden am meisten genannten Gründe für das Täglichlaufen:

  • Überwinden des Schweinehunds
  • Täglich Zeit für sich selbst haben

Meine Gedanken und Fragen dazu:

Die Hürde für den Schweinehund wird wohl umso höher, je länger ein Streak dauert. Schließlich kann man laut Regelwerk weder im Voraus laufen, noch einen Lauf nachholen. Ein Streak fängt wieder bei Null an, sobald ein einziger Tag fehlt. Setzt sich ein Täglichläufer vor diesem Hintergrund nicht unnötig selbst unter Druck?

Auch ich lasse beim Laufen die Gedanken fliegen, habe Zeit für mich selbst. Aber es gibt Tage, da lese ich in dieser Zeit lieber ein Buch, schreibe einen Blog-Beitrag, drehe ein Video. Will sagen: fehlt die Zeit für das Täglichlaufen nicht an anderen Stellen?

Nicht wenige der Streaker laufen täglich 2 oder 3 Kilometer. Da ist man doch mit Umziehen und Duschen länger beschäftigt, als mit dem Laufen. Warum läuft man nicht stattdessen am Wochenende 2 x 10km am Stück?

Noch mehr Fragen – an aktive und ehemalige Täglichläufer:

Fragen über FragenNimmt man sich einen Streak eigentlich vor? Oder fängt man einfach mal an, täglich zu laufen; und will dann irgendwann nicht mehr aufhören?

Wann beendet man einen Streak? Nach Erreichen eines festgelegten Ziels, wegen Krankheit, oder weil man einen Tag aussetzen musste?

Welche Ergebnisse hat der Streak gebracht? Welche Erkenntnisse hast Du gewonnen? Gibt es Empfehlungen für (Noch-) Nicht-Streaker?

Ich hoffe auf eine anregende Diskussion. Feuer frei!  :-D


Weiterführende Links zu diesem Beitrag:
United States Running Streak Association, Inc.
Forum für Streakrunner
Wikipedia: Ron Hill
Apotheken-Umschau: Wie gefährlich ist Sport bei Infekten?


 






Teile diesen Beitrag: #sharingiscaring – Dankeschön! ❤️

92 comments

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  • Ich kann die Vorteile eines Steak-Laufes durchaus nachvollziehen. Man bekommt eine gewisse Regelmäßigkeit und überwindet seinen persönlichen Schweinehund, weil man auch läuft, obwohl man gar keine Lust dazu hat. Aber ist es wirklich so gravierend, einmal ausnahmsweise einen Tag auszusetzen, statt wie erwähnt, im Fluhafengebäude herumzulaufen? Ich denke nicht. Es kann ja sein, dass man wirklich einmal keine Zeit hat oder den Muskeln vielleicht eine Regenerationspause gönnen möchte. Sich deswegen ein schlechtes Gewissen zu machen, wäre bestimmt der falsche Weg.

  • HI,

    ich habe Ende Dezember / Anfang Januar einen 10 tägigen Streak hinter mich gebracht. Ich bin dabei alle zwei Tage die volle Distanz von 10 bis 12 km gelaufen, am 7 Tag dann einen kleine Trainingsultra über 46 km. Alles in allem habe ich mich ziemlich gut gefühlt dabei, wobei ich auch ein paar „Fülleinheiten“ von 3 oder 4 km gelaufen bin.
    In den 10 Tagen habe ich festgestellt das das Streakrunning (noch) nichts für mich ist, wenn ich laufe dann will ich auch mindestens 60 Minuten laufen damit es sich „lohnt“. Immerhin laufe ich zur Entspannung und die habe ich nicht bei 2 oder 3 km.

  • Hi,

    also ich stimme da Benni zu, bin auch oft gelaufen und das nicht wenig…Mein Knie ist auch ziemlich mitgenommen und ich muss echt aufpasssen. Laufen ist super, solange man es nicht übertreibt und achtet auf welchem Boden man läuft…

    • Wie sagt man so schön: „Die Dosis macht das Gift“. Das zählt sicherlich auch fürs Laufen. Insofern gebe ich Dir da absolut recht, Philipp.

      Danke für Deinen Besuch und für Deinen Kommentar!

  • Ich muss gestehen, dass mich das überhaupt kein bisschen reizt. Ich bin im Jahr 2012 an 100 Tagen gelaufen. Als Wiedereinsteiger. Ich habe es letztlich übertrieben und laboriere immer noch mit Knieschmerzen rum. Okay, selbst Schuld.

    Letztlich ist es irgendwann auch einfach etwas für das Ego. Mag nicht auf alle zutreffen, aber für mich war das Erreichen der 100 Läufe ein klares Ego-Ding (ich kann was, was andere nicht können).

    Auf jeden Fall würde mir persönlich vollkommen die Zeit fehlen.
    Ich laufe, fahre Rennrad und MTB, spiele Tischtennis, mache Kraft- und Stabilisierungsübungen für Rumpf und Knie, nutze (wenn auch noch nicht regelmäßig) den Crosstrainer, habe gleichzeitig eine Familie mit Kind und pendle jeden Tag zwei Stunden (1+1) zur Arbeit.

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich auch an den Tagen, wo keine Läufe anstehe auch noch laufen wollte … tja, dann wäre ich meine Familie wahrscheinlich relativ schnell los. ;)

    Aus dem Grund habe ich kein Interesse daran (auch wegen der schlechten Erfahrungen mit dem Viellaufen in 2012) und werde wohl niemals ein Streakrunner werden.

    Aber wem es hilft gesund, fit und glücklich zu bleiben .. tjoa, macht es. Es ist nur wichtig was du @Eddy auch schreibst. Man muss auch mal wissen, wann man aufhören muss.
    Das erscheint mir die größte Leistung zu sein.

    Ich kenne das gut.
    Ich habe in den letzten Jahren fast 800 Fußballspiele meines Vereins gesehen. Profis, U23, A-Jugend, …, F-Jugend. In der Saison 2012/13 habe ich alle Pflichtspiele der ersten Manschaft (Regionalliga Südwest) gesehen und jedes Pflichtspiel der zweiten Mannschaft (Rheinlandliga).

    Bis zum vorletzten Spieltag der Regionalliga. Ein Dienstagsspiel in Worms .. aber mein Sohn hatte Geburtstag. Und dann muss die Entscheidung einfach getroffen werden.
    Jetzt mag man denken „ja gut, das ist ja nur Fußball“. Aber man kann der Ehefrau auch erklären, dass man jetzt gerade noch ’ne Runde laufen muss, wenn die Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaft bereits am Tisch sitzt. Naja, … ich mache das nicht. :)

    • Ganz ehrlich: ich frage mich, wie Du so viele Aktivitäten (MTB, Rennrad, Tischtennis, Fitness-Training, Crosstrainer, ) PLUS Frau und Kind PLUS Job in 24 Stunden organisieren kannst.

      Dass dabei nicht auch noch Zeit für das Streakrunning bleibt, finde ich nachvollziehbar, auch wenn die Täglichläufer sagen, es sei lediglich eine Frage der Selbstdisziplin und genauen Planung. ;-)

      Danke für Dein Statement, Benni!

      • Nunja, ich mache ja nicht jeden Tag alles. :)

        Einen Nachtrag habe ich aber noch.
        Was ich positiv am Streakrunning finde ist die Tatsache, dass man sich jeden Tag vor die Tür wagt. Wenn man mal davon ausgeht, dass man das nur tut, wenn man es sollte (bei Krankheit z.B. nicht), dann sehe ich das als sehr guten Weg an, um das eigene Immunsystem zu stärken.

        Das wird in der heutigen Gesellschaft glaube ich immer wichtiger.

  • Also … ich laufe erst seit 2011 und hatte dann aus persönlichen Gründen Mitte /Ende 2012 bis Mitte 2013 einen völligen Einbruch beim Laufen … Ich hab immer wieder versucht anzufangen und wieder regelmäßig zu laufen, aber mein Kopf sagte mir oft, die Woche hat noch XXX Tage, Du kannst ja auch morgen noch den Lauf und aus morgen wurde dann übermorgen u.s.w.. Dann hab ich vom Streaken gehört über Anja und Lutz, hab mich informiert über die Bedingungen und gedacht 1,7 km, dass kannst Du doch schaffen Tag irgendwie … und so habe ich vor 191 Tagen angefangen, erst mit 1,7 bis 5, dann auch mal 10 km. Seit Anfang des Jahres mit einer Wochenleistung von 60-75 km. Mittlerweile denke ich nicht mehr darüber nach, ob ich laufe, höchstens wie lange … und es tut mir gut! Keine Ausreden, kein „ach, das kann ich auch morgen noch“. Keine Ahnung, wie lange ich das durchhalte, ob ich mal krank werde, ob ich vielleicht die km-Leistung wieder reduziere … ich weiß nur … es hat mir geholfen wieder das zu tun, was mir gut tut … nämlich mich zu bewegen! Es ist auch egal … im Moment ist es für mich richtig! Aber jeder muss selber für sich sehen, was ihm gut tut und was in seiner momentanen Situation für ihn richtig ist !

    • Danke für Deine Meinung, Barbara! Das wichtigste hast Du am Schluss gesagt: jeder muss so handeln (und laufen / oder eben nicht), dass es ihm gut tut. Das ist das wichtigste. Und wenn auch der Spaß dabei nicht auf der Strecke bleibt, ist doch alles gut.

      Toll, dass für Dich das Streakrunning funktioniert hat, um dem Schweinehund zu zeigen, wer sein Frauchen ist! Und ich wünsche Dir, dass Du weiterlaufen kannst, so lange Du willst!

  • Ich laufe seit nun 27 Jahren ziemlich ambitioniert! Ich trainiere teilweise relativ viel und habe schon einige ganz gute Ergebnisse vorzuweisen.
    Im Moment laufe ich meinen 4. Streak. Zwei davon gingen weit über ein Jahr.
    Dieses Streaken hat mit meinem Training eigentlich nicht viel zu tun.
    Ich halte es nur für sehr gut, sich täglich zu bewegen. Dafür reichen bereits die geforderten knapp 1,7 km.
    Die Tage, an denen ich nur diese Streakerhaltung laufe, wären im normalen geplanten Lauftraining Ruhetage gewesen.
    Belastungsmäßig sind es eigentlich auch solche – aber man bewegt sich!
    Ich bin überzeugt, dass dies die beste Medizin für jeden Menschen ist!
    Bei einer fiebrigen Erkältung wird der Streak abgebrochen – ohne wenn und aber! Genauso bei einer Beeinträchtigung des Bewegungsapparates.
    Streaken ist für mich auch eine ganz kleine Übung für den Willen und die Disziplin.
    Es als Sucht zu bezeichnen halte ich füe völlig abwegig – wenn es denn so wäre, dann wäre es eine Sucht, die unglaublich gesund ist und die man nur empfehlen kann.
    Es sollte nur nicht so weit gehen, dass man den Streak als etwas sieht, dass durchgehalten wird, auch wenn es der Gesundheit abträglich sein könnte.
    Zumindest Fieber und Laufen schliessen sich aus – absolut!

    • Herzlich Willkommen und vielen Dank für Deinen Beitrag, lieber Gerd! Ich hab mir gerade auch Deinen Blog angesehen und bin beeindruckt von den Zahlen, die ich dort gefunden habe: alle Achtung! Ich hoffe, auch ich bekomme noch so viele Lauf-Kilometer wie Du auf meinen Tacho! ;-)

      Deine Einstellung zum Streak kann ich nachvollziehen. Und Du zählst nicht zu den Ausnahmen, von denen ich in meinem Bericht geschrieben habe: einen Streak aus gesundheitlichen Gründen aufgeben halte ich für essentiell und richtig. Und ansonsten ist Streakrunning sicherlich ein gutes Mittel, um in Bewegung zu bleiben!

  • Ich habe es noch nie probiert und kann mir desshalb auch kein Urteil erlauben-aber was ich weiß, dass ich wenn ich ab und zu einen Tag Pause mache-oder auch mal zwei-„besser“ laufe. Mag sein, dass im Alter der Körper einfach mal Ruhe braucht, obwohl das bei meinem Beruf eh Quatsch ist. Aber wer es kann und will-bitteschön. Jeder weiß am besten wie sein Körper reagiert.

    • Es ist wohl so, wie Christian es formuliert hat: jeder sollte laufen, wie er will. Wichtig ist eben, dass man Streakrunning nicht mit Training verwechseln darf, so wie Elke es richtigerweise gesagt hat.

      Danke für Deinen Besuch und Deine Meinung, Martin!

          • Doch auch das ist es. Ich laufe jetzt auch wieder täglich und versuche meine tägliche 6,5 km Runde immer ein wenig schneller zu laufen. Ich bin dadurch in den letzten 14 tagen um 2:14 min schneller geworden. Aber ich lasse es auch mal langsam angehen und stehe nicht immer auf den Gaspedal. :-)

  • Hallo Eddy,
    Sehr interessant Dein Beitrag, der ja kontrovers diskutiert wird. Beim Lesen der Beiträge habe ich einiges über Streak-Running erfahren. ICH selbst habe noch nie länger als 5 Tage am Stück geschafft, dann beginnt der Bewegungsapparat zu streiken. Was ich nicht wusste, dass nur ca. 2km ausreichen um die Serie zu halten. Ich kann die Leidenschaft der Streakrunner schon nachvollziehen, ich stelle ja selbst fest, dass direkt nach einem Lauf die Motivation am Größten ist und je länger man Pause macht der Schweinehund immer mächtiger wird. Vielleicht versuche ich ja nochmal ein Mini-Streak, so 30 Tage wäre ja mal ein Anfang.

    Grüße -TIMEKILLER-

    • Auch ich konnte durch die zahlreichen Meinungen meinen Horizont ganz erheblich erweitern, Heimo. Ganz besonders freue ich mich darauf, nächsten Sonntag drei Streakrunner kennen zu lernen und bei einem gemeinsamen Lauf das Thema noch weiter zu bequatschen :-)

      Denk daran, den Streak zu dokumentieren, wenn Du einen Selbstversuch startest: sonst gilt es bekanntlich nicht! ;-)

  • Es stimmt doch gar nicht, dass viele tatsächlich nur 2-3 km laufen. Die meisten haben einen deutlich höheren Schnitt.
    Ich gehöre zu den Ausnahmen, die wirklich nur Ministrecken laufen. Seit über einem Jahr schaffe ich selten mehr als die eine Meile. (Hat gesundheitliche Gründe. ich bin aber nicht schwer krank und schade mir mit der Lauferei auch nicht.)
    Der Aufwand beschränkt sich aufs Laufschuh anziehen. Duschen nach einer Meile im Schneckentempo ist nicht nötig.
    Und ja, ich habe auch schon bekloppte Sachen gemacht, damit der Streak nicht reißt. Hin und her laufen im Fährhafen zum Beispiel.
    Warum mache ich das überhaupt? Mit Training hat mein Laufen zur Zeit nix zu tun. Ob ich die Meile nun laufe (schleiche) oder nicht ist rein sportlich betrachtet wirklich wurscht.
    Also warum? Weil ich es kann! So! Und gerade deshalb, weil ich zur Zeit vieles nicht so kann, wie ich gerne würde. Aber täglich laufen, das bekomme ich hin. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass mir das gut tut. Nicht sportlich sondern mental. Denn wenn ich nichtmal mehr das kann, was bleibt mir dann?? Neee, das ist meins, das gebe ich nicht her!
    Klar hab ich ab und zu keine Lust. Ich habe auch ab und zu keine Lust mir die Zähne zu putzen, mach ich dann aber ja auch trotzdem. (Würde jetzt jemand behaupten, ich sei zähneputzsüchtig?)
    Außerdem hat mein Streak schon einiges überstanden (Examensprüfung, Umzug, Hausbrand, Radreisen, Skiurlaube, Unwetter….) Da bleib ich doch nicht auf dem Sofa, nur weil ich gerade keine Lust habe.
    Es gibt rein sachlich wahrscheinlich nichts, was (bei mir) wirklich dafür spricht, weiterhin täglich zu laufen. Aber es gibt erst recht nichts, was dagegen spricht. Also mache ich weiter.
    Wie lange? Keine Ahnung. So lange, wie es geht? Oder bis ich wirklich gar keine Lust mehr habe?
    (Bisher sind es über 4 Jahre.)

    • Willkommen in meinem Blog, und ganz herzlichen Dank für Deinen Beitrag, Bianca! Deine Zeilen machen mich nachdenklich, geben mir einen neuen Denkanstoß – und sind darum eine echte Bereicherung. Genau solche Erkenntnisse habe ich mir erhofft. Also nochmal Danke dafür.

      Auch Dir wünsche ich, dass Du Deinen Streak so lange fortsetzen kannst, wie Du willst!

      • Danke :-)
        Mir ist auch noch was eingefallen (beim Laufen natürlich):
        Es gibt mir mehr, als es mir nimmt.

        Was nimmt es überhaupt? Zeit, ein winziges bißchen davon. Einige schrieben, sie hätten nicht die Zeit zum (täglich?) laufen.
        Das glaube ich nicht. Wer diesen Blog gefunden hat, hat ganz sicher Zeit.
        Außerdem kostet mich das Laufen selbst nichtmal wirklich Zeit. Ich muss für meinen Job oft über Dinge nachdenken. Das mache ich beim Laufen.
        Umziehen: 1 Minute, Duschen : Habe ich auch ohne Laufen schon getan :-D

        Nur mit Sucht hat das alles nichts zu tun.

  • Eine interessante Diskussion ist das hier.
    Dann werde ich auch mal meine Motivation hier kurz dalegen. Ich bin bereits seit 1938 Tagen täglich laufend mit einem Durchschnitt von 8,67 km unterwegs. Meine täglichen Laufeinheiten beinhalten von 2,2 km bis 100 km die gesamte Bandbreite. Genau so gerne, wie ich die Ultrastrecken laufe, bin ich auch auf den so genannten läppischen 2-3 km unterwegs. Vorzugsweise laufe ich die 2-3 km morgens zum wach werden, und es ist ein unheimlich gutes gefühl, danach unter der Dusche zu stehen und in den Tag zu starten. Das werden mir die Morgenläufer unter uns bestätigen. Dies sind dann auch meine läuferischen Ruhetage. Für mich gehört das tägliche laufen zum Tagesablauf, wie das Zähne putzen. Ich lebe das Laufen, und ich liebe es. Allerdings darf man tägliches laufen nicht mit täglich trainieren verwechseln. Der Körper benötigt auch die Ruhephasen. Solange es meine Gesundheit erlaubt, werde ich täglich laufen. Es ist mir ein Bedürfnis.

    • Danke für Deinen Beitrag, Elke: finde ich richtig gut, was Du da geschrieben hast. Insbesondere gefällt mir Dein Hinweis, Streakrunning nicht mit Training zu vergleichen!

      100 km am Stück laufen ist ein Ziel, das ich mir in den nächsten Jahren auch noch setzen möchte: ich bin schwer beeindruckt!

      Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Streak fortsetzen kannst, so lange Du auch immer willst: Hab Spaß und bleib gesund!

  • Also ich habe schon einige Streak-Serien hinter mir. Wenn man es bewusst planen will geht es meistens in die Hose. Ich bin einfach immer losgelaufen und hatte kein festes Ziel vor Augen. Alleine nur so kann man eine Streak aufrecht halten finde ich.

    Eine Sucht ist es nicht. Es ist ja auch keine Sucht sich jeden Tag vor den Fernseher zu setzen oder ähnliches. Wenn ich leicht krank war habe ich meistens aufgehört mit meiner Streak. Ich hatte mal den versuch gestartet dann nur leichte 2-3 Kilometer zu laufen aber das machte mir keinen Spaß.

    Ich bin nicht für eine Streak-Serie geschaffen denke ich. Ich habe auch noch viele andere Interessen (Klettern, Slacklining, Fitness usw.) Dann liege ich ab und zu nach der Arbeit auch gerne nur auf der Couch und sehe meine Serien auf DVD. Nichts muß – Alles kann !

    Jeder wie er kann und will denke ich.
    http://vimeo.com/66599377

    • Ich kenne ja Deine „beachtliche Lauf-Historie“ Marco – jedenfalls einen Teil davon. ;-) Bedenke jedoch, dass ein Streak nur dann also solcher gilt, wenn er entsprechend dokumentiert wird. Ich glaube, hier ist ein wesentlicher Unterschied zwischen uns – ich bezeichne uns mal als „Zufalls-Streaker“ – und den wirklich ambitionierten Täglichläufern.

      Tolles Video: Danke für den Tipp!

      • Kann es überhaupt ambitionierte Täglichläufer geben?
        Täglichlaufen ist eine Lebenseinstellung oder auch ein Lifestyle.
        Wie schon gesagt, ich glaube man kann nicht sagen jetzt laufe ich mal los und starte eine Streakserie. Man geht einfach täglich vor die Tür und läuft seine Runde.

        LG
        Marco

      • Hmm,
        im Grunde am 2ten Tag. Die meisten Streaker, die ihre Serie neuanfangen beginnen bei 5-10 Tagen mit dem Zählen, manche auch erst nach einem Monat, um zu sehen ob es hält und nicht gleich wieder Abbruch zu melden.

    • Ein Streak beginnt am 2. Tag.
      in Deutschland gibt es dann verschien´den Stufen
      < 50 tage greenhorn
      < 100 tage bronze- Status
      Hall of fame gold-Status
      regeln:
      Für aktive ‚Täglich Läufer‘ unseres Forums gelten folgende Regeln:

      1.Definition der Laufserie:

      Man muß täglich mindestens 1,6 Km am Stück in der Zeit zwischen 00:00 – 23:59 Uhr ohne technische Hilfsmittel laufen.

      ‚Täglich Laufen‘ kann sowohl in der freien Natur als auch auf dem Laufband im Fitness-Studio erfolgen. Walken, Gehen etc. werden nicht gewertet. Ein “Auf-Vorrat-Laufen” ist ebenso wenig gestattet, wie das Nachholen eines verpassten Laufes am nächsten Tag.

      Wird ein Lauf nachdem die Mindestanforderungen an eine Laufserie (1,6 Km) erfüllt wurden, danach mit Gehpausen fortgesetzt, zählt die gesamte zurückgelegte Wegstrecke als ‚Streak-Km‘. Auch ein Splitten von Läufen, also mehrmaliges Laufen am Tag ist möglich, nachdem die Mindestanforderungen erfüllt wurden. Die zurückgelegte Strecke wird dann ebenfalls als ‚Streak-Km‘ gewertet.

      Ron Hill ist umstritten, weil er mal an krücken die Strecke absolviert haben soll.

  • Für mich ist das nichts und es reizt mich auch nicht. Läppische 2-3 Kilometer zu laufen, nur damit man den Streak nicht unterbricht, dazu wäre mir der Aufwand zu hoch und der Nutzen zu gering. Ich denke, es ist eher eine mentale Herausforderung, als eine physische. Und das dies schnell zur Sucht wird, kann ich mir gut vorstellen. Ich muss heute laufen, da ich sonst von vorne anfangen muss und alles für die Katz war. Wie gesagt, ich dem Ganzen nichts abgewinnen. Ich glaube auch, dass es einige nur machen, um anders zu sein. Vielleicht weil sie sich sonst nicht läuferisch abheben können. Ich verurteile deswegen aber niemanden. Jeder soll so laufen, wie er möchte und es ihm Spaß macht. Ich persönlich freue mich auch mal auf einen Tag Laufpause.

    • Den für mich wichtigsten Satz hast Du am Schluss geschrieben, Christian: Jeder soll so laufen, wie es ihm Spaß macht. Das sehe ich ganz genau so. Schließlich verdienen wir alle ja kein Geld mit dem Laufen. Daher sollten wir uns nicht damit unter Druck setzen, sondern Spaß daran haben.

      Im übrigen teile ich auch die Ansicht, dass 2 oder 3 Kilometer laufen für mich nicht „befriedigend“ wären. Lieber ein oder zwei mal in der Woche viele Kilometer fressen. Aber wie gesagt: jeder so, wie er will.

      Danke für Deinen Besuch und Deinen Kommentar, Christian!

    • Ich finde es prima, dass das Thema aus ganz verschiedenen Perspektiven kommentiert wird, Lutz. Und am besten gefällt mir, dass ich durch den Beitrag nächsten Sonntag drei Streaker kennenlernen werde, mit denen ich mich bei einem gemeinsamen Lauf noch weiter auszutauschen kann. :)

  • Hallo Eddy,
    von Täglichläufer habe ich schon gelesen, aber dass es so etwas wie Streakrunner gibt, habe ich nicht gewusst.

    Auf der einen Seite bin ich der Meinung, lieber öfters wenig, als selten viel – dass heißt lieber jeden Tag 20-30 Minuten trainieren, als einmal die Woche 2 Stunden. Auf der anderen Seite finde ich die Einstellung ein wenig extrem, einen Streak nicht unterbrechen zu dürfen, nicht einmal wenn man Fieber oder Schmerzen hat – das kann wie du oben schon schreibst ja sogar gefährlich werden.

    Ich könnte mir gut vorstellen, Spaßhalber als Herausforderung und Test meiner mentale und körperliche Stärke einen Monat lang jeden Tag zu laufen, aber nicht auf Kosten meiner Gesundheit – würde ich in der Zeit krank werden, würde ich abbrechen und den Test zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal durchführen!

    Jeder wie er will – aber Streakrunning wäre nichts für mich! ;-)

    Liebe Grüße Anna

    • Es freut mich, dass ich Dir mit dem Beitrag das Streakrunning etwas näher bringen konnte, Anna! Natürlich hast Du vollkommen recht: jeder sollte nach seinen Vorlieben laufen. Hauptsache, Mensch bewegt sich! ;-)

      Eine Sache am Rande: man *muss* einen Streak nicht laufen. Es steht jedem Läufer frei, einen Streak zu unterbrechen. Aus welchen Gründen auch immer. Wer es aber trotz Grippe NICHT tut, der handelt absolut unverantwortlich und gefährdet sich selbst damit.

      Was nicht geht: man kann nach einer Unterbrechung den Streak nicht später fortsetzen, sondern fängt dann wieder bei Null an.

  • Danke für diesen interessanten Beitrag, lieber Eddy. Als begeisteter Täglichläufer könnte ich dazu einen „Roman“ schreiben. Das mache ich vielleicht mal in abgespeckter Form in meinem Blog. Hier nur soviel:

    Ich verfolge nur ein Ziel, nämlich am nächsten Tag wieder zu laufen, wenn ich dazu gesundheitlich in der Lage bin. Ich lege daher alles daran gesund zu bleiben und mich nicht gleich durch eine Erkältung klein kriegen zu lassen. Eine bestimmte „Zahl“ zu erreichen ist nicht mein Ziel. Ich habe keinen Druck und ich bin auch nicht süchtig. Anders als ein Drogensüchtiger brauche ich Willenskraft um weiterzumachen und nicht um aufzuhören. Kurze Läufe nach der Arbeit entfalten ihre Wirkung länger als der Lauf andauert. Ich fühle mich nach dem Laufen besser als vorher. Die 2 oder 3 Km Laufstrecke sind nur Mittel zum Zweck. Viel Wirkung für wenig Einsatz. Wer auf Leistung aus ist, persönliche Bestzeit oder so, sollte auf`s Täglichlaufen verzichten. Beides passt nicht zusammen. Ich bin aber eh einer der langsamen und der allerjüngste bin ich auch nicht. Diese Art von Leistung kann für mich daher keine Motivation darstellen. Das Täglichlaufen begeistert mich hingegen. Es setzt mich daher auch jeden Tag auf`s Neue in Bewegung. Zu hoch möchte ich das Ganze allerdings auch nicht aufhängen. Das Leben besteht icht nur aus Laufen. Aber für mich ist es allerdings schon ein wichtiger Bestandteil.

    Jetzt habe ich mehr geschrieben als ich eigentlich wollte.

    Alles Gute
    Dietmar

    • Vielen Dank für Dein Feedback, Dietmar! Ich hab gerade gesehen, dass Du auch in der Statistik aufgeführt wirst, von der AndreasV weiter unten den Link übermittelt hat: große Klasse und großes Kompliment!

      Am besten gefällt mir dieser Satz: „Anders als ein Drogensüchtiger brauche ich Willenskraft um weiterzumachen und nicht um aufzuhören“. Wirklich klasse formuliert! Und sehr einleuchtend!

      Ich wünsche Dir, dass Du gesund bleibst, um Deinen Streak so lange fortzusetzen, wie Du das willst. Und ich werde Dich weiterhin über Facebook interessiert dabei „beobachten“. ;-)

      • Mir gefällt besonders Satz: “Anders als ein Drogensüchtiger brauche ich Willenskraft um weiterzumachen und nicht um aufzuhören”. Das trifft es…

  • Wieder einmal ein sehr schönes Diskussionsthema und es macht mir riesig Spaß, die verschiedenen Antworten, Gedanken, Ideen und Analysen zu lesen.

    Bei mir war es eher aus Versehen. Bevor ich Wettkämpfe als eine schöne Freizeitbeschäftigung entdeckt habe. Da gab es Monate, in denen ich jeden einzelnen Tag auf der Laufstrecke war. Ohne aber das Gefühl einer Sucht zu haben, ganz ohne Plan, einfach, wie es Spaß machte, mal sehr lang, mal etwas kürzer, aber nie so kurz, wie es für einen Streaker(?) angesetzt wird…

    Seit den Wettkämpfen möchte ich aber meinem Körper etwas mehr Ausgleich gönnen und dazu gehört auch, dass ich nicht total erschöpft auf die Strecke torkele und jeder Schritt eine Qual wird. Ich wüsste nicht, wie ich nach einem richtigen harten Triathlon oder Marathon so richtig laufen sollte. Also so irgendwie ginge das sicher, aber wäre es gut für mich? Da laufe ich ja meist die Treppen rückwärts hoch und runter…

    Interessant fand ich für mich die Entdeckung, dass ich nach einer Zwangspause mit extrem viel Stabilisation, Yoga und Pilates meine Laufleistung verbessert habe. Meinen Laufstil und meine Geschwindigkeit konnte ich durch das Laufen so nicht verbessern. Aber darum geht es den Streak-Läufern gar nicht so, denke ich.

    Wie auch immer. Momentan wäre es für mich nichts. Vielleicht später mal wieder. Wenn ich einfach mal nur wieder laufe. Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt. Da ich einige Streaker kenne, kann ich nur sagen, die fühlen sich genauso gut, wie ich mich momentan mit all den anderen Alternativen fühle – und das ist super so.

    • Ich freue mich auch über die vielen unterschiedlichen Statements zu diesem Thema. – Und ich danke Dir auch für Dein Feedback, Din!

      Kurz gesagt spiegelt es meine Meinung wieder: entweder Streakrunner, oder leistungsorientierter Läufer. Wobei das aber keine Wertung darstellen soll!

  • … übrigens, zur obigen Umfrage:
    Ab wann gilt das denn als Streak? Schon ab dem ersten Tag? Ab zehn Tagen? Dann bin ich bestimmt schon einmal einen Streak gelaufen. Vielleicht auch schon 20 oder 30 Tage. Aber bestimmt nicht des Streaks wegen.

    • Ich würde sagen, nach den Regeln zählt ein Streak dann, wenn er auch dokumentiert ist. Ich habe nirgendwo gelesen, dass es eine Mindestzahl von Tagen gibt, die gelaufen werden müssen.

  • Deine obigen Gedanken zum Streakrunning würde ich unterschreiben. Viel (unnötiger?) Druck, fehlende Zeit für anderes und die Frage nach dem Sinn von so kurzen Läufen.

    Ich kann Streakrunner durchaus verstehen. Jede Form von Tätigkeit in einem anderen Stil hat seinen eigenen Reiz. Genauso wie Trailrunning oder Ultramarathonlaufen. Beim Streakrunner beherrscht wohl der Gedanke der Motivation.

    Wenn ich aber von den positiven Folgen lese, muss ich ein wenig grinsen. Ausgleich zum Job? Innere Ruhe? Positive Auswirkungen auf den Körper? – Ja, genau das Gleiche, was auch „andere“ Läufer erfahren, völlig egal ob sie nun täglich die Schuhe schnüren oder nur jeden zweiten Tag.

    • Ich sehe das genau so, Hannes: um die positiven Auswirkungen des Laufens zu erleben, muss ich nicht jeden Tag die Laufschuhe schnüren. Im Gegenteil: ich bin – wie schon beschrieben – davon überzeugt, dass Täglichlaufen für mich das Gegenteil bewirken würde.

  • Habe etwas über 30 Tage am Stück mal geschafft, aber irgendwie ging es dann nicht mehr. Habe dann auch mal Regeneration benötigt, vor allem wenn man noch schnelle Zeiten laufen will. Ansonsten finde ich die Idee wirklich gut!

    • Dein Feedback entspricht meiner Meinung, dass der Körper Erholung braucht, nachdem er gefordert wurde. Wenn man Tempoläufe macht, ist eine Pause am nächsten Tag sicher nicht unsinnig ;-)

  • Ich wurde per Mail auf diesen Blog hingewiesen.
    Vorweg meine aktuellen Streakdaten stehen unter Streakrunner.de:
    http://www.streakrunner.de/cgi-bin/streakliste.pl
    .

    Ich bin zum Streak laufen gekommen um etwas Neues auzuprobieren.
    Ich dacht mal schauen wie oft und weit die Füße mich tragen.
    Das ist schon einige Zeit/ Tage her.
    Hier meine Fakten:

    Durch das tägliche Laufen habe ich einen Ausgleich zum Job ( Schicht-Wechsel-Bereitschaftsdienst der Polizei) gefunden.
    Auch die Familie mit 4 Kindern fordert ein.

    Es kommt meiner Meinung nach darauf an ein stetigen Wechsel der Läufe durchzuführen. Mal kurz,schnell oder auch lang.
    Viele Wege mache ich laufend ( z.B. Post ( Briefkasten), Geldautomat, Kinder abholen, Elternabend usw.

    Einen Trainingsplan habe ich in 2013 auch verfolgt und bin in FFM PB Marathon gelaufen und über 3000 Km im Jahr.

    Also es geht, wenn man will.

    Die andere Seite ist, momentan mach ich mir Gedanken den Streak zu beenden, da ich auch wieder andere Sportarten intensiver betreibenmöchte. Eine Doppelbelastung für einen Triathlon o.ä. hält mein Körper nicht stand.

    Auch ich bin schon erkältet, mit erhöhter Temperatur, getapt, usw. gelaufen, dann aber sehr behutsam und nur ein minium von max. 2 kilometer.

    Auch wer krank ist braucht in der Regel frische Luft und Bewegung.

    Als überaus positiv empfinde beim tägliche Laufen den mentalen Ausgleich, auch wenn es regnet, schneit, stürmt oder die Sonne vom Himmel brennt.

    Als letztes die Zeit hat man immer! Man verschiebt nur die Prioritäten im Leben

    • Vielen Dank für Dein ausführliches Statement, Andreas! Auch der Blick auf Deine Statistik ist wirklich bemerkenswert!

      Ich glaube, Du bist eine Ausnahme, was das Streaklaufen in Kombination mit Bestleistungen bei einem Marathon betrifft. Bislang kannte ich nur die Fraktion der Streakläufer auf der einen Seite, und die Gattung der „Bestzeitenjäger“ auf der anderen Seite. Die letzteren verfolgen akribisch ausgetüftelte Trainingspläne, um die optimale Leistung beim Wettkampf abliefern zu können. Also hier hast Du meinen Horizont auf jeden Fall schon mal erweitert!

      Den „mentalen Ausgleich“ habe ich allerdings auch ohne das Täglichlaufen. Auch ich genieße Laufen im Regen, bei Schnee oder (am liebsten!) in der prallen Sonne. ;-)

      • Sonntag wirst Du noch mehr von der Sorte kennenlernen, die zeigen, dass Streakrunning und Marathon sich nicht ausschließen (zwar in sehr unterschiedlichen Leistungsklassen, aber immerhin)… und wenn man sich das Streakrunner-Forum anschaut, sind sehr viele Streakrunner auch Marathon- und Ultraläufer… jeder halt nach seiner Fasson.

        • Absolut richtig ist die Aussage „jeder nach seiner Fasson“. Oder, wie Christian es formuliert hat. „Lauft wie ihr wollt“. Alles andere ist ja auch Käse.

          Ich bleibe dabei: Streakrunner, die gleichzeitig PB trainieren und Wettkämpfe laufen, sind eine Minderheit. Mehr dazu gern am Sonntag. Das wird interessant und kurzweilig :-)

  • Interessante Lauf-Variante. Ich hatte schon davon gelesen. Für mich wäre das nichts, da ich läuferisch andere Ziele habe, helfen mir 1,6 km pro Tag gar nicht. Und bei längeren Distanzen brauche ich Regeneration danach. Aber wers mag, why not? Es gibt ungesundere Sachen.
    Wäre das nichts für Dich, um Dein Jahresziel zu erreichen…?
    LG
    Elke

    • Nee, für mich ist Täglichlaufen keine Option, Elke. Um mein Jahresziel zu erreichen habe ich mir vorgenommen, die durchschnittliche Länge meiner Läufe zu steigern: ich möchte wieder Marathon laufen; da sind die langen Läufe angesagt. ;-)

    • Die 1,6km sind die Mindest-Distanz… Wenn man sich einmal die Liste von AndreasV anschaut (http://www.streakrunner.de/cgi-bin/streakliste.pl) liegen der Schnitt bei den dokumentierten Täglichläufern bei 8,88km/ Tag. Und die Bandbreite ist riesig: von knapp 3km/ Tag bis hoch zu >22km/ Tag… Ich persönlich nutze eine 2km-Runde zur Regeneration, unterhalb der Woche i.d.R. 5+xkm und am WE 10+xkm…

      • Michael es ist ja nun auch nicht so, dass ich von 0 auf 22 direkt mit dem Streak angefangen habe. Das ist so über Jahre gewachsen und hat mit ACHTUNG: Nordic-Walking angefangen. Meine jetzige mögliche tägliche Distanz liegt im Dauerbelastungsbereich bei etwa 40km wobei ich allerdings aus Vorsorge bei den 22+ halt gemacht habe und dafür lieber jeden Tag noch eine 11+ Wanderung dazu mache. Der Hund muss ja immer zwei mal raus am Tag und dem macht das Wandern mehr Spaß als das Laufen 8)

        • Lutz, dass das nicht von 0 auf 22 ging, ist klar… mir ging es darum, aufzuzeigen, dass es eben nicht nur 1,6km sind… sondern im Schnitt mehr gelaufen wird… für 1,6km zieh ich auch nur ungern an, wobei bei den Temperaturen Nackedei… dann wären wir wieder bei Deinem Post von vor ein paar Tagen…

  • Ist ein Streak eigentlich auch mit verschiedenen Sportarten möglich? Ich könnte mir das ganze auf Dauer, nur mit Laufen oder mit welcher Sportart auch immer, ziemlich öde vorstellen.
    Gerade die Abwechslung ist doch notwendig um aus dem Alltagstrott zu entfliehen. Naja, jeder so wie er will. ;-)

    • Die Regeln für das Streakrunning beziehen sich nur auf das Laufen, Frank. Du könntest aber mal über ein erweitertes Reglement nachdenken und das im Streakrunner-Forum posten. Bin gespannt, was dabei heraus käme ;-)

      Im übrigen hast Du natürlich recht: „jedem Tierchen sein Pläsierchen“, die eine Redensart treffend sagt. :-D

  • Da ich einen Streak-Läufer zu meinen Lauffreunden zähle und daher ein wenig direkteren Zugang zu dieser „Welt“ habe, kann ich nur sagen: Wie in jeder „Welt“ gibt es sicherlich ein paar Verrückte, aber die meisten sind ganz normal ;-) Für die Mehrheit der Nichtläufer ist auch jemand der 3x oder 30 km die Woche läuft oder an Wettkämpfen teilnimmt („Halbmarathon? Irre! Marathon? Wahnsinn! Ultra? Du bist ja nicht mehr zu retten!“) verrückt…

    Für mich persönlich wäre Streak-Running allerdings nichts, ich will zwar immer laufen, aber nicht immer laufen müssen.

    • Na klar: wir sind alle verrückt, Andreas. Manche mehr und andere weniger. Aber auf jeden Fall verrückt. Und das ist ja auch gut so!

      Ich will mit meinem Beitrag die Streakrunner ja auch nicht in Frage stellen. Mich interessieren aber die Motive fürs Täglichlaufen, und die Auswirkungen, die so etwas auf Körper und Psyche haben kann.

      Dein letzter Satz zählt für mich im übrigen 1 zu 1: Ich will auch laufen, aber nicht laufen müssen.

  • Bei mir ist es nicht unbedingt der Streak an sich der reizt. Er ergibt sich so ab und an bei mir und dauert dann so lange er halt dauert.
    Wenn ich unbedingt jeden Tag laufen „müsste“ nur um zu laufen, dann ergäbe das irgendwann schon wieder Stress. Wenn ich es aber schaffe dann zu laufen wann ich Lust habe und dies noch täglich ist, dann ist es ein tolle Sache. Im Augenblick laufe ich seit dem 1. Januar täglich und fühle mich sauwohl. Für mich ist das zwar noch kein „erwähnenswerter Streak“, aber das ist auch nicht meine Motivation.
    Ich denke es ist auch nicht jeder dazu geschaffen täglich zu laufen. Weniger physisch, eher psychisch. Wichtig ist Spaß beim Laufen zu haben. Und den hat nun mal jeder auf seine Weise. Ich laufe lieber 70km am Stück, als 7 Tage hintereinander 10 Kilometer am Tag! ;-)

    • Schön, von Dir zu lesen Gerd! Und wie immer sprichst Du mir aus der Seele. Ich laufe auch lieber einmal „richtig lang“, als 7 mal ein paar Kilometer, nur damit ich einen Streak protokollieren kann.

      Mit dem Stress würde es mir auch so ergehen wie Dir: sobald ich mir Täglichlaufen als Ziel setzen würde, ergäbe das einen Druck, eine negative Auswirkung auf mein Allgemeinbefinden – der Spaß am Laufen wäre bei mir schnell vorbei. Darum mache ich das erst gar nicht. Und wenn es dann doch mal passiert, dann passiert es eben ;-)

  • Hm, mein längster Streak waren wohl so um die vier Tage :-)

    Denke dass es hier um die tägliche Distanz geht – bei 1,6 km am Tag hätte das sicherlich keine großen negativen Auswirkungen (vor allem wenn man die auch langsam läuft).

    Und Streaken hat sicherlich auch etwas mit Laufsucht zu tun – wobei ein bisschen sind wir doch alle laufsüchtig, oder? :-)

    • Wie schon im Beitrag geschrieben: mir wäre der Aufwand für eine so kurze Distanz einfach zu hoch. Klar, 1.6km schafft man jeden Tag. Aber was würde das denn bringen, außer einem Wäscheberg? Ich schwitze nämlich auch bei dieser Distanz schon ;-)

      Und zu Deiner Frage: ja. Ich jedenfalls bekenne mich auch als laufsüchtig. Wie weiter unten schon geschrieben, finde ich das aber nicht so schlimm, wie z.B. eine Nikotinsucht. Wenn man dem Geist, Körper und Mitmenschen nicht schadet, ist doch alles gut. Also: weiter laufen. Manu! :-)

  • Hmmm… mir fehlt die Zeit, oder besser, finde es zu schwierig Zeit frei zu machen um taglich zu rennen. Dabei, mann muss selber wissen ob man da gut bei fülht. Mein längster Streak ist 3 Tage. Die Streaks ohne rennen dauern meist länger, jetzt schon 8 Tage, und das ist glaube ich der längste seit Ende 2012. ;-)
    Aber wenn ich’s möchte, ich sollte das denke ich nicht länger als 1 oder 2 Wochen aushalten. Vielleicht mal ’ne Woche versuchen im Vorjahr.

    • Ich laufe auch lieber dann, wenn ich gerade Lust UND Zeit dazu habe, statt mir täglich den Wecker dafür zu stellen, Dick. Das artet sehr schnell in Stress aus und mir würde es den Spaß am Laufen verderben.

      Einfach laufen, wenn es passt. Und wenn dabei mal ein „Mini-Streak“ herraus kommt: fein. ;-)

  • Meine Laufkarriere ist ja schon eine Weile her, die Knie machen nicht mehr mit, usw. In der aktiven Zeit hatte ich manchmal auch das Gefühl ich müsste jeden Tag laufen, weil mir sonst etwas fehlen würde. Da ich durch die Lauferei abgenommen hatte, setzte noch die Angst ein wieder zu zu nehmen, wenn ich jetzt nicht laufen würde.

    Sucht ist glaube ich eine gute Begründung für die tägliche Lauferei, die sicherlich nicht gesund ist. Der Körper braucht Pause, die Knochen müssen sich erholen. Selbst wenn ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahre, dann merke ich manchmal, dass mein Körper keine Lust hat auf diese Form des „Sports“, und ich entscheide mich bewusst für eine Fahrt mit der Bahn, oder laufe einfach einen Teil der Strecke.

    Sport soll Spaß machen und keine Sucht sein.

    • …das mit der Angst vor dem Zunehmen, wenn man nicht mehr läuft, kenne ich auch als Nicht-Streaker, Paddy! ;-) Und selbst, wenn ich nicht täglich laufe, würde ich mich dennoch auch Lauf-Süchtig bezeichnen. Eben weil ich diesen Drang habe und es nicht lassen kann.

      Aber das ist ja nichts schlechtes, oder? So lange man sich wohl fühlt und seinem Körper keinen Schaden zufügt – und natürlich, so lange man Spaß an der Sache hat.

      Ungesund wird’s, wenn man nicht mehr WILL, sondern meint, man MUSS. Dann setzt der mentale Stress ein. Und wirkt sich auch physisch negativ aus. Glaub ich zumindest.

  • Ich kann dazu nix Neues schreiben.

    Meine Antworten wären auch nicht unabhängig.

    Aber ich lebe noch,
    habe irgendwann damit angefangen als ich mich dafür bereit empfand,
    bin nicht verletzt,
    wurde bisher nicht ernsthaft krank,
    habe Zeit ohne Ende weil ich mein ganzes Leben planen kann,
    laufe länger als ich fürs An- und Ausziehen brauche,
    diese Bewegung „Laufen“ ist für mich normaler geworden als sitzen oder fahren
    warum also an ein Ende denken?

    Mein Arzt sagt dass es mir gut geht und ich „ruhig weiter laufen“ soll

    Ach ja und lieber Eddy Du weißt, dass meine Frau es genau so sieht

    • Lauf, Forest! Lauf! So lange nichts weh tut, so lange Anja auch so viel unterwegs ist, so lange es Paul gefällt, so lange Ihr Euch nicht kaputt macht: lauft! Ich finde es prima! :-D

  • Ich oute mich mal gleich zu Beginn. Der Täglichläufer mit den Achillessehnenproblemen bin ich :-)

    BIn ich deswegen verrückt? Ich denke, man kann nur dann Geschmack von Erdbeeren beurteilen, wenn man selbst mal eine Erdbeere gegessen hat. Will heißen, warum urteilen eigentlich immer andere Läufer über Streak-Runner, die selbst noch nie täglich gelaufen sind?

    Meine Achillessehnen-Probleme sind übrigens gleich in eine Nervenwurzelentzündung im Lendenwirbelbereich übergegangen und jetzt laufe ich mit einem verspannten Rücken. Bin ich verrückt? Mein Sport-Orthopäde hat mir noch nie von meinen Täglichläufen abgeraten. Ihm reicht es völlig, wenn ich unterhalb der Schmerzgrenze laufe.

    Mein Rat an alle Nichttäglichläufer. Versucht es einfach mal selbst und dann sprechen wir uns wieder.

    Mein Streak ist 2.510 Tage, also 6 Jahre, 10 Monate und 12 Tage. Im Durchschnitt laufe ich 7,37 km pro Tag.

    • Ich wußte nicht, dass DU hinter dem Beitrag im Forum steckst: die Welt ist ein Dorf, Andreas! :-)

      Was die Sache mit der Erdbeere betrifft, muss ich Dich mal fragen: ab wann ist ein Streak denn ein Streak? Ich bin mal 18 Tage hintereinander gelaufen. Weiß ich jetzt, wie eine Erdbeere schmeckt?

      Ich freue mich, dass wir dieses Thema zum Anlass nehmen, um uns nächsten Sonntag bei einem gemeinsamem Lauf (endlich!) kennenzulernen und darüber zu quatschen! Da können wir dann gern auf die Frage, ob Du verrückt bist, zurückkommen: ich finde schon, dass Du verrückt bist! – Aber wie ich das meine, erkläre ich Dir am Sonntag. :-)

  • Da hast du dir aber gleich richtig heftige Beispiele rausgesucht. Ich denke bei den Beispielen spielt eine Laufsucht sicher eine Rolle.
    Ich denke einige Nennen sich Streakrunner nur um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen, dass sie Suchtläufer sind. Damit will ich sagen, dass ich vermute, dass viele Streaker suchtig sind.

    Übrigens ich mache gezielt 1-2km-Läufe am Vortag eines jeden Wettkampfes. Dann geht man bevor man ohnehin duschen würde erst laufen. Kurze Hose, T-Shirt drüber und in die Schuhe schlüpfen und los. Also kein Zusatzaufwand. 1-2 Kilometer kann man auch frieren…

    Sport frei!
    Thomas

    • Ohne Extrembeispiele kommt ja keine Diskussion in Gang, Thomas ;-) Ich habe mir allerdings nichts ausgedacht, sondern alle Beispiel im Streakrunner-Forum gefunden!

      Ich bin bei Dir mit der Vermutung, dass Streakrunning eine Sucht werden kann: je länger der Streak, umso schwieriger ist es, einfach wieder aufzuhören. Womit ich aber nicht sagen will, dass das eine „ungesunde Sucht“ ist, wie etwa das Rauchen. So lange man sich im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten bewegt und keinen Raubbau am Körper betreibt, ist alles fein :-D

      • Da muss ich leider nochmal einhaken. Es gibt keine gesunde Sucht! Eine Sucht impliziert immer eine mittel-/langfristige Beschädigung des Körpers. Irgendwann ist jeder einmal krank und sollte sich regenerieren, was Beendigung des Streaks bedeutet. Wer hier nicht aufhört ist süchtig. Ich würde hier auch nicht mit anderen Suchtarten wie Rauchen vergleichen, weil eine Herzmuskelentzündung macht den Unterschied und jeder Raucher (und ich als Exraucher auch) kennt die Geschichten vom 90-jährigen kettenrauchende Opa von nebenan….

        Sport frei!
        Thomas

        • Ob jetzt das WEITERMACHEN bei Krankheit Sucht oder Zwang oder Freude an der Sache benannt wird mal außen vor

          Ärzte empfehlen bei Erkrankungen an die frische Luft zu gehen. (Das war DAMALS mal anders) Wer nun im niedrigen Pulsbereich auf der Ebene seine Meile läuft schadet sich damit sicher nicht. Bedenke, dass ein Streaker einen sehr niedrigen Puls läuft.

          Also seit ich Streake war ich nicht mehr krank, aber was nicht ist kann ja noch werden

          • Da hast du genau richtig eingehakt Lutz. Ich muss das genauer definieren. Auch ich laufe bei einer Erkältung weiter, denn ich habe sehr gute Erfahrung damit gemacht (natürliche Nasenspülung und verbesserte Durchblutung). Natürlich keine langen oder schnellen Läufe! Allerdings bei einem Erkältung die mit Fieber einhergeht, stellt auch ein noch so lockerer Lauf eine unnötige zusätzliche Belastung des Immunsystems dar, was wie gesagt in einer lebensbedrohlichen Herzmuskelentzündung enden kann.

            Sport frei!
            Thomas

  • Spannende Fragen, Eddy. Ich habe schon oft an einen „Streak“ gedacht, nur weil ich mal 5 Tage hintereinander laufen war. Der Gedanke war in etwa so: „Was wäre, wenn ich einfach weitermache?“ Für mich wäre das aber nichts. Streaklaufen ist relativ, ob ich jeden Tag „trainiere“ und auch harte Einheiten wie Intervalltrainings absolviere oder eben die besagte Meile trabe, ist für meinen Körper ein Unterschied. Es wird keine 2 Wochen dauern, dann meldet sich mein Körper und erklärt den Streak für beendet. Ich habe das Grundprinzip der Kompensation missachtet. Ich denke, dass ein gewisser Suchtfaktor eine Rolle spielt. Streaklaufen ist sicher ein Ausdruck für ein gutes Zeitmanagement und die Bewunderung der Sportmuffel hat man sicher.

    • Ich glaube, Du hast da etwas ganz entscheidendes angeschnitten, Henrik: Streakrunning und Wettkampf-Training passen nicht zusammen. Wenn ich so drüber nachdenke, fällt mir auch niemand ein, der Streaks läuft UND gleichzeitig ein Trainingsprogramm für Wettkämpfe absolviert…

      Ergo würde ich mal sagen: Streakrunning ist eher in der Abteilung Spaß und Leidenschaft zu verankern; nicht aber in der Kategorie der ambitionierten Zeit-Renner.

        • Du und AndreasV, ihr seid für mich echte Ausnahmen, Toni:

          Ich glaube, dass die Mehrheit der Streaker nicht gleichzeitig an PB bei Marathons oder anderen Events arbeitet und dafür trainiert.

          • ich kann dir einige von den streakern zeigen die sogar nach Plan von Greif trainieren. Bestes Beispiel Läufer88 ist seit kurzem in Ruhestand und will die AK65 in Sachsen-Anhalt aufmischen.

            und das prominenteste Beispiel:
            Der längste bekannte Streak wird von Ron Hill aus Accrington, England gelaufen, der vom 21. Dezember 1964 bis heute täglich läuft. Bis zum 6. März 1991 trainierte Hill an Wochentagen zweimal täglich, seitdem läuft er eine Einheit pro Tag. Ron Hill hat dreimal an Olympischen Spielen teilgenommen und hält eine persönliche Bestzeit von 2:09:28 im Marathonlauf. (Quelle: Wikipedia)

            • Die Quelle zu den Daten über Ron Hill habe ich im Beitrag auch angegeben. Und bin davon absolut beeindruckt.

              Ich habe in dieser Hinsicht meinen Horizont heute erweitert und weiß jetzt, dass es Überschneidungen gibt.

              Dennoch glaube ich, dass ihr Ausnahmen seid. Lass uns nächsten Sonntag gern darüber sprechen, wenn wir uns beim Laufen kennenlernen: ich freu mich schon darauf! :-D

      • Hallo Eddy,
        falsche Schlussfolgerung. Unser Mitglied Hoppelchen ist 5 Jahre lang täglich gelaufen und hat Leistungsmäßig für Wettkämpfe trainiert.
        Auch die Unterstellung, Streakrunner seien alle „Süchtig“ trifft es nicht. Wir sind genauso wenig süchtig wie jeder andere Mensch der ein Hobby mit Leidenschaft betreibt.
        Gruß,
        Michael (Admin von streakrunner.de)

        • Vielen Dank für Dein Statement und Willkommen in meinem Blog, Michael.

          Natürlich will ich nicht alle Läufer oder Streakrunner in einen Topf werfen. Dazu habe in meinen bisherigen 8 Lauf-Jahren auch schon die unterschiedlichsten Charaktere kennenlernen dürfen.

          Bislang habe ich dabei die Erkenntnis gewonnen, dass die meisten Streakrunner das Täglichlaufen selbst als Motivation fürs Laufen zugrunde legen.

          Auf der anderen Seite kenne ich zahlreiche leistungsorientierte Läufer. Alle laufen nach Trainingsplänen – keiner davon ist Streakrunner.

          Und selbstverständlich gibt es dazwischen auch eine Schnittmenge. Das will ich nicht bestreiten. Aber ich glaube immer noch, dass dies die „Ausnahmeläufer“ sind.

          Und um noch einmal auf das Thema Sucht zu kommen: Doch, ich glaube schon, das Streakrunning süchtig machen kann. Genau so wie das Laufen selbst. Ich jedenfalls würde schon von mir behaupten, dass ich süchtig nach Laufen bin. Und ich finde das überhaupt nicht schlimm.

          So lange man Spaß hat, seinem Körper nicht schadet und seine Verpflichtungen erfüllt, ist Laufen/Täglichlaufen eine „Sucht“ im positiven Sinne.

          • Sucht hat für mein Verständnis etwas Selbstzerstörerisches. Alkohol, Drogen,… jemand der Täglich läuft, vor allem wenn er dies schon sehr lange tut würde mit selbst zerstörendem Verhalten nicht weit kommen. Das einem ohne Laufen (Täglich Laufen) etwas fehlt…. ok. ;)

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Da wo ich laufe, ist auch meine GoPro mit am Start: Ich versuche, die unvergleichlich tolle Stimmung beim Laufen einzufangen. Die Videos gibt es hier und bei Youtube.