Vor rund 5 Jahren fing ich an zu Laufen. Laufen ist einfach. Schuhe an und los. Kein Problem. Das kann doch jeder.

Richtig? – Ja, aber…

Ich kann schwimmen. Im Prinzip weiß ich, wie man krault. Schon oft genug gesehen und einfach nachgemacht. Aber koordiniere ich Arme, Beine, Körper und Atem-Rhythmus richtig? Keine Ahnung. Hat mir noch niemand erklärt.

Mit dem Laufen verhielt es sich genau so. Unterschied zum Schwimmen:

Beim Laufen wollte ich Fortschritte machen und Ziele erreichen. Zum Beispiel einen Marathon überstehen. Dazu braucht man einen Plan. Und eine „Grundausbildung“.

Darum schloss ich mich einer Laufgruppe an. Von einem Profi ließ ich mir erklären, was man beim Laufen mit den Armen anstellt und wie man den Oberkörper hält. Ich lernte, dass zum Laufen auch Kräftigungs- und Dehnungsübungen gehören sollten. Der Trainer beobachtete mich und kontrollierte meine Fehler, um den Laufstil zu optimieren.

9 Monate später habe ich meinen ersten Marathon geschafft.


Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!

Dem Marathon-Debüt im Herbst 2006 folgten bis heute einige tausend Laufkilometer und viele Events, darunter 3 weitere Marathons. Aber einige wichtige Dinge, die ich in der Laufgruppe gelernt hatte, blieben auf der Strecke:

  • Rumpfmuskulatur stärken? Quatsch, muss nicht…
  • Tempoläufe? Nee, viel zu anstrengend…
  • Dehnübungen? Ach was, gerade keine Zeit…

Die Folge: Die Marathon-Distanz ist immer noch eine riesige Herausforderung. Und trotz regelmäßiger Läufe verbessert sich mein Durchschnittstempo keine Sekunde.

Ich habe das Ziel, dies zu ändern. Darum habe ich mich jetzt zum zweiten mal einer Laufgruppe angeschlossen. Für die nächsten Marathons im Herbst will ich mich optimal vorbereiten und nicht auf Reserve laufen, wenn ich die Ziellinie erreiche…

12-Wochen-Training mit Sport-Ziel

In erster Linie muss ich meinen Schweinehund besiegen. Darum unterwerfe ich wieder dem Gruppenzwang. Und einem Trainingsplan.  Der Plan ist haargenau auf mein Leistungsvermögen zugeschnitten, weil vorher ein Belastungstest und eine Beurteilung durch den Trainer anstehen. Damit werde ich gefordert, aber nicht überfordert. Der Plan garantiert, dass keine wichtigen Elemente „vergessen“ werden. Die Gruppe sorgt für Spaß und Motivation. Und der Trainer ist die Peitsche…

Gestern ging’s los. Auf dem Plan: Einlaufen, Körperathletik, Stabilisationsübungen, Lauf-ABC

Nichts davon hatte ich seit Jahren gemacht! Ich bin begeistert… :-)

Heute abend: Tempotraining und Ausdauer-Intervalle. Ich bin schon gespannt!

Erstes Treffen mit den Tigern
10 km Wettkampf-Simulation

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