Projekt Marathon mit 60: Jetzt wird’s ernst!

Es ist soweit. Ich mache es offiziell. Kein ZurĂŒck mehr. Kein “Vielleicht im Januar” oder “Wenn ich wieder ein bisschen fitter bin”. Nein. Ab heute steht es schwarz auf weiß hier im Blog: Ich starte mein Projekt Marathon mit 60.

Warum das so ein Ding ist? Nun, zwischen 40 und 50 bin ich zehn Marathons gelaufen. Jedes Jahr einen. Und jeder einzelne war eine kleine Weltreise voller Schweiß, Schmerzen, Euphorie und dem verdammten Stolz, es wieder geschafft zu haben. Dann kam die 50. Und mit ihr ein schleichender RĂŒckzug vom ambitionierten Laufsport. Irgendwann war das Gewicht höher als die Motivation, und die Kondition fĂŒr 42 Kilometer nicht mehr ausreichend.

Seitdem sind ein paar Jahre ins Land gegangen. Und ein paar Kilos auf die HĂŒften gekommen. Genauer gesagt: 15. Mindestens! Und mit jedem Kilo wuchs auch die Distanz zu dem Menschen, der sich damals einfach angemeldet und durchgezogen hat. Aber tief drinnen war er nie ganz weg.

Jetzt, mit Blick auf meinen 60. Geburtstag in etwa einem Jahr, will ich es noch einmal wissen. Ich will nicht einfach nur “noch mal einen Marathon laufen”. Ich will mir beweisen, dass da noch was geht. Dass Alter nur eine Zahl ist, und dass Leidenschaft, Disziplin und eine gute Portion Selbstironie mehr wiegen als ein paar Extra-Kilos.

Vor zwei Wochen habe ich begonnen, das Projekt anzupacken. Noch laufe ich eher bedĂ€chtig und vorsichtig, taste mich langsam heran. Und parallel dazu: Gewicht reduzieren, Alltag umkrempeln. Es wird eine Herausforderung. Aber hey, ich hab’ schon zehn Marathons ĂŒberlebt. Ich weiß also, wie sich ZĂ€hne zusammenbeißen anfĂŒhlt.

Wie genau ich das anstelle, was funktioniert (und was nicht), darĂŒber werde ich in den kommenden Monaten berichten. Aber dieser Beitrag hier ist mehr als nur ein Auftakt. Er ist mein öffentliches Commitment. Mein kleiner Arschtritt fĂŒr mich selbst. Denn wer’s in den Blog schreibt, meint es ernst. Oder muss sich zumindest peinliche RĂŒckzieher gefallen lassen.

Also: Der Countdown lÀuft. Ich habe ein Jahr Zeit. Ein Ziel. Und einen Plan. Noch 42,195 Kilometer bis zum Comeback. Und das Motto bleibt:

Es ist nicht die Zeit, die zĂ€hlt – es ist deine Leidenschaft.

7 comments

    • Vielen lieben Dank dafĂŒr, Christiane! Letzten Sonntag habe ich immerhin mal wieder einen offiziellen HM gefinished: das war gut fĂŒrs GemĂŒt 🙂 Bis zur vollen Distanz fehlen aber noch eine Menge Körner. Naja, ich hab ja noch Zeit.

      Bin schon gespannt auf die BeitrĂ€ge zu deinem Strukturprojekt des Lebens 🙂

  • Hut ab – richtig stark, dass du das jetzt nochmal angehst! Finde ich mega inspirierend und es gibt mir ehrlich gesagt auch selbst einen kleinen Schub. Ich stecke gerade in so einer Flaute – hatte Ende letzten Jahres einen kleinen Unfall und bin seither dabei, wieder Kraft und Muskulatur aufzubauen, bevor ich richtig loslegen kann. Aber: Kopf hoch, wird schon wieder. Und fĂŒr dich heißt’s jetzt: Auf geht’s – du packst das ganz sicher!

    • Vielen Dank fĂŒrs Mutmachen, Achim: darĂŒber freue ich mich wirklich. Und wie bereits geschrieben – es hilft, sich selbst auf diese Weise etwas unter Druck zu setzen, um ein Ziel im Auge zu behalten.

      Dir wĂŒnsche ich, dass du bald wieder richtig fit bist und deine Flaute durch den Unfall ĂŒberwinden kannst!

      Liebe GrĂŒĂŸe, aktuell aus Madeira,
      Eddy

      • Hallo Eddy,

        danke dir! Das Ziel sehe ich schon ganz klar vor mir, den langen Weg dahin aber leider auch. Aber, da macht man nichts, da muss man einfach durch!

        Ganz viel Spaß auf Madeira.

  • Super, lieber Eddy!
    Das ist eine richtig gute Ansage! Ich finde es auch sehr klug, deine Entscheidung öffentlich zu machen, somit ist sie auch verbindlich! Gut ist auch, dass du dir fĂŒr die Vorbereitung genug Zeit nimmst!

    Du wirst uns an der Entwicklung sicher teilhaben lassen!
    Liebe GrĂŒĂŸe und alles Gute – Reinhard

    • Hallo Reinhard,

      ja, irgendwie brauche ich diesen Druck, um wirklich dran zu bleiben. Das hat vor fast zwanzig Jahren schon einmal geklappt (von Null auf 42 Kilometer) und ich hoffe, ich kann das wiederholen.

      Dir auch alles Gute und liebe GrĂŒĂŸe zurĂŒck!

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Da wo ich laufe, ist auch meine GoPro mit am Start: Ich versuche, die unvergleichlich tolle Stimmung beim Laufen einzufangen. Die Videos gibt es hier und bei Youtube.

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Hier habe ich eine Seite versteckt, die an mein erstes Startup 1Apreis.de erinnert.

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