Zur Vorbereitung auf den SWB-Marathon stand gestern laut Runnersworld „Notfallplan“ wieder ein langer Lauf an. Umfang: mindestens 32 Kilometer. Durch Eure virtuelle Unterstützung wurde ein Marathon daraus… Klingt verrückt? Ist aber wahr! Und das kam so:

Wie üblich trabte ich mit einem Krimi im Ohr locker los. Anders als sonst: es war kalt (14 Grad) und es regnete Bindfäden. Nach anderthalb Stunden machte die Nässe dem iPod den Garaus. Damit war die Spannung raus. Jetzt hörte ich nur noch mich: schnaubend! Wie ätzend…

Ich wollte abbrechen. Aber zugleich dachte ich an Euch und Eure motivierenden Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Plötzlich fühlte ich mich von Euch beobachtet. Und ich wollte Euch nicht enttäuschen! Also lief ich weiter. Und ich stellte mir vor, wie Ihr mich unterstützt. Dachte mir neue Kommentare aus. Und dabei lief ich und lief ich…

Immer wenn es hart wurde, dachte ich mir einen Spruch aus, der zu einem von Euch passen könnte. Ich bekomme sie nicht mehr alle zusammen, aber ein paar davon schreibe ich mal auf. Vielleicht erkennt Ihr Euch ja wieder:

20 km – Nasse Füße und Blasen
Nicht schlapp machen: ich bin sieben Stunden mit Blasen gelaufen. Du schaffst das hier auch!

25 km – Regen nervt extrem!
Werde eins mit der Natur und genieße den Regen: das gibt Dir neue Kraft! Vertraue einem, der seit 10 Jahren täglich läuft!

28 km – Kampf mit Gegenwind
Hey, das ist nur Wind! Im Pfälzerwald kämen noch Höhenmeter hinzu. Also: weiter laufen!

30 km – Die Beine sind schwer
Nimm etwas Tempo raus, werde ganz locker, verkrampfe nicht, werde ein Soulrunner!

32 km – Denke über 42 km nach
Du bist bis jetzt nicht abgekackt, also lauf doch noch 10 km – aber schlepp Dich nicht ins Ziel!

35 km – Denke ans WM-Laufspiel
35 hast Du doch schon gepackt und noch 10 nachgelegt. Los, sei auch Du ein Laufmeister!

37 km – Ich werde langsamer
Beim Marathon kann ich als Pacemaker nicht warten, wenn Du 4:30:00 nicht packst. Gib Gas!

38 km – Denke an SWB-Marathon
Du schaffst das, Eddy! Vielleicht laufen wir beim SWB-Marathon gemeinsam ins Ziel!

40 km – Ich werde euphorisch
War das jetzt so schwer? Wenn mein Mann und ich 100 km packen, kannst Du das doch auch…

42,2 km – Marathon-Distanz geschafft
Denk dran, was mir der Arzt gesagt hat: auslaufen und dann ausführlich DEHNEN!

42,9 km – Ich bin zu Hause
Schluss jetzt, sonst kommst Du mir in der Jogmap-Stadtliga noch gefährlich nah!

Danke für Eure virtuelle Unterstützung!

Heute fühle ich mich super! Ein wenig Muskelkater, aber sonst OK. Ich könnte schon wieder los laufen… Aber nein, ich werde natürlich regenerieren. Geplant ist ein Tag Wellness mit Schatzi in der Oase Bremen. Da hab ich nämlich heute freien Eintritt…

Vielen Dank also für Eure Unterstützung! Und wie schon gesagt: klingt zwar verrückt, ist aber wahr – Ihr habt mich begleitet und ins Ziel gebracht. Hoffe, das gelingt mir am 19. September erneut; denn dann zählt es!

🙂

Der Marathon Notfall-Trainingsplan
Mein Rekord im August

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