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Jetzt ist der Winter also doch noch bei uns ankommen: -9 Grad, die sich zusammen mit etwas Wind noch wesentlich kälter anfühlen.

Wetter in Bremen

Eigentlich wollte ich heute ja mindestens 15 Kilometer laufen. Aber es fiel mir schwer, mich aufzuraffen. Eine heiße Sauna würde mir eigentlich bei dieser Kälte besser gefallen…

Aber als ich erst einmal in die dicke Laufhose, Buff, Mütze, Handschuhe und Thermojacke geschlüpft war, musste ich dann auch schleunigst raus: ich begann zu schwitzen, obwohl ich mich noch kein Stück bewegt hatte… ;-)

Die ersten Minuten waren ungewohnt: es  ist eben schon ziemlich lange her, dass der Wind piekst wie tausend Nadeln, und dass die Kälte durch die Hose bis zum Hintern rauf klettert. Hatte fast vergessen, wie das ist – aber mich sofort wieder daran erinnert.

Schon nach wenigen Kilometern war ich aber auf „Betriebstemperatur“. Den Buff hatte bis über die Nase hoch gezogen und die Mütze tief bis über die Augenbrauen herunter geschoben. Perfektes Styling für einen Banküberfall. Die Beine waren in der Thermohose warm gelaufen und gegen die High-Tech-Jacke konnte der eiskalte Wind nichts ausrichten.

Meine Gedanken gingen auf die Reise (wie immer auf Longjogs: herrlich!) und ich dachte zurück an vergangene Winterläufe: Bei strahlendem Sonnenschein und mit passender Kleidung ist so ein Lauf im Winter auch bei klirrenden Temperaturen ein echter Genuss.

Und dann fiel mir ein, dass ich heute bei Facebook schon einige Meldungen von Läufern gelesen hatte, die sich nicht gerade positiv über das Laufen bei Kälte geäußert hatten – mal vorsichtig ausgedrückt. Das hat mich zu diesem spontanen Beitrag angeregt. Ich will dies hier unbedingt los werden:

Liebe „Kollegen“,

bitte jammert nicht über Schnee und Frost!!

Erstens: Euch zwingt niemand zum Laufen. Bleibt doch zu Hause, wenn es Euch zu kalt ist!

Zweitens: Mit unseren High-Tech-Klamotten kann uns Nässe und Kälte doch gar nichts anhaben.

Drittens: Wir können uns nach dem Laufen nicht nur eine heiße  Dusche leisten, sondern genießen auch noch den Luxus einer wohlig-warmen Stube.

Schlafsack statt SchneedeckeAlso jammert nicht.

Denkt stattdessen bitte an die Menschen, die bei diesen Temperaturen draußen leben müssen. Nicht freiwillig – und ohne Thermoklamotten!

Mich hat das heute so bewegt, dass ich spontan ein paar Euro für die Obdachlosen gespendet habe.

Über den Link „Schlafsack statt Schneedecke gibt es Infos zum Spenden-Projekt. Das war’s schon: ich danke Euch fürs Zuhören.

Projekt 10.000 Schritte pro Tag
Schneller Laufen mit Hypnose?

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