werbung

Aus aktuellem Anlass möchte ich einen Artikel veröffentlichen, der zwar nicht direkt mit dem Laufen zu tun hat, wohl aber mit den Lauf-Bloggern. Es geht um das große Thema Werbung: in zahlreichen Kommentaren (in anderen Blogs und bei Facebook) lese ich derzeit vorwiegend Aussagen wie diese hier:

  • Werbebanner haben in einem (privaten) Blog nichts zu suchen
  • Produkt-Tests in Blogs nerven und sind unglaubwürdig
  • Marken-Botschafter sind unglaubwürdig
  • Votings sind einfach nur nervig

Meine Wahrnehmung ist, dass eine Mehrheit der Lauf-Blogger so denkt. Jedenfalls habe ich eine Menge Namen gelesen, die solche oder ähnliche Aussagen veröffentlicht  haben. Euch alle möchte ich bitten: beantwortet Euch ehrlich die nachstehenden Fragen.

  • Mal angenommen, Google bittet Dich um die Schaltung eines kleinen Banners in Deinem Blog. Du bekommst 0,50 Euro bei jedem Seitenaufruf und 5,00 Euro bei jedem Klick auf den Banner. Die Themen der Banner orientieren sich an den Inhalten Deines Blogs. Lehnst Du das Angebot ab?
  • Der Hersteller Deiner Laufschuhe bittet Dich, sein neuestes Modell zu testen. Du bekommst die Schuhe im Wert von fast 200,00 Euro natürlich geschenkt. Über eine Veröffentlichung des Tests in Deinem Blog würde man sich freuen. Lehnst Du das Angebot ab?
  • Du bekommst das Angebot, Werbeträger für einen Markenartikler zu werden: man zahlt Dir den Startplatz für große Lauf-Events, die An- und Abreise, sowie die Hotelkosten. Dazu verpflichtest Du dich, im Trikot / Shirt des Anbieters zu laufen, sowie von den Events im Blog zu berichten. Lehnst Du das Angebot ab?
  • Dein Blog ist zur Wahl des beliebtesten Lauf-Blogs nominiert. Der Gewinner wird über ein Voting ermittelt. Lässt Du Deinen Blog von der Liste streichen?

Zugegeben, das erste Beispiel ist überzogen, was die Bezahlung der Banner betrifft. Aber sonst könnte jede Situation genau so auf Lauf-Blogger zutreffen. Die Werbetreibenden möchten uns Blogger „benutzen“, um die Zielgruppe ihrer Produkte zu erreichen:

Und das finde ich gut so!

Ich zahle gerne 50,- Euro für einen Marathon-Start und nehme in Kauf, dass der Hauptsponsor dem Event seinen Namen „aufdrückt“ (BMW-Marathon, real,- Marathon…). Das ist mir lieber, als ein werbe- und sponsorenfreier Marathon, der dann vielleicht 500,- Euro Startgelt kosten würde.

Ich kaufe auch gern hochwertige Funktionskleidung und HighTech-Schuhe und zahle den Preis dafür. Und ich kam noch nie auf die Idee, die Logos der Hersteller abzukleben.

Ich bin auf der Liste der beliebtesten Lauf-Blogs eingetragen. Ich lass mich nicht streichen, sondern ich bin stolz darauf, dabei zu sein. Und natürlich freue ich mich, wenn Ihr bei der Wahl Eurer Favoriten auch bei mir ein Häkchen macht.

Und, um das auch noch los zu werden: ungeachtet der Qualität finde die Wahl des beliebtesten Lauf-Blogs prinzipiell eine gute Idee. Und ich gönne joggen-online.de jeden Besucher, der durch die Aktion auf joggen-online.de aufmerksam wird. In meinen Augen eine klassische Win-Win-Situation. Hast Du eine ähnliche Idee: dann starte durch!

Wenn Sie gut ist, unterstütze ich auch Dich gerne! 😀

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