Unter normalen Voraussetzungen werde ich in diesem Leben niemals einen Marathon gewinnen. Das macht aber nix; schließlich laufe ich ja nicht gegen die Uhr, sondern aus Leidenschaft. – Beim diesjährigen Bremen Marathon war das jedoch anders: ich habe tatsächlich das komplette Feld angeführt. Und nach unfassbaren 2:31:37 h war ich am Ziel. Gänsehaut-Feeling!

Okay,  ich bin natürlich nicht gelaufen. Ich war mit dem Rad auf der Strecke.

Eddy is ready

Eddy is ready…

Aber die Gänsehaut hatte ich wirklich, als ich den schnellsten Läufer vorbei ließ, um das Zielband zu durchlaufen. Und im Gegensatz zu diesem irren Flitzer, der beim Berlin-Marathon vor dem neuen Weltrekordler Kipsang ins Ziel gelaufen ist (Nicht gesehen? Hier ein kurzes Video), war mein Einsatz völlig legal. Und darum wurde ich hinterher auch nicht angezeigt – im Gegensatz zu diesem Bekloppten.   :twisted:

Dieser Marathon war für mich eine absolut außergewöhnliche Erfahrung. Und ich glaube, ich war nervöser als der Favorit. Ich hatte nämlich eine Aufgabe: ich sollte vom Rad aus filmen…

Der Anruf von Oliver Sebrantke erreichte mich im Sommer: ihm gefielen meine Video-Filmchen. Und darum wünschte er sich von mir eine Video-Reportage seines nächsten Rennes, dem 9. swb Marathon in Bremen. Nun muss man wissen: Oli ist in Bremen ein echter Held. Schon zwei mal hat er es hier als erster ins Ziel geschafft! Und dieses Jahr wollte er seinen dritten Sieg einstreichen.

Er würde mir eine Genehmigung für eine Radbegleitung auf der Strecke besorgen, so dass ich ihn mit meiner GoPro begleiten könnte.

Boah – spannend! So was hab ich noch nie gemacht. Sofort schossen mir viele Gedanken durch den Kopf: wie schnell muss ich da fahren? Und wie lange? Wie komme ich um enge Kurven, bergauf, über Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen – einhändig und mit dem Blick auf den Läufer gerichtet, statt auf die Straße? Und hab ich die Kondition für so was?

Langer Rede kurzer Sinn: natürlich hab ich diese Herausforderung angenommen! Einmal haben wir dann kurz geübt (hier ist der Bericht samt Kurz-Video) – das sollte reichen. Am Race-Day habe ich mich dann gleich mit drei Kameras ausgerüstet, um alles festhalten zu können.

Eddy + GoPro am Stiel

Testfahrt mit GoPro

Das Ergebnis dieses Abenteuers ist neben einer knapp 7 Minuten langen Reportage die Erkenntnis, dass es bei einem Marathon ganz vorne recht einsam ist: Die große Menge der Zuschauer steht noch gar nicht an der Strecke, weil man noch gar nicht mit den Läufern rechnet!

Spannend war das Rennen dadurch, dass Klaus Eickel aus Bochum sich mit Oli ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte.

Eigentlich sollte Klaus ebenfalls per Rad begleitet werden – und zwar von keinem Geringeren, als dem schnellsten deutschen Marathonläufer, Jan Fitschen! Leider musste Jan aber wegen einer zuvor durchgeführten Fuß-OP ganz kurzfristig absagen (hier sein Fuß-Foto). Naja, so konnten wir uns jedenfalls nicht gegenseitig über den Haufen fahren…  :roll:

Genug geredet. – Jetzt die Reportage: ich hoffe, sie gefällt Euch.

Viel Spaß!

 

 

 

Herausforderung Marathon-Film
Just Run! And Smile!

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