Um den langen Lauf spannender zu gestalten, habe ich etwas neues ausprobiert: ich habe am Computer eine Strecke „zusammengeklickt„, und diese bin ich dann mit Hilfe meines Forerunners „blind“ abgelaufen. Und das war richtig spannend!

Den Streckenverlauf habe ich mit Hilfe einer Karte auf www.gpsies.com geplant. Dabei habe ich speziell Nebenstrecken wie Feld- und Waldwege gewählt, um möglichst weit weg vom Verkehr und Publikum zu laufen. Und natürlich, um neue Wege zu entdecken.

Entlang der Strecke habe ich Zwischenziele definiert, die ich unterwegs erreichen wollte. Im Beispiel hier unten ist es der Silbersee, den ich bisher noch nicht kannte.

Mit den Tools von gpsies.com hatte ich bei der Planung jederzeit die Gesamt-Distanz im Auge, sowie die Gesamt-Laufzeit, bezogen auf ein von mir definiertes Lauftempo:

Damit war schon allein die Planung ein Vergnügen, das mir Lust auf den langen Lauf machte:

Tatsächlich konnte ich es kaum erwarten, das Ufer des Sees und die anderen Ziele zu erreichen…

Und es konnte auch gleich los gehen, denn mit nur einem einzigen Mausklick lassen sich geplante Strecken auf den Garmin-Laufcomputer übertragen.

Siehe dazu die Infos hier rechts im Kasten.

Also rein in die Klamotten und raus auf die Piste: unbekanntes Terrain erwartete mich! :-D Aber Achtung: ich bin ein Orientierungs-Legastheniker…

…das muss ich spätestens an dieser Stelle erwähnen! Denn erst damit wird klar, auf welch ein irrwitziges, ja lebensgefährliches Abenteuer ich mich einlasse, wenn ich einfach drauf los laufe! Ohne zu wissen, wo es lang geht. Und ohne eine Ahnung, ob die geplanten Waldwege auch tatsächlich existieren! Der reine Wahnsinn! :roll:

Aber ausgerüstet mit meinem Forerunner nahm ich die Herausforderung an: ich musste nur dafür sorgen, dass der kleine Pfeil auf dem Display immer der Linie folgt. Denn der kleine Pfeil, das war ich.

Neben dem Forerunner zählte auch ein Trink-Rucksack zur Ausrüstung. Denn die Strecke war 50 Kilometer lang. Damit würde es der längste Lauf meines Lebens werden! Wenn schon Abenteuer, dann richtig…

Und darum hatte ich auch mein iPhone mitgenommen. Sozusagen als Nothammer: ich konnte jederzeit Kathi anrufen, meine Position durchgeben und mich einsammeln lassen, wenn mich die Kräfte verlassen. Oder wenn ich mich hoffnungslos verlaufen hätte!

Ich kann mit stolz berichten, dass ich mich nicht ein einziges mal verlaufen habe! Das Ablaufen der geplanten Wege war total spannend und dermaßen kurzweilig, dass ich nur selten die Uhr dabei im Blick hatte. – Bis nach über viereinhalb Stunden Kathi anrief…

Sie wollte mich zum Cabrio-Cruisen einsammeln; und ich hab natürlich nicht nein gesagt. Als wir uns trafen, hatte ich immerhin 42,5 km auf der Uhr. Stolz wie Oskar. Den 50er habe ich noch im Hinterkopf – aber dafür muss ich erst wieder eine neue Route planen…

Vom Rauchen zum Laufen
Weniger Laufen nach Plan

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