10 Tage Mallorca: Wandern, Radeln und ein richtig gutes Körpergefühl

Manche Urlaube sind zum Ausruhen da. Andere sind dafür da, sich selbst zu spüren. Unser Mallorca-Urlaub über die Ostertage 2026 gehörte ganz klar zur zweiten Sorte – und genau das hat ihn für Kathi und mich so besonders gemacht.

Vom 3. bis zum 12. April waren wir im Osten der Insel zu Hause, im Canyamel Park Hotel & Spa, mit Blick aufs Meer und einem Balkon, auf dem wir morgens den Tag geplant und abends die Kilometer des Tages sacken lassen haben. Zehn Tage, in denen wir keinen einzigen “Nichts-Tun-Tag” hatten. Und trotzdem jeden Abend das Gefühl: Heute war gut, heute war genug, heute war rund.

Jeder Tag eine neue Strecke

Wer mich kennt, weiß: Ich bleibe ungern zweimal auf demselben Weg. Deshalb haben wir uns jede Wanderung vorher frisch über komoot zusammengeklickt. Mal entlang der Steilküste bei Capdepera und Cala Ratjada, mal durch das Hinterland mit seinen Pinien, Olivenbäumen, blühenden Glyzinien und den knorrigen Johannisbrotbäumen, mal hinüber zu einsamen Buchten, in denen das Wasser so türkis war, dass man kurz vergisst, dass man eigentlich weiterlaufen wollte.

Die Touren hatten es in sich. Mehrere Tage lagen wir zwischen 18 und 23 Kilometern, mit Gehzeiten von 5 bis über 6 Stunden und einigen Hundert Höhenmetern. Nicht spektakulär im Sinne eines Gipfelstürmers. 🤣 Aber genau die Mischung aus Länge, Meer und Mittelmeerluft, die so typisch für Mallorca ist, und für mich der perfekte Grundlagenbereich: lang, ruhig, konstant.

Und weil wir so unterwegs waren, wie ich es am liebsten mag, haben wir an jedem einzelnen Tag etwas entdeckt, das wir vorher noch nicht kannten.

Ein Tag auf dem Mountainbike

Ein Highlight, das aus dem Rhythmus der Wandertage herausstach, war unsere Mountainbike-Tour. Über 65 Kilometer, mehr als 500 Höhenmeter, vorbei an stillen Feldwegen, alten Finca-Mauern und einem Radweg, der sich fast endlos durch das grüne Inselinnere zog: die Via Verde. Für die Beine war das am Abend deutlich spürbar.

Wir haben uns am Ende mit einem Aperol belohnt, am Hafen, mit der Abendsonne im Gesicht. Einer dieser Momente, die im Kopf bleiben, auch wenn man längst wieder zu Hause ist.

Warum es sich so gut angefühlt hat

Was diesen Urlaub für mich von anderen unterschieden hat, war nicht nur die Landschaft oder die Mischung der Aktivitäten. Es war das Körpergefühl. Kathi und ich haben im letzten Jahr konsequent an uns gearbeitet, 20 Kilo Gewicht verloren und Fitness aufgebaut. Auf Mallorca haben wir so richtig gespürt, was dieser Veränderung bringt.

Berge, die früher Unbehagen ausgelöst hätten, waren jetzt einfach Berge. Lange Etappen waren keine Frage von “schaffen wir das?”, sondern eine Frage von “welche Route nehmen wir heute?”. Am Ende eines langen Tages waren wir müde, aber nicht platt. Das ist ein Unterschied, den man schwer in Zahlen packen kann, der aber alles verändert.

Was ich aus diesen zehn Tagen mitnehme

Mallorca im April ist ein Geschenk: mild, grün, noch nicht überlaufen, mit einer Sonne, die einen morgens freundlich begrüßt, und mittags noch nicht brennt. Aber das eigentliche Geschenk war ein anderes – nämlich die Erfahrung, dass sich Training, Disziplin und ein bewussterer Umgang mit dem eigenen Körper genau dort auszahlen, wo man es am meisten spürt: draußen, auf dem Weg, zusammen mit dem Menschen, mit dem man diesen Weg teilen möchte.

Ich nehme aus diesem Urlaub mehr mit als ein paar schöne Fotos und volle Trainingsstatistiken. Ich nehme das Gefühl mit, dass sich Aufwand lohnt. Dass Laufen, Wandern, Bewegen kein Selbstzweck ist, sondern ein Schlüssel zu Erlebnissen, zu Nähe, zu Freiheit. Darum habe ich nun auch den Titel meines Blogs ergänzt mit “Wandern, Laufen, Leben ❤️”.

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Da wo ich laufe, ist auch meine GoPro mit am Start: Ich versuche, die unvergleichlich tolle Stimmung beim Laufen einzufangen. Die Videos gibt es hier und bei Youtube.

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Hier habe ich eine Seite versteckt, die an mein erstes Startup 1Apreis.de erinnert.

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