Wahre Helden laufen langsam!

Liebe Mitläufer. Insbesondere liebe Startblock-A-Starter, liebe Marathon-unter-3-Stunden-Renner und liebe Rekordzeit-Jäger. Ihr seid großartig! Ihr seid die Besten! Aber, und das müsst ihr jetzt aushalten: die echten Helden starten beim Marathon in der letzten Reihe. Die wirklichen Helden erreichen das Ziel nach über 5 Stunden. Die wahren Helden laufen langsam…

Insbesondere diejenigen, die jetzt ungläubig die Stirn in Falten legen, mir gedanklich einen Vogel zeigen und mich als Spinner bezeichnen, sollten weiter lesen. Speziell Euch möchte ich bitten, ein paar Minuten länger darüber nachzudenken. Und bevor Ihr weg klickt – die Behauptung ist gar nicht von mir, sondern von “Einem von Euch”. Und das kam so:

© Sport-Ziel

Letzten Sonntag hatte ich gerade die letzte von sieben 5km-Runden begonnen. Der letzte Vorbereitungslauf für den nächsten Marathon. Ich war schon über 3 Stunden unterwegs und mein Akku war alle. Denn ich hatte mich wieder mal von schnelleren Läufern anstecken lassen und bin zu flott gestartet. Und wie immer bekam ich dafür die Quittung: jetzt  lief ich nur noch im Schleichtempo.

Genau zu dieser Zeit startete der Oliver eine lockere 5km-Runde und gesellte sich an meine Seite. Der Oliver läuft eigentlich doppelt so schnell wie ich: Letztes Jahr habe ich ihn per Fahrrad begleitet, als er den Bremen-Marathon in 2:31:37 gewonnen hat… 8-O  (hier sind Bericht & Video).

Marathon-Vorbereitung-2

© Sport-Ziel

Jetzt lief er also neben mir her und wir plauderten ein wenig. Nee, Blödsinn: er redete und ich war froh, dass ich nur zuhören brauchte, denn ich brauchte meine Luft jetzt zum Überleben. Und genau er war es, der dann diesen Spruch machte: Er, der Marathon-Gewinner, bezeichnete uns Marathon-Schnecken als wahre Helden!

Zunächst dachte ich, dass sich wieder einmal ein Läufer aus Startblock-A über die Jogger aus Startblock-F lustig machen würde. “Wieder einmal” schreibe ich, weil ich eben immer mal wieder entsprechende Dialoge aufschnappe. Leider…  :-?

Aber diesmal lag ich daneben: weiter lesen

Wie wichtig ist die Herzfrequenz?

Letzten Sonntag habe ich das Ergebnis meines zweiten Marathon-Vorbereitungslaufs bei Facebook veröffentlicht. Womit ich nicht gerechnet hätte: die Auswertung hat mir nicht nur einige Kommentare, sondern auch persönliche Mails beschert. Sogar eine Schulnote habe ich dafür bekommen: Fünf Minus  8-O

Hier ist die veröffentlichte Grafik, die meine gelaufenen Kilometer, die Dauer der Trainingseinheit, sowie die durchschnittliche und die maximale Herzfrequenz zeigt:

Marathon-Vorbereitungslauf

Mehrere Leute signalisierten mir, dass die Einheit als Vorbereitung auf einen Marathon viel zu lang gewesen sei. Und die meisten fanden meine Herzfrequenz viel zu hoch.

An dieser Stelle mal zur Info: dieses Training bin ich zusammen mit meiner Frau Kathi in ihrem Tempo gelaufen. Normalerweise laufe ich ein kleines bisschen schneller; und mein Durchschnittspuls liegt dann noch einmal locker 10 Schläge höher! Umgebracht hat mich das bis jetzt nicht, und ich habe auch schon Marathons bis ins Ziel geschafft.


Was aber wäre, wenn ich versuche, mit einem Puls “im grünen Bereich” zu laufen? Genau das habe ich heute ausprobiert. Hier ist das Ergebnis:

Puls-Training

Sieht das besser aus? Okay, mag sein. Ist vielleicht auch gesünder? Das weiß ich nicht. Was ich aber weiß: das war ein Tempo, bei dem mich Nordic Walker hätten überholen können! Und das ist auf jeden Fall für meine Psyche alles andere, als gesund!  :oops:

Ganz ehrlich:  weiter lesen

Keine Zeit fürs Sommerloch

Endlich habe ich Urlaub! Genauer gesagt, schon seit einer Woche. Und zwei liegen noch vor mir. Ich habe mir vorgenommen, eine Menge Sport zu treiben: Jeden Tag Kraftübungen und Cardio-Training; und natürlich eine Menge Kilometer fressen. Jetzt ist die Zeit, um für den nächsten Marathon fit zu werden. Ich hab mich schon mal angemeldet: 5. Oktober, Bremen.

Fit werden ist wichtig für mich. Genauer: 5 Kilo los werden, die mir seit April zugeflogen sind. Mal wieder. Hier ist die Grafik des Grauens. Es lohnt nicht, weiter darüber zu schreiben…  :roll:

Über Trainingseinheiten schreibe ich ja normalerweise auch nicht. Viel zu langweilig. Aber zwei Begebenheiten verdienen eine Ausnahme:

1. Verlaufen beim Kreis-Laufen

Der Organisator des Bremen-Marathon veranstaltet immer drei Vorbereitungsläufe. Dabei kann man von 8 bis 12 Uhr einen markierten 5km Rundkurs laufen, so oft man will oder kann. Im Start-/Zielbereich gibt es Getränke und frisches Obst. Und sogar kostenlose Massagen. Eine tolle Sache, bei der ich gerne dabei bin.

5km Rundkurs im Rhododendron-Park

5km Rundkurs

Beim ersten Lauf vor ein paar Wochen habe ich immerhin 7 Runden geschafft!

Quizfrage: Wie viel Kilometer sind das??

Richtig: 36! Jedenfalls, wenn man Eddy heißt, sich auf der siebten Runde noch verläuft und eine Schleife macht…

Siehe Markierung im Bild: das muss mir erst mal einer nachmachen!  :lol:

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