Im Moment weiß ich noch nicht, ob an das Ende dieser Überschrift ein Fragezeichen oder ein Ausrufezeichen gehört. Fakt ist, dass ein Marathon von Jahr zu Jahr eine größere Herausforderung für mich wird. Eigentlich dachte ich ja, dass mein Körper sich mit jedem Lauf ein bißchen mehr an diese Belastung gewöhnt. Und ich glaubte, dass die 42 Kilometer ihren Schrecken immer mehr verlieren, je öfter ich sie laufe… Was aber in Wirklichkeit geschieht, ist das genaue Gegenteil. Es wird immer schwieriger, die Ziellinie zu erreichen. Und es dauert jedes mal länger, wie man hier sehen kann:

Klar, ich werde nicht jünger. Und es ist ja nichts ungewöhnliches, mit über 50 nicht mehr so schnell zu sein, wie 10 Jahre zuvor. Bei mir kommen zu den 10 Jahren aber auch noch über 10 Kilo Fett dazu. Ja, wirklich: nicht Gewicht, sondern Fett. Ich habe meinen BMI von einem „nicht schlecht, aber auch nicht perfekt“ zu einem Wert mit „gesundheitlichem Risiko“ verändert, wie es im BMI-Rechner von Edeka formuliert wird:

Natürlich bin ich selbst daran schuld. Das weiß ich. Ich hab mich einfach nicht im Griff. Meinen Kampf gegen die Pfunde führe ich, seitdem ich 2006 mit dem Kettenrauchen aufgehört, und mit dem Laufen angefangen habe. Und es ist völlig egal, ob ich pro Monat 50 oder 200 Kilometer laufe: mein Schweinehund lacht sich darüber kaputt und sorgt dafür, dass grundsätzlich mehr Kalorien eingefahren, als verbrannt werden!

Ich habe mit dem Rauchen aufgehört. Ich hab eine Nasenspraysucht überwunden. Aber ich kann einfach nicht aufhören, zu viel zu essen. Der Teller wird immer komplett leer gemacht. Verrückt. Aber ich komme vom Thema ab…

 

Probleme mit den Adduktoren

Eddy die Marathonne beim swb Marathon in Bremen (2014)

Marathonne (2014)

Meine Ausdauer hat sich durch das Laufen auf jeden Fall immer weiter verbessert: in Münster habe ich 6 Stunden durchgehalten, beim Rennsteig war ich 9 Stunden unterwegs. Und trotz Übergewicht ist stundenlanges Laufen in dieser Hinsicht kein großes Problem. Sogar der Muskelkater hält sich auch nach langen Einheiten sehr in Grenzen.

Was mir aber Kopfzerbrechen bereitet: seit einiger Zeit tun mir nach dem Laufen die Adduktoren weh. Je länger der Lauf war, umso länger dauert es, bis die Schmerzen wieder verschwinden. So etwas kannte ich bislang gar nicht. Und ich habe keine Ahnung, warum diese Schmerzn nun auf einmal auftreten.

Natürlich habe ich schon das allwissende Orakel um Rat gefragt (Adduktoren Schmerztherapie). Ich werde wohl meine Blackroll entstauben müssen… *räusper* …aber viellleicht kannst Du mir mit Tipps aus eigener Erfahrung helfen?

Ich würde mich wirklich sehr über Deinen Kommentar freuen!

 

Fazit

Aus heutiger Sicht würde ich sagen, ich werde keinen Marathon mehr laufen. Die Qualen übersteigen die Freude und den Spaß. Weil ich aber auf das Glücksgefühl beim Erreichen einer Ziellinie nicht verzichten möchte, werde ich weiterhin zumindest bei Halbmarathons teilnehmen: für den Venloop 2018 habe ich mich schon angemeldet. Und komplett auf das Laufen verzichten möchte ich auf gar keinen Fall – es ist immer noch meine große Leidenschaft. Darum hoffe ich, dass ich auch in 10 Jahren noch über neue Erlebnisse berichten kann…


P.S. Wer oben genau hingesehen hat, hat festgestellt, dass ich nicht nur schwerer, sondern auch kürzer werde! Aber das ist ein anderes Thema…

Lauf-Blogger auf Klassenfahrt, Vol.5

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