Ich habe meinen ersten 60er “im Sack” und bin stolz wie Bolle. Aber ich will hier nicht prahlen, sondern berichten, was diesen Lauf von einem normalen Training unterscheidet. Und das ging schon bei der Planung los:
Einen Tag zuvor entschied ich mich fĂŒr einen langen Lauf im Bremer BĂŒrgerpark. Es gibt dort eine 5-km-Runde, die ich so oft laufen wĂŒrde, wie es mir gefĂ€llt und wie es meine Tagesform zulĂ€sst. 10 Runden sollten es werden, denn schlieĂlich möchte ich demnĂ€chst meinen ersten Ultra-Marathon (den Rennsteiglauf) bestreiten. Vorteil des BĂŒrgerpark-Rundkurses: ich kann jederzeit abbrechen und bin nach nur 2,5 km wieder zu Hause!

Hier kommt Entscheidung Nr. 2 fĂŒr den Rundkurs: jeder kann selbst entscheiden, wie oft er die 5 km mitlaufen möchte. Und jeder kann bestimmen, ob er/sie um 8 Uhr einsteigt, oder lieber erst um 12 Uhr startet…
Meinen eigenen Startschuss hatte ich fĂŒr 8 Uhr geplant. FrĂŒh genug, denn gerade erst wurden die Uhren auf Sommerzeit vorgestellt. Der Tag begann mit Nebel und das Thermometer zeigte 3 Grad. Brrrr… Laut Wetterbericht sollte dieser Sonntag aber sonnig werden und Temperaturen ĂŒber 15 Grad erreichen. – Was sollte ich also anziehen?!
Ich entschied mich fĂŒr eine kurze Hose, ein Langarm-Shirt und eine Winter-Laufjacke. Und “fĂŒr spĂ€ter” wĂŒrde mir Kathi eine dĂŒnne Weste in den BĂŒrgerpark bringen. Denn Kathi wollte mich auch noch begleiten…
Los geht’s um 8 Uhr:
Die ersten drei Runden drehte in einer idyllischen Kulisse (Nebel, fast keine Menschen unterwegs) und einer traumhaften Ruhe. Handschuhe hĂ€tte ich brauchen können – meine Finger wurden eiskalt! Sonst aber alles gut.



Zwischendurch besuchte uns Silvia noch einmal, diesmal mit dem Göttergatten Steffen und dem Sohnemann.
Endlich kam dann auch die Sonne durch und bei Kilometer 45 zog ich die Winterjacke aus und lief nur im Shirt weiter: herrlich!
Kurz nach 13 Uhr. 10 Runden / 50 Kilometer geschafft. Eine geht noch…
Ich verabschiedete mich von Kathi und lief alleine noch eine weitere Runde. Und wĂ€hrend ich ĂŒberlegte, ob ich es damit bewenden lassen sollte, sah ich von weitem den Chris Freude strahlend auf mich zu laufen. Super!
NatĂŒrlich liefen wir gemeinsam eine weitere Runde, die wir regelrecht verquatschten! đ
Damit sollte dann aber Schluss sein. SchlieĂlich hatte ich mein Ziel mehr als erreicht – und auĂerdem wĂŒrde ich sonst zu spĂ€t zum Grillen bei Steffen und Silvia erscheinen… đ
Es war also ein rundum gelungenes Training und ein toller Tag! Das werde ich bestimmt mal wiederholen. Wollt Ihr noch wissen, wie lange ich unterwegs war? – Die Zeit ist mir eigentlich egal. Aber fĂŒr die Statistik: 60 Kilometer in 6:26:10 h.
Ich will jetzt keine Gratulationen von Euch lesen: Das war nur ein Training und davon soll noch viel mehr kommen… Vielmehr möchte ich Euch mit diesem Beitrag eine Anregung dafĂŒr geben, wie man einen langen Lauf sehr abwechslungsreich und spannend gestalten kann. Egal, ob man dann 10 oder 100 Kilometer lĂ€uft.
Mit Begleitung ist der SpaĂfaktor extrem hoch. Vor allem, wenn man vorher nicht weiĂ, wer so alles “vorbei lĂ€uft” đ






Mensch Eddy, DU TIER!!
Super gemacht und super Idee das mit den Begleitern. Aber das Beste, auch wenn es fĂŒr dich unwichtig erscheint, istdeine tolle Zeit! Mann, das ist ja eine etwa 6:25 er Pace, wenn man die sicherlich vorhanden Pausen noch berĂŒcksichtigt ….echt der HAMMER!!
Das mit den Runden machen Meli und ich bei einigen langen VorbereitungslĂ€ufen ĂŒbrigens ganz genauso. Da ist man viel viel flexibler und kann besser, auf was auch immer, reagieren, und wenn es nur das drĂŒckende GedĂ€rm ist ;-).
So, und eines kannst du mir glauben, ĂŒber ein erfolgreiches Finish beim Rennsteig musst du dir wasmdie Ausdauer angeht keine Gedanken machen, die Distanz hast du schon heute drauf! Was noch fehlt sind die Hohenmeter…..
Aber keine Sorge, auch da kann man einiges machen, auch wenn man im Flachland wohnt. Z.B. kannst du an BrĂŒcken trainieren, gibt es doch sicherlich ein paar vernĂŒnftige bei euch, oder? Also, Die BrĂŒcke in einem sehr schnellen Tempo auf der einen Seite hoch, im leichten Trab auf der anderen Seite wieder runter, umkehren und wieder schnell hoch, langsam runter usw.! Der Anstieg sollte schon etwa 100 Meter, besser lĂ€nger sein und etwa 10 – 20 Hm haben. Das ganze 10 – 20 mal wiederholt und du hast genĂŒgend Kraft in den Beinen, um den ThĂŒringer Wald zu rocken. Es mĂŒssen nicht entlos lange Anstiege in der Vorbereitung sein!
Also, du bist auf einem sehr guten Weg Eddy und trainingstechniach SEHR GUT aufgestellt.
Viel SpaĂ noch bei deiner Vorbereitung,
Steffen
Vielen Dank fĂŒr Deine nĂŒtzlichen Tipps zur Vorbereitung auf diesen – fĂŒr mich wahnsinnigen – Plan! Ich werde am Wochenende mal nach BrĂŒcken in Bremen Ausschau halten – aber ob mir das dann am Rennsteig ĂŒber die Zielllinie hilft… nun, wir werden es erleben! đ
Glaube mir Eddy, ein sehr schnell gelaufener kurzer intensiver Anstieg 10 – 20 mal wiederholt ist ebenso intensiv wie ein Lauf mit 500 oder 700 Hm, den du ja deutlich langsamer ansolvieren wĂŒrdest. Der Trainingseffekt ist bei beiden gleich – Kraftausdauer! Und das ist es, was du fĂŒr die Berge brauchst. Und auĂerdem, der Rennsteig hatbja nur 1650 Hm, geht doch noch, und wenn du erstmal auf dem Inselberg bist ist der Rest echt Pillepalle!!
Probier es aus, wirst sehen!
LG
Steffen
P.S. Und ganz nebenbei wird du auf den kurzen flachen Distanzen auch noch etwas schneller, klar, hast ja auch mehr Kraft!!!
Boh Eddy, jetzt drĂŒckst du mĂ€chtig auf die Tube bei deinen Vorbereitungen auf den ersten Wettkampfultra! Bin mir sicher das du auch den Rennsteig komplett durchwalzt und freudestrahlend im Ziel ankommst! DrĂŒcke dir feste die Daumen das alles gelingt wie du dir es vorstellst!
Im Voraus vielen lieben Dank fĂŒrs Daumen drĂŒcken, Frank: ob es fĂŒr den Rennsteig reicht, wird man hier dann nachlesen können. Gott sei Dank isses aber noch nicht so weit… đ
Wirklich eine gute Idee. Ich werde mal versuchen ein paar Freunde zu akquirieren. Die 60 Kilometer werde ich sicher nicht schaffen, aber die 10 – 15 Kilometer kann man sich ja mal vornehmen.
Danke fĂŒr diese Anregung.
Es wĂŒrde mich riesig freuen, wenn Du bei Deinem nĂ€chsten Training von Freunden begleitet wirst: Du wirst schnell merken, wie viel SpaĂ das macht! đ
Nicht gratulieren? Du spinnst wohl. đ
Ich mache hier La Ola fĂŒr Dich ohne Ende!
60 km!
Altaaaa!
Und was fĂŒr eine klasse Idee, sich den Weg so zu “verkĂŒrzen”. Toll, dass in deiner NĂ€he auch so viele LĂ€uferinnen mitmachen.
Also nochmal: Herzlichen GlĂŒckwunsch zu so einem Training! Du rockst den Rennsteiglauf, da bin ich mir sicher.
Ey, das solltest Du doch nicht tun, Saba! …andererseits… echt lieb von Dir – vielen Dank! Und nĂ€chstes mal bitte das Video zur Laola mitschicken, okay? Ich verspreche auch, noch ein paar km dran zu hĂ€ngen đ
Das finde ich richtig klasse, also nicht nur die 60 Kilometer, was eine sehr gute Vorbereitung ist, sondern v.a. wie Du das ganze organisiert hast. Runden laufen hat dann sogar etwas soziales đ
Salut
Christian
Auf jeden Fall, Christian: was soziales, was spannendes und was nĂŒtzliches! – Auf jeden Fall besser als “was spannendes, was zum spielen und Schokolade”, finde ich! đ
Wahnsinns Leistung! Den Rennsteiglauf rockst Du auf jeden Fall!
Bei Deinem nĂ€chsten langen Lauf begleite ich Dich gerne wieder ein StĂŒck, hat SpaĂ gemacht đ
…danke gleichfalls! Und gratulation zum Halbmarathon “mal eben am Wochenende”: Das ist genau so eine Wahnsinns-Leistung! đ
Aha dachte ich anfangs, da schreibt der “Tiger” ĂŒber ein Thema fĂŒr mich alten Herrn, der die 60 Lenze schon vor Jahren hinter sich gelassen hat. Vielleicht erfahre ich, wie lange der Bursche vor hat zu laufen! Aber warum macht er sich jetzt schon Gedanken darĂŒber?
Dann lese, dass mit der Ăberschrift nicht das Alter, sondern die Anzahl der Kilometer gemeint ist und staune! Einerseits ĂŒber die Distanz, aber auch ĂŒber Idee, ein wenig Abwechslung in die Laufeinheit zu bringen. Neben dem Sportlerherz merkt schon also auch, dass du im Kreativ-Bereich arbeitest. Daher, auch wenn’s nicht “erwĂŒnscht” ist, doppelte Gratulation von meiner Seite!!
….menno, Reinhard: Du solltest doch nicht gratulieren! đ Und was das Thema Alter oder altern betrifft – dazu hast Du alles wichtige in Deinem Blog geschrieben:
“Man hört nicht auf Sport zu treiben, wenn man alt wird, sondern man wird alt, wenn man aufhört Sport zu treiben”
Also: keep on running!!
Die Idee ist ja echt klasse!! … und dann auf die geplanten 50km noch mal eben 10km draufpacken. Respekt!!
Danke, Danke, Carsten. Ich glaube, die Idee ist durchaus nachahmenswert (also auch die, den geplanten Umfang “zu sprengen”) đ
Pöh, dann gratuliere ich Dir halt nicht. Ist ja auch nichts besonderes, kann ja jeder đ War ja nur so ein poppeliger Trainingslauf. Ich weiĂ garnicht, warum Du davon ĂŒberhaupt schreibst đ
Aber so ein klitzekleinches Bisschen möchte ich Dir doch gratulieren!
Volker
…pöh, den Bericht hab ich nur geschrieben, damit Du mir trotzdem gratulierst, Volker! Pöh! đ
Und ein klitzekleines bisschen auch dafĂŒr, dass die Idee Nachahmer findet…
Ich find` Dich einfach nur geil, Eddy! đ
Auch ich zucke auf “MEHR”, muss nur noch sehen, in welcher Variation…
…Maazel, ich Dich auch! đ Los, zeig mir den Balminator und leg ‘ne Schippe drauf – ich weiĂ, dass Du das kannst! đ
WĂŒrde mir das glaub ich mehr auf mehrere Tage aufheben… SonÂŽ Trailrun-Masters wie letztes Jahr hier in DO mit 55 in 3 Tagen oder den Salomon-4-Trail mit 160 in 4 fĂ€nd` ich geil…
Und auf MEHR Plattformen als Du aktiv zu sein, geht ja nicht!!! đ
JHallo Eddy!
Ich hoffe doch sehr, dass mit 60 noch nicht Schluss ist!!!
Aber 60 Km laufen, just for von, vor der eigenen HaustĂŒr. Wahnsinn hoch drei. Ich frage mich immer mehr, was LĂ€ufer eigentlich antreibt. Und damit meine ich auch mich selbst. Hut ab fĂŒr diese körperliche und mentale Höchstleistung.
Alles Gute
Dietmar
…Mensch Dietmar, so wie wir drauf sind, werden wir doch locker ĂŒber 100! Schau Dir doch nur die an, die weder Bloggen noch Laufen: ist doch kein Vergleich zu uns, oder?! đ
Hallo Eddy,
klasse Idee, das Rundenlaufen mit wechselnder Begleitung. So könnte ich mir auch mal eine lange Kante vorstellen. Hast Du dir auf Deiner Runde eine Verfplegungstelle eingerichtet, oder bist du mit Tankrucksack gelaufen? 6 Stunden ohne Wasser geht ja gar nicht, oder?
GrĂŒĂe -timekiller-
Ich hatte in der Tat einen Trinkrucksack dabei und Kathi hat mir noch einen Liter Reserve mitgebracht. Heimo, ich darf’s eigentlich nicht laut sagen, aber ich hab nicht mal einen halben Liter getrunken… :-/
– YES HE CAN
– Du bist wahrlich ein Tiger
– super gemacht Eddy
– der Rennsteig kann kommen
– du wirst es grandios meistern mit dieser Vorbereitung
Aber loben darf ich dich trotzdem, ist ja schlieĂlich ein guter Grund ‘!!! đ
…sagte die Ultra-Frau, die am gleichen Tag fast 100 Kilometer abgespult hat! Dir und den anderen “Freaks” (damit wissen Insider, wer gemeint ist *g*) gebĂŒhrt nach wie vor mein absoluter Respekt, Margitta! đ
Klasse gemacht!
Auch die Ăberlegung das in Runden zu absolvieren war genau richtig. Jetzt hast Du ein GefĂŒhl dafĂŒr. Respekt!
Jetzt schau mal das Du noch ein paar Anstiege bei Euch findest und die Sache ist schon so gut wie gelaufen am Rennsteig. Aber im Ziel sĂ€ufst Du mir nicht das ganze Bier weg. Da musst Du schon noch eines fĂŒr mich ĂŒbrig lassen.
Man sieht sich am Rennsteig. Dass wird ein Fest!!!
Ich freu mich.
Ich freu mich schon darauf, Dich (und viele andere virtuelle Freunde) am Rennsteig zu treffen! Und keine Bange um das Bier: ich bin ziemlich sicher, dass Du lange vor mir “zuschlagen” wirst! Und: Anstiege kann ich hier nicht trainieren – das ist meine groĂe Unbekannte in meiner Planung… Wir sehen uns – juhuu! đ
Na Mensch, Eddy – 60km! Der Wahnsinn! Jetzt machst Du wirklich ernst, was!
Aber fĂŒr mich wĂ€re beides nix! Also weder diese langen Distanzen, noch die Beleiter/innen. Nee, nee – ich war, bin und bleibe beim Sport ein EinzelgĂ€nger. Ich ziehe da mein Ding am liebsten ganz allein durch. Okay – ĂŒber Frau und Kinder (wenn sie mal Ă€lter sind) wĂŒrde ich mich natĂŒrlich freuen, aber ansonsten eher nicht.
Na dann darf man ja gespannt sein, was da noch so alles an langen TrainingslÀufen kommt.
GrĂŒĂe aus Kölle!
Mario
Jeder nach seiner Fasson, Mario: ich laufe normalerweise auch alleine, um mich nicht aus dem Takt bringen zu lassen. Aber mit wechselnden Begleitern ist es mal was ganz anderes und super interessant! đ
[…] heute echt Spaß gemacht, sondern auch weil ich ein paar Kilometer mit meinem Bremer Kollegen Eddy drehen konnte, der heutâ geschmeidige 60km gelaufen ist â Daumen […]
Hui, 60 Kilometer. Das kann ich mir ehrlich gesagt gar nicht so richtig vorstellen. Und mir wird manchmal nach 15 Kilometern schon langweilig. Aber da hast Du ja gut vorgesorgt bzw. hattest GlĂŒck, dass Dich so viele “Fans” begleitet haben. Scheint eine runde Sache gewesen zu sein.
Wenn Du zum ersten mal die 42 Kilometer “geknackt hast”, sind auch die 60 nicht mehr so weit weg, Christian. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Du ein “Kandidat” fĂŒr solche Distanzen bist! – Wir lesen uns… đ
“Egal, ob man dann 10 oder 100 Kilometer lĂ€uft.” – Naja, aber wenn man insgesamt nur eine Stunde unterwegs ist, lohnt es sich nicht so recht, sich von so vielen Leuten begleiten zu lassen.
Dazu muss man schon eher die “krassen” Distanzen laufen đ
Prinzipiell gebe ich Dir natĂŒrlich recht, Hannes. Aber fĂŒr Einsteiger sind ja auch Distanzen ab 10 Kilometer herausfordernd. Die Begleiter mĂŒssen ja dann nicht nacheinander laufen, sondern miteinander đ
Ja…MitlĂ€ufer und Radler zu haben is total geil, so hab ich das auch oft gemacht. Deine Pace auf so lange Strecke is fĂŒr mich beeindruckend…ich kann das einfach nicht ;-/ Cool Eddy, wenn auch ganz schön “krass”…..Lg Jules
Doch Jules, das kannst Du auch! Wart’s ab und komm erst mal in mein Alter: bis dahin wirste mit Sicherheit noch krasser, da bin ich sicher, Du TIGER! đ
Tolle Idee von dir – und noch besser umgesetzt! Mehr als 6 Stunden im Training unterwegs sein und dazu noch solch eine Distanz zurĂŒcklegen, das ist eine grandiose Leistung.
Du wirst den Rennsteig rocken, ich drĂŒcke schon jetzt die Daumen!
lG
Ralph
Ich habe festgestellt, dass es auch eine Kopfsache ist, Ralph: wenn man erst mal die Marathon-Distanz “ĂŒberlaufen hat”, geht es auf einmal irgendwie leichter weiter. Seltsam, ist aber so đ