Ich bin zwar nur ein Genuß- und Schönwetterläufer. Aber hin und wieder brauche ich echte Wettkampf-Atmosphäre. Und darum stand ich gestern am Start der Jedermann-Staffel beim Dextro Energy Triathlon in Hamburg. Trotz Erkältung. Und trotz Stau auf der A1.

Lange geplant und doch fast verpasst

Der Extro Energy Triathlon ist mit weit über 8.500 Teilnehmern inzwischen das größte Event der Welt. Aber es gibt nur 100 Startplätze für die Jedermann-Staffel. Und die sind meist 48 Stunden nach der Ausschreibung schon vergeben. Einen davon hat Anke uns aber schon letztes Jahr gesichert. Start: 17.07.2010 um 10:46 Uhr

Da Kathi und ich aus Bremen anreisen, ging es schon um 7:30 Uhr auf die Autobahn. Und kurz danach in den ersten Stau: Ferienbeginn in NRW – und alle wollen gleichzeitig an die Ostsee oder nach Skandinavien. Und dann: Vollsperrung der A1 für den Einsatz eines Hubschraubers. Um es kurz zu machen: wir erreichten den Startplatz am Ballindamm gerade noch pünktlich.

1. Anke: Neopren verboten, Blaualgen in der Alster

Anke ist unsere Schwimmerin und durfte die Staffel in der 26 Grad warmen Binnenalster-Badewanne eröffnen. Und zwar ohne Neo: der ist nämlich ab 22 Grad offiziell verboten. Im Badeanzug schaffte sie die Strecke in 00:09:51

… und lief dann ganz grün in die Wechselzone: durch die heißen Tage haben sich in der Alster eine Menge Blaualgen gebildet. Obwohl sie nicht so heißen, schimmern diese Dinger tatsächlich grün. Ich hab auch ein Beweisfoto gemacht.

2. Kathi: Brille vergessen und Rad defekt

Kathis Sport-Tasche war gepackt wie für einen mehrtägigen Urlaub. Aber ein wichtiges Utensil hat trotzdem gefehlt: die Sonnenbrille! Normalerweise nur modisches Accessoire. Aber bei 40 km/h mit dem Rad unverzichtbares Equipment. Glücklicherweise konnte Anke aushelfen.

Weniger Glück hatte Kathi dann mit ihrem Rad: unterwegs musste sie entsetzt feststellen, dass sich die hohen Gänge nicht schalten ließen. Und so hat sie wie eine Nähmaschine gearbeitet, um die Strecke in 00:44:49 zu schaffen.

3. Eddy: Supergirl Ina Menzer abgehängt

Ich hatte die Ehre, unsere Staffel mit dem Ziel-Einlauf abzuschließen. Der Preis dafür: eine Stunde in der Wechselzone nervöses Warten, bis es endlich los geht. Mir gegenüber machte sich ein echtes Supergirl bereit für ihren Sprint. Davon habe ich mich aber nicht beeindrucken lassen.

Von meinen Atembeschwerden allerdings schon: unterwegs beschloss ich, bei Erkältung künftig auf Wettkämpfe zu verzichten. Weil aber alles nicht sooo schlimm war, lief ich nach 00:24:14 glücklich über die Zielmatte. Supergirl habe ich überholt. Sie ist übrigens Boxerin und gehörte zur Promistaffel.

Inklusive unserer „Aufenthalte“ in der Wechselzone kommen wir auf eine Zielzeit von 1:27:14 und landen damit auf Platz 41. Also immerhin in der ersten Hälfte. Falls es Dich interessiert: hier sind alle Detailzeiten, gemessen von Mika-Timing.

Insgesamt waren wir aber zu sechst: Sven, Jens und Frederic bildeten unsere Konkurrenz-Staffel. Die drei Jungs waren 59 Sekunden schneller als wir und schafften es damit auf Platz 35: Herzlichen Glückwunsch!

Nach Regeneration (mit Erdinger, na klar!) und Shopping in der City wurde die Idee immer lauter, nächstes Jahr in der olympischen Distanz zu starten. Beim gemeinsam Abendessen 4-Gänge Gourmet-Menü im Atlantic Hotel und nach einigen Gläsern Wein wurde diese Idee mehr und mehr ausgestaltet. Okay: ich bin dabei! :-D

P.S. Hier sind meine Bilder vom Event: Picasa Online-Album

P.P.S. Schade, dass wir uns nicht getroffen haben, Heike!
Aber toll, dass wenigstens die Grüße angekommen sind!

P.P.P.S Zu viel Erdinger macht blind, Sven!

:-)

Das war's: mein letzter Lauf
Puls messen: 59 Euro. Puls kontrollieren: unbezahlbar

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