Im Januar habe ich darüber gejammert festgestellt, dass diesem Blog die Puste ausgeht. Und zwar umso mehr, je weniger ich laufe bzw. etwas darüber zu berichten habe. Fakt ist, dass mein Fitnesstracker inzwischen mehr Rad- als Laufkilometer aufzeichnet (gucksdu). Das macht es natürlich schwierig, Content für einen Laufblog zu produzieren… 😲

Mein Vorsatz für das neue Jahr war: wieder mehr laufen und wieder mehr bloggen. Das mit dem Laufen hat bisher noch nicht so toll geklappt. Die drei Ausreden dafür sind 1 Schweinehund und 2 OPs. Aber immerhin blogge ich heute schon zum dritten Mal dieses Jahr! Und dafür darf ich mich selber loben, finde ich. Ist ja schließlich mein Blog 😀. Ja sicher, es ist gefühlt schon fast Mai. Aber zum Vergleich: im kompletten letzten Jahr sind hier insgesamt nur fünf Beiträge erschienen! Weissebescheid.

Während Teil zwei meiner Neujahrsvorsätze also schon ganz gut gelingt, hapert es noch mit Teil eins. Der Schweinehund lacht sich kaputt, wenn ich nach der Arbeit die Chipstüte aufreiße, statt eine Runde um den Block zu laufen. Und je mehr Chips, desto höher das Gewicht, umso schlechter läuft’s. Ist ja keine neue Erkenntnis. Ich esse eben gern, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und immer, wenn ich meine Couch sehe… ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen will: ich habe einen Plan, was Teil eins betrifft. Und der basiert auf folgender Erkenntnis:

Laufen läuft nicht, aber Gehen geht.

Noch vor ein paar Jahren bin ich 10 Kilometer unter fünfzig Minuten gelaufen. Heute brauche ich dafür eine Stunde zwanzig. Es ist aber nicht die Zeit, die zählt, sondern die Leidenschaft: Damals hatte ich einen Mordsspaß an schnellen Läufen. Heute hingegen quäle ich mich umso mehr, je besser die Pace sein soll. Es ist inzwischen eben so: langsamer läufts besser.

Was liegt dann näher, als zu gehen, statt zu rennen?

Dieses Jahr habe ich den Startplatz beim Venloop sausen lassen, und ich plane keine Teilnahme an irgendwelchen anderen Lauf-Events. Allein dieser Entschluss hat gut getan. Ich stelle fest, dass ich mich mit jeder Anmeldung unbewusst selbst unter Druck gesetzt habe. Denn ein Lauf-Event ist auch immer ein Wettkampf. Und wenn Du nicht in einer Wettkampf-Verfassung bist, macht ein Wettkampf keinen Spaß, sondern bedeutet Stress. So geht mir das jedenfalls.

Stattdessen soll dieses Jahr ein Wanderjahr werden. Gemeinsam mit Kathi habe ich auch schon mit der Planung begonnen: Wir wollen gemeinsam auf dem Jakobsweg pilgern, oder einen Wanderurlaub in den Bergen Mallorcas verbringen. Während wir überlegten, recherchierten und kalkulierten, erreichte mich über trusted blogs eine Kampagnen-Ausschreibung des Tourismusverbandes der Kitzbüheler Alpen in Tirol:

Gesucht werden Blogger, die sich auf Wanderschaft begeben, um in 5 Tagesetappen einen 79 km langen Weitwanderweg – den Koasa Trail – zu erleben, und davon im Blog mit Bildern und evtl. kurzen Videosequenzen berichten.

Keine Ahnung, ob so etwas Zufall ist oder ein Wink des Schicksals. Ich habe mich jedenfalls sofort auf diese Kampagne beworben. Und Tadaaa: gestern erreichte mich vom Veranstalter doch tatsächlich die frohe Botschaft, dass ich zu den ausgewählten Bloggern gehöre und diesen Trip zusammen mit Kathi antreten darf!

Ich freue mich gerade wie Bolle!

Und ich überlege schon, ob ich meinen Blog jetzt umbenennen soll in Eddys-Wanderblog. Oder besser in Eddys-Lauf-und-Wander-Blog, denn das Laufen will ich nicht bleiben lassen, so lange es geht. Und ich gebe ja auch die leise Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder die Kondition für einen Marathon oder sogar einen Ultralauf zu haben. Das Gefühl vor und nach der Ziellinie ist nämlich schon echt sehr geil… 😉

Jetzt aber wird also erst einmal gewandert, was das Zeug hält. Schon in der letzten Juni-Woche geht es rauf auf den Wilden Kaiser. Herrlich!! Und weil ich auf diesen Trail natürlich perfekt vorbereitet sein will, habe ich heute schon mal zwei wichtige Utensilien geordert:

GoPro HERO 7 Black Edition

Salomon Wanderschuh X Ultra 3 Mid GTX

Bleibst Du bei mir?

Bleibst Du mir treu, auch wenn es hier zukünftig nicht ausschließlich ums Laufen geht? Und sollte ich diesen Blog tatsächlich umbennen? Schreib mir bitte Deine persönliche Meinung in einen Kommentar. Daaankeee!!

Wer ist der Harlerunner?
Mit dem Rad zur Arbeit in Bremen

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