Dieses Jahr ist zwar noch nicht vorbei, aber fest steht, dass ich auch 2019 an keinem Lauf-Event teilgenommen haben werde. Seit dem letzten offiziellen Zieleinlauf sind nun zwei Jahre vergangen: die letzte Urkunde stammt vom Halbmarathon in Bremen aus 2017.

Ich laufe unbeschwert und stressfrei, wenn ich nicht von einem Besenwagen gescheucht werde und mich nicht als dicke Rennschnecke vor klatschenden Menschenmassen präsentieren muss. Aber offen gesagt fehlt mir diese wunderbare Atmosphäre eines Lauf-Events: Die Aufregung vor dem Start, das Kribbeln auf der Strecke und das wunderbare Gefühl im Ziel sind Emotionen, die ich gerne wieder erleben möchte.

Nächstes Ziel: Venloop 2020

Darum habe ich mir für 2020 vorgenommen, wieder über eine Ziellinie zu laufen und dafür eine Medaille zu kassieren. Den ersten Schritt habe ich schon vor ein paar Monaten gemacht und mir einen Startplatz beim schnell ausverkauften Venloop gesichert. Es ist bereits meine fünfte (!) Anmeldung, aber ich habe bislang erst ein Mal in Venlo gefinisht (wie meine Statistik zeigt). Die Gründe in Stichworten: 1 x DNF und 2 x DNS. 

Nächstes Jahr soll es besser laufen. Und damit das klappt, müssen nur zwei Punkte erfüllt werden: ich muss die 21 Kilometer schaffen. Und ich muss es vor dem Besenwagen ins Ziel laufen. Ich bin sicher, beides bekomme ich hin. Aber das hab ich ja schon oft gedacht; und dann kam alles ganz anders… Nichts desto trotz habe ich bereits mit dem Training begonnen. Und gestern habe ich endlich mal wieder die Halbmarathon-Distanz geschafft: YEAH! Okay, das klingt jetzt nicht nach einer großartigen Leistung. Aber ich freue mich, weil ich vor ziemlich genau einem Jahr zuletzt so weit gelaufen bin. Und ich war mit 7:35 min/km ähnlich „schnell“. Aber hey: in erster Linie zählt für mich bekanntlich die Leidenschaft.

Hier ein Schnappschuss von gestern, entstanden übrigens fast vor meiner Haustür:

Schnappschuss von der Laufstrecke mit Daten vom Training.

Als nächstes will ich die Lauf-Umfänge noch weiter ausdehnen, so dass 21 Kilometer mich nicht in die Knie zwingen können. Und ich will auch meine Pace etwas verbessern, denn da ist eindeutig Luft nach oben (also nach unten…). In Venlo läuft man bei 2:30:00 mit den letzten 50 Teilnehmern ins Ziel, und nur 8 Männer haben dieses Jahr mehr als 3 Std. benötigt. Da möchte ich am liebsten schon längst mit anderen Finishern ein alkoholfreies Bier trinken und ganz entspannt quatschen…

Wer braucht schon Pace?

Mein Lauf- und Blogger-Kumpel Gerd schrieb auf Facebook „Wer braucht schon Pace?“ und ich gebe ihm recht: in unserer Alters-, Gewichts- und Leistungsklasse ist die Pace nicht der wichtigste Faktor. Darum versuche ich auch gar nicht wirklich, schneller zu laufen. Stattdessen arbeite ich an meinem BMI: da steckt für mich das meiste Potential. Irgendwo hab ich gelesen, dass man auf der HM-Distanz pro Kilo weniger Übergewicht 1 Minute schneller wird. Prima: ich kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und bis zu 20 Minuten raus holen! …*sigh*…

Na, jedenfalls behalte ich die Waage mal locker im Blick(winkel). Und meinen Running-Index: der schätzt nämlich anscheinend gar nicht so schlecht ein, wo ich mit der aktuellen Verfassung auf den diversen Distanzen zeitlich landen kann:

Running Index

Aber in der Hauptsache hoffe ich, gesund zu bleiben, so dass ich nächstes Jahr endlich wieder mit Gänsehaut und breitem Grinsen im Gesicht ins Ziel laufen kann.

Wer kommt nach Venlo?

Das Lauf-Blogger-Camp 2019 (#LBC2019)

15 Kommentare

Mach mit und hinterlasse einen Kommentar

Feedback